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Israel: Netanjahu spricht von Krieg

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Nach Raketenangriffen - Israel: Netanjahu spricht von Krieg

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Nach den jüngsten Angriffen des Islamischen Dschihads auf Ziele in Israel droht Minsterpräsident Netanjahu mit Krieg. Die UN fordern Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung.

Auf dem Foto ist der israelische Minsiterpräsident Benjamin Netanjahu zu sehen während einer Kabinettssitzung. Nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen droht Netanjahu den Palästinensern mit Krieg.
Der israelische Ministerpräsident spricht nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen offen von einem möglichen Krieg.

Die Lage im Nahen Osten ist nach erneuten Kämpfen zwischen Israelis und Palästinensern weiterhin angespannt. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu droht offen mit Krieg, sollte der Islamische Dschihad weitere Angriffe starten. Der UN-Sicherheitsrat hat unterdessen eine friedliche Lösung gefordert und erneut seine Unterstützung einer Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern betont.

Extremisten des Islamischen Dschihads hatten am Sonntag mit Raketenangriffen auf Ziele in Südisrael begonnen, nachdem das israelische Militär einen palästinensischen Extremisten getötet hatte. Dieser hatte versucht am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen eine Bombe zu platzieren. Israelis hatten seine Leiche mit einem Bulldozer abtransportiert. Das Bild empörte Palästinenser – und war Auslöser für die Raketenangriffe auf Israel.

Nethanjahu: "Ich spreche über einen Krieg"

Israelischen Angaben zufolge waren 80 Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden, das Militär griff daraufhin extremistische Ziele im Gazastreifen an. Netanjahu sagte, er habe der Hamas, die im Gazastreifen regiert, die Nachricht übermittelt, wenn sie die Extremisten nicht stoppe, die hinter den Anschlägen stecken, werde sie selbst angegriffen: "Wenn Sie nicht auf sie schießen, werden wir auf Sie schießen. Ich spreche über einen Krieg", sagte er im israelischen Armeeradio.

Ich ziehe nur als letzte Option in den Krieg, aber wir haben etwas vorbereitet, das Sie sich nicht einmal vorstellen können.
Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident Israel

Die Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad verkündete ihrerseits eine einseitige Waffenruhe. Der Islamische Dschihad begründete dies damit, dass die Organisation ihre "Vergeltung" für die Tötung von drei Mitgliedern durch Israel abgeschlossen habe. Die Terrorgruppe kündigte aber an, auf jegliche weitere israelische "Aggression" zu reagieren.

Und tatsächlich ist die angekündigte Waffenruhe bereits brüchig. "Der Feind hat sich nicht dazu verpflichtet, seine Aggression zu stoppen, wir haben sie nach dem Prinzip Feuer-für-Feuer wieder aufgenommen", sagte Abu Hamsa, Sprecher des bewaffneten Flügels der Gruppe Islamischer Dschihad über Israel.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat mit einem "Abbruch aller Beziehungen" zu Israel und den USA gedroht. Damit reagierte er auf den umstrittenen Nahost-Plan von Donald Trump.

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Der UN-Sicherheitsrat hat unterdessen seine Unterstützung einer Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern betont. Der Rat unterstütze eine Lösung, in der "zwei demokratische Staaten, Israel und Palästina, nebeneinander in Frieden innerhalb sicherer und anerkannten Grenzen leben", hieß es in der von allen 15 Mitgliedsstaaten gebilligten Mitteilung.

Vereinte Nationen: Israelische Siedlungen im Gazastreifen illegal

Der Sicherheitsrat hat bereits in der Vergangenheit zu einer Zwei-Staaten-Lösung aufgerufen, die auf den Grenzen von 1967 basieren sollte. Die Vereinten Nationen bezeichneten die israelischen Siedlungen wiederholt als illegal. Es war die erste Äußerung des Sicherheitsrates nach der Vorstellung eines Nahostplans von US-Präsident Donald Trump vor drei Wochen. Darin wirbt Trump zwar für die Gründung eines palästinensischen Staates in der Zukunft, er ignoriert aber zentrale Forderungen der Palästinenser und würde bedeutende Teile des Westjordanlandes Israel überlassen.

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