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Gefechte an Israels Grenze zum Libanon

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Operation von Hisbollah-Miliz - Gefechte an Israels Grenze zum Libanon

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Angespannte Sicherheitslage im Norden Israels: Auf den Golan-Höhen kam es zu Gefechten, als Hisbollah-Kämpfer versucht haben sollen, aus dem Libanon nach Israel zu gelangen.

Israel, Hula Valley: Israelische Soldaten an der Grenze zu Libanon.
Israel hat sein Militär an der nördlichen Grenze wie hier in der Chula-Ebene verstärkt.
Quelle: epa

Die angespannte Lage an der israelisch-libanesischen Grenze ist am Montag gefährlich eskaliert. Der israelische Militärsprecher Jonathan Conricus sagte, es sei zu einem Schusswechsel in der Region Har Dov im Norden des Landes gekommen.

Hisbollah-Kämpfer versuchten nach Israel zu kommen

Man habe eine Gruppe von Hisbollah-Kämpfern daran gehindert, nach Israel vorzudringen. Israelische Soldaten hätten Schusswaffen, Panzer und Artillerie eingesetzt. Der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah nahe stehende Kreise bestätigten, dass es einen Angriff gegeben habe.

Militärsprecher Conricus sagte, Hisbollah-Milizen hätten die blaue Linie genannte Grenze mehrere Meter weit überquert, daraufhin hätten israelische Soldaten sie beschossen. Die drei bis fünf mit Gewehren bewaffneten Männer seien zurück in den Libanon geflohen. Es sei unklar, ob sie verletzt oder getötet wurden. Auf israelischer Seite gebe es keine Opfer.

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Reaktion auf Tötung von Hisbollah-Mitglied in Syrien

Der Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah hatte sich in den vergangenen Tagen zugespitzt. Bei einem Raketenangriff Israels in Syrien war ein ranghohes Hisbollah-Mitglied getötet worden. Die israelische Armee kündigte Ende vergangener Woche eine Verstärkung ihrer Truppen im Norden des Landes an, da Vergeltungsaktionen befürchtet wurden.

Der Kommandeur der UN-Friedensmission Unifil im Libanon, Stefano Del Col, nahm nach Angaben der UN-Truppe Kontakt zu den Konfliktparteien auf und bemühte sich um Deeskalation. Er rief beide Seiten zu Zurückhaltung auf.

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von Nicola Albrecht

Ausgangssperre in Konfliktregion

Die israelischen Bewohner der Region waren von der Armee angewiesen worden, in ihren Häusern zu bleiben. Vorerst gelte wegen der Gefechte eine Ausgangssperre.

Israels Ministerpräsident Netanjahu hatte unmittelbar vor dem Vorfall in Jerusalem gesagt: "Der Libanon und die Hisbollah werden die Verantwortung tragen für alle Angriffe auf uns von libanesischem Gebiet aus."

Golan-Höhen sind seit Jahrzehnten umkämpft

Die auch als Scheba-Farmen bekannte Region ist Teil der von Israel seit 1967 besetzten Golan-Höhen, die nach Ansicht der Vereinten Nationen zu Syrien gehören. Bereits in der Vergangenheit eskalierten kleinere Zusammenstöße in dieser Region zu großen Konflikten. 2006 führte die Gefangennahme zweier israelischer Soldaten durch ein Hisbollah-Kommando in dieser Region zum Zweiten Libanonkrieg.

Die Hisbollah verfügt im Libanon unter anderem über einen politischen Flügel, der an der dortigen Regierung beteiligt ist. Ihr militärischer Arm existiert parallel zu den regulären libanesischen Streitkräften. Die Miliz ist im syrischen Bürgerkrieg aktiv und greift immer wieder zivile wie militärische Ziele in Israel an.

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