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Angriffe auf Israel und Gaza - Raketenbeschuss geht nach Pause weiter

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Nach einer kurzen Pause haben militante Palästinenser am Mittag erneut Raketen auf israelische Gebiete abgefeuert. Mindestens zwei Menschen starben.

Israel, Moshav Ohad: Ein Feuerwehrmann löscht das Feuer nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen.
Israel, Moshav Ohad: Ein Feuerwehrmann löscht das Feuer nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen.
Quelle: Reuters

Bei neuen massiven Raketenangriffen militanter Palästinenser auf israelische Ortschaften sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens zwei Menschen getötet worden. Mehrere weitere erlitten demnach am Dienstag zum Teil schwere Verletzungen.

Der Polizei zufolge handelte es sich bei den Toten um Thailänder. Bei einem Angriff im Grenzgebiet zum Gazastreifen sei ein Haus getroffen worden, in dem ausländische Arbeiter lebten.

Israels Armee: Hamas-Trupp angegriffen und getroffen

Israels Armee teilte derweil mit, im Süden des Gazastreifens sei ein Hamas-Trupp, der Panzerabwehrraketen abfeuern wollte, angegriffen und getroffen worden. Die Luftwaffe griff darüber hinaus am Dienstag nach Armeeangaben Häuser von drei Hamas-Kommandeuren im Gazastreifen an. In den letzten 24 Stunden seien die Häuser von zwölf ranghohen Kommandeuren der im Gazastreifen herrschenden Organisation angegriffen worden.

Das Kahil-Gebäude, in dem sich Bibliotheken und Bildungseinrichtungen der Islamischen Universität befanden, stürzte ein. Opfer wurden zunächst nicht vermeldet.

"Ein Waffelstillstand ist nicht in greifbarer Nähe", so ZDF-Reporter Axel Storm. Das liege auch an den zurückhaltenden USA.

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Mehr als 3.300 Raketen auf Israel 

Am Dienstagvormittag hatten militanten Palästinenser ihren Beschuss Israels zunächst für mehrere Stunden unterbrochen, bevor sie ihn vor allem auf den Süden des Landes fortsetzten. Unter Beschuss gerieten auch zwei Grenzübergänge, die unter anderem für Hilfslieferungen geöffnet wurden.

Nach Angaben des Militärs wurden bislang mehr als 3.300 Raketen auf Israel abgefeuert. Zudem seien in der Nacht auch sechs Raketen aus dem Libanon auf Israel abgefeuert worden. Sie seien aber alle auf libanesischem Boden niedergegangen.

Gewalt bei Protesten in Ramallah

In Israel, Jerusalem und dem besetzten Westjordanland beteiligten sich Palästinenser an einem Generalstreik. An einem israelischen Kontrollpunkt nahe Ramallah im Westjordanland haben sich nach Augenzeugenberichten militante Palästinenser und israelische Solaten ein Feuergefecht geliefert. Dabei wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Ramallah ein Mensch getötet und mehr als ein Dutzend weitere durch Schüsse verletzt.

Im Nahost-Konflikt gab es erneut Waffengänge beider Parteien. Die Araber in Israel haben derweil zum Generalstreik aufgerufen. Aus Tel Aviv berichtet ZDF-Korrespondent Axel Storm.

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Merkel für Waffenstillstand in Nahost, Blinken: Kreislauf der Gewalt beenden

Angesichts der andauernden Gewalt in Nahost haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der jordanische König Abdullah II. zu einem Waffenstillstand aufgerufen. Beide seien sich am Dienstag in einer Videokonferenz einig gewesen, "dass Initiativen für einen zügigen Waffenstillstand unterstützt werden sollten", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. So könnten die "Voraussetzungen für die Wiederaufnahme politischer Verhandlungen" geschaffen werden.

US-Außenminister Antony Blinken sagte am Dienstag bei einem Besuch in Island: "Unser Ziel bleibt es, den momentanen Kreislauf der Gewalt so schnell wie möglich zu beenden."

Der Palästinenser Sulaiman Khatib setzt sich seit Jahren für Frieden im Nahen Osten ein. Welche Lösung er im Nahost-Konflikt für richtig hält, erzählt er bei ZDFheute live.

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Kliniken beschädigt, Medikamente knapp

Die Weltgesundheitsorganisation erklärte, durch die israelischen Luftangriffe seien mindestens 18 Krankenhäuser und Kliniken beschädigt worden. Eine Gesundheitseinrichtung sei vollständig zerstört. Fast die Hälfte aller wichtigen Medikamente seien im Gazastreifen nicht mehr verfügbar. Die Bombardierung wichtiger Straßen, darunter der zum bedeutenden Schifa-Krankenhaus, behindere die Fahrten von Krankenwagen und Versorgungsfahrzeugen.

Mehr als 41.000 Palästinenser haben in Schulen der Vereinten Nationen im Gazastreifen Schutz gesucht, deren Betrieb bereits durch die Corona-Pandemie erschwert war.

Mehr als 200 Menschen bei Angriffen getötet

Der Konflikt mit israelischen Angriffen gegen Ziele im Gazastreifen und dem Beschuss israelischer Städte durch militante Palästinenser geht mittlerweile in die zweite Woche. In Folge des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen, den militante Palästinenser am Montag vergangener Woche begannen, sind in Israel bislang zwölf Menschen getötet worden, Hunderte weitere wurden verletzt.

Das Gesundheitsministerium in Gaza bezifferte die Zahl der Getöteten bei israelischen Angriffen auf 213, unter ihnen 61 Kinder. Verletzt worden seien 1.442 Menschen.

FAQ

Krawalle am Tempelberg - Was hat die Gewalt in Jerusalem ausgelöst? 

Ramadan, Jerusalemtag, angedrohte Zwangsräumungen - viele Faktoren kamen in Israel zusammen und lösten die schwerste Gewalt am Tempelberg seit Jahren aus. Wie geht es jetzt weiter?

von Nils Metzger
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