ZDFheute

Israelische Luftangriffe auf Gazastreifen

Sie sind hier:

Neue Eskalation im Nahen Osten - Israelische Luftangriffe auf Gazastreifen

Datum:

Das israelische Militär hat Ziele im Gazastreifen sowie in Syrien angegriffen. Zuvor waren aus dem Gazastreifen Raketen in Richtung Südisrael abgefeuert worden.

Auf dem Foto sind israelische Abwehrraketen im Einsatz über der Stadt Ashkelon zu sehen, nachdem mehrere Raketen aus dem Gazastreifen Richtung Israel gestartet waren.
Luftabwehrraketen im Einsatz über der israelischen Stadt Ashkelon nachdem mehrere Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel gestartet waren.
Quelle: Reuters

Die Lage im Nahen Osten ist erneut sehr angespannt. Israel flog Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen sowie in Syrien und reagierte damit auf Raketenbeschuss auf Südisrael. Das berichteten die israelischen Streitkräfte.

Die Luftangriffe hätten "Dutzenden Terrorzielen" der Gruppe Islamischer Dschihad und einer Stellung bei Damaskus gegolten, die den Extremisten gehöre, teilte das Militär mit. Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen meldete, vier Palästinenser seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der Islamische Dschihad berichtete vom Tod zwei seiner Mitglieder durch Luftangriffe nahe Damaskus. Die Gruppe kündigte Vergeltung an.

Vergeltung für den Tod eines Palästinensers

Die Spannungen zwischen Israel und militanten Palästinensern haben sich damit erneut verschärft. Am Sonntag hatte das israelische Militär zunächst erklärt, es habe einen palästinensischen Extremisten getötet, der an der Grenzbarriere zwischen dem Gazastreifen und Israel eine Bombe habe legen wollen. Später wurden demnach mindestens 20 Raketen auf den Süden des Landes abgefeuert, in der Region heulten Luftschutzsirenen. Beim Raketenbeschuss handelte sich offensichtlich um Vergeltung für den Tod des Palästinensers.

Bilder von seiner an einem israelischen Bulldozer baumelnden Leiche sorgten im Gazastreifen für Empörung. Muslime sahen die Behandlung als respektlos gegenüber einem Toten an. Hamas-Sprecher Fausi Barhum warf dem israelischen Militär vor, die Leiche geschändet zu haben. Es müsse daher "die Konsequenzen dieses hässlichen Verbrechens tragen". An der Hamas wurde jedoch auch Kritik aus der Bevölkerung des Gazastreifens laut: Nutzer sozialer Medien warfen ihr Schwäche vor.

Mahmoud Abbas

Ende der Zusammenarbeit - Abbas will Beziehungen zu Israel und USA abbrechen

Palästinenserpräsident Abbas will die Zusammenarbeit mit Israel und auch zu den USA aufkündigen, auch in Sicherheitsfragen. Grund: Trumps umstrittener Nahost-Plan.

Nach Angaben des israelischen Militärs wurde die Leiche auf diese Weise entfernt, um Umstehende nicht zu gefährden. Der Islamische Dschihad identifizierte den Toten als einen seiner Kämpfer. Ein zweiter Palästinenser wurde angeschossen. Israels Verteidigungsminister Naftali Bennett wies die Kritik am Umgang mit der Leiche zurück. Die Hamas halte seit dem Gaza-Krieg von 2014 die Leichen zweier israelischer Soldaten zurück, bemerkte er.

Vereinbarte Feuerpause hält nicht

Der Islamische Dschihad und Israel hatten sich im vergangenen November heftige Auseinandersetzungen geliefert, nachdem das israelische Militär einen der Kommandeure der Extremisten getötet hatte. Seitdem versuchen Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas mithilfe von ägyptischen Vermittlern eine informelle Feuerpause festzuzurren. Vergangene Woche kündigte Israel an, im Rahmen der Vereinbarung Hunderte weitere Arbeitserlaubnisse für Palästinenser im Gazastreifen auszustellen. Doch der Islamische Dschihad setzt seine Attacken fort.

Aus Sorge vor weiteren Angriffen sollen israelische Schulen im Süden nahe dem Grenzzaun am Montag geschlossen bleiben, Großversammlungen wurden zudem verboten.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.