Sie sind hier:

Nahost-Konflikt - Heftigste Gewalt seit Gaza-Krieg

Datum:

Erneut geraten Tel Aviv und weitere Städte Israels unter Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Israel reagiert mit Vergeltungsschlägen. Bei den Angriffen sterben Dutzende Menschen.

Militante Palästinenser haben bisher über 1000 Raketen Richtung Israel abgefeuert. Das israelische Militär bombardiert im Gegenzug Ziele der radikal-islamischen Hamas.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Nach nächtlichen Angriffen sowohl von israelischer als auch von palästinensischer Seite ist ein Ende der Gewaltspirale in Nahost nicht absehbar: Die israelische Armee hat am Mittwochmorgen nach massivem Beschuss aus dem Gazastreifen Luftangriffe gegen die Häuser mehrerer Anführer der radikalislamischen Hamas geflogen.

Bei Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen waren zuvor fünf Israelis getötet worden, die Behörden in Gaza meldeten 35 Todesopfer. Die Gewalt war so heftig wie nie seit dem Gaza-Krieg von 2014.

Mehr als tausend Raketen im Gazastreifen abgefeuert

Nach Angaben der israelischen Armee wurden seit Montag mehr als tausend Raketen auf Israel abgefeuert. Rund 850 Raketen sind demnach abgefangen worden oder in Israel niedergegangen, etwa 200 weitere seien noch im Gazastreifen niedergegangen.

In der Stadt Lod bei Tel Aviv wurden ein Mann und ein Mädchen durch die Raketen aus dem Gazastreifen getötet. Ihr Auto sei von einem Geschoss getroffen worden, teilte die israelische Polizei mit. Zwei weitere Israelinnen waren am Dienstag in der Küstenstadt Aschkelon getötet worden, eine Frau starb bei einem Raketenangriff nahe Tel Aviv.

Raketenbeschuss und viele Tote - der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern spitzt sich weiter zu. ZDFheute live spricht u.a. mit Shimon Stein, ehemaliger Botschafter Israels.

Beitragslänge:
47 min
Datum:

Israelische Raketen zerstören Hamas-Gebäude

Die israelischen Luftangriffe trafen Augenzeugen zufolge Einrichtungen der Sicherheitskräfte in Gaza. Mehrstöckige Gebäude wurden in Trümmer gelegt. Israels Luftwaffe hat nach eigenen Angaben das Haus eines ranghohen Mitglieds der islamistischen Hamas-Organisation zerstört. Mehr als 200 Menschen seien verletzt worden.

Die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern im Nahen Osten ist trotz internationaler Appelle in den vergangenen Tagen eskaliert. In Ost-Jerusalem - und dort insbesondere auf dem Tempelberg - kam es zuletzt mehrfach zu Zusammenstößen. Auslöser waren unter anderem drohende Zwangsräumungen von palästinensischen Familien im Viertel Scheich Dscharrah. Anzeichen für ein Ende der Konfrontation gab es nicht.

Die jüngsten Angriffe der Hamas auf Israel wurden durch die EU und USA stark verurteilt. Allein gestern schlugen mehr als 200 Raketen aus dem Gaza-Streifen ein.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Bundesregierung verurteilt Angriffe auf Israel

Die Bundesregierung verurteilte die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Städte "auf das Schärfste". Diese seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte , Regierungssprecher Steffen Seibert. "Israel hat das Recht, sich im Rahmen der Selbstverteidigung gegen diese Angriffe zu wehren."

Bundesaußenminister Heiko Maas äußerte sich ähnlich. "Dass es jetzt noch eine derartige Eskalation der Gewalt gibt, ist weder zu tolerieren noch zu akzeptieren", sagte er. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet sprach von "abscheulichen Angriffen auf die Zivilbevölkerung".

Diese gezielten Angriffe der Hamas müssen aufhören - sofort.
Armin Laschet, Ministerpräsident NRW

Die Hamas habe keinerlei Interesse am Frieden im Nahen Osten und handele nicht in Sinne der Mehrheit der Palästinenser, so Laschet.

Russland und die USA riefen alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Angesichts der zunehmend entfesselten Gewalt in Nahost soll der UN-Sicherheitsrat am Mittwoch zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.