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Eskalierter Nahost-Konflikt - Hochhaus mit Medienbüros in Gaza zerstört

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Die Angriffe aus dem Gazastreifen sind so intensiv wie nie zuvor. Israels Militär fährt Luftangriffe. Derweil versucht der US-Nahost-Gesandte, im Konflikt zu vermitteln.

Das Blutvergießen im Nahen Osten dauert an: die Hamas feuert weiter Raketen, die israelische Armee fliegt weiter Luftschläge. Auch zwischen jüdischen und arabischen Israelis kommt es zur Gewalt. Aber es gibt Stimmen, die zum Frieden mahnen.

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Es waren die bisher intensivsten Angriffe auf den Großraum Tel Aviv: Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Samstag drei Mal kurz hintereinander Raketen auf die Küstenmetropole abgefeuert. In Tel Avivs Nachbarstadt Ramat Gan starb nach Angaben von Sanitätern ein etwa 50 Jahre alter Mann beim Einschlag einer Rakete.

Immer wieder waren heulende Warnsirenen sowie Explosionen zu hören. Insgesamt acht Angriffswellen erlebte der Großraum Tel Aviv nun seit Dienstagabend. Das israelische Militär hat seinerseits nach eigenen Angaben des Haus eines ranghohen Hamas-Funktionärs angegriffen.

In Israel ist inzwischen der amerikanische Diplomat Hady Amr eingetroffen, um im Konflikt zu vermitteln. Zu den Chancen ZDF-Korrespondent Michael Bewerunge aus Tel Aviv.

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Das Haus von Chalil al-Haja habe zur "terroristischen Infrastruktur" der radikalislamischen Organisation gehört, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung. Nach palästinensischen Angaben hielt Al-Haja sich aber zur Zeit des Angriffs nicht in dem Haus auf.

Gebäude mit Medienbüros angegriffen

Israels Luftwaffe zerstörte zudem ein 14-stöckiges Hochhaus im Gazastreifen, in dem Medienunternehmen wie Associated Press ihre Büros hatten. Berichten zufolge wurden die Bewohner zuvor telefonisch aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Etwa eine Stunde zuvor habe der Besitzer des Hauses eine Warnung erhalten. Das israelische Militär habe ihn angerufen und aufgefordert sicherzustellen, dass das Gebäude binnen einer Stunde geräumt werde, sagte Dschauwad Mahdi.

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Die israelische Armee teilte mit, Kampfjets hätten ein Hochhaus angegriffen, in dem der Militärgeheimdienst der islamistischen Hamas über "militärische Ressourcen" verfügt habe. "In dem Gebäude liegen Büros ziviler Medien, hinter denen die Terrororganisation Hamas sich versteckt und die es als menschliche Schutzschilde missbraucht." Die Hamas positioniere ihre militärischen Mittel absichtlich im Herzen dicht besiedelter Wohngebiete im Gazastreifen.

FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann fordert im ZDF eine Zweistaatenlösung für den Nahost-Konflikt

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Nachrichtenagentur AP reagiert "schockiert"

"Das ist eine unglaublich beunruhigende Entwicklung", teilte AP-Präsident Gary Pruitt am Samstag in New York mit. "Wir sind nur knapp einem schrecklichen Verlust von Menschenleben entgangen." Die Nachrichtenagentur sei vorab über den Luftschlag auf das Hochhaus mit den Medienbüros informiert worden. Ein Dutzend AP-Journalisten und freie Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden.

Pruitt zeigte sich "schockiert" darüber, dass das israelische Militär ein Gebäude mit Medienbüros zerstörte. Die Welt werde nun weniger darüber erfahren, was in Gaza passiert. Der Armee sei bekannt gewesen, dass das AP-Büro in dem Gebäude untergebracht war. "Wir bemühen uns um Informationen von der israelischen Regierung und sind mit dem US-Außenministerium in Kontakt."

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Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, schrieb am Samstag auf Twitter: "Wir haben den Israelis direkt mitgeteilt, dass die Gewährleistung der Sicherheit von Journalisten und unabhängigen Medien eine vorrangige Verantwortung ist."

US-Präsident Joe Biden telefonierte nach dem Raketenangriff auf das Gebäude mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu. Dabei habe Netanjahu betont, dass seine Regierung "alles" tue, um in dem Konflikt Schaden für Nicht-Beteiligte zu vermeiden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit.

USA wollen für "nachhaltige Ruhe" werben

Die USA bemühen sich intensiv um Deeskalation im Gaza-Konflikt. Spitzendiplomat Hady Amr traf am Samstag in Jerusalem zu Gesprächen mit israelischen Regierungsvertretern ein. Im Anschluss wollte er für ein Treffen mit palästinensischen Vertretern ins Westjordanland weiterreisen.

Die USA haben im Gaza-Konflikt einen Spitzen-Diplomaten entsandt. Er soll Vertreter beider Parteien treffen. Auch vergangene Nacht kam es wieder zu massiver Gewalt.

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US-Außenminister Antony Blinken hatte den Nahost-Gesandten geschickt, um für "nachhaltige Ruhe" zu werben. Biden sprach am Samstag auch erstmals seit seinem Amtsantritt im Januar mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Ein Sprecher des palästinensischen Präsidialamts nannte das Telefonat "wichtig", machte dazu aber keine inhaltlichen Angaben.

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