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Nach Vermittlung durch USA - Israel und Sudan normalisieren Beziehungen

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Sudan möchte diplomatische Beziehungen mit Israel aufnehmen. Offenbar erhofft sich der afrikanische Staat, dadurch von US-Terrorlisten gestrichen zu werden.

Donald Trump
US-Präsident Donald Trump während einer Telefonkonferenz zwischen Israel und Sudan am Freitag.
Quelle: AP

Israel und der Sudan haben unter US-Vermittlung eine Normalisierung ihrer Beziehungen vereinbart. Beide Länder hätten sich auf "eine Beendigung des Kriegszustandes zwischen ihren Nationen geeinigt", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der USA, Israels und des Sudan am Freitag.

Erfolg für Trumps Nahost-Politik

US-Präsident Donald Trump stellte bei einem Telefonat mit dem israelischen Regierungschef und der sudanesischen Führung zudem eine Annäherung zwischen Saudi-Arabien und Israel in Aussicht. In den vergangenen Monaten hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain unter US-Vermittlung ihre Beziehungen zu Israel normalisiert.

Die Normalisierung der Beziehungen Israels mit den arabischen Verbündeten der USA in der Region ist ein zentrales Ziel von Trumps Nahost-Politik.

Israel, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate haben im Weißen Haus eine historische Vereinbarungen zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen unterzeichnet. Die unterhält Israel bislang nur mit zwei arabischen Staaten: mit Ägypten und Jordanien.

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Sudan möchte US-Sanktionen los werden

Offenbar nutzte die US-Regierung die Streichung Sudans von einer Terrorliste als Mittel, um das Land zu einer Anerkennung Israels zu bewegen. Trump informierte den Kongress darüber, dass das ostafrikanische Land von der Liste der Terrorismus-Unterstützerstaaten genommen werden soll, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. Das ist ein formal notwendiger Schritt.

Die sudanesische Übergangsregierung habe rund 285 Millionen Euro zur Entschädigung von Überlebenden und Angehörigen der Opfer von Terroranschlägen bereitgestellt, erklärte das Weiße Haus. Der Schritt ermögliche "eine neue Zukunft der Zusammenarbeit und Unterstützung des laufenden und historischen demokratischen Übergangs" im Sudan.

Während der fast 30-jährigen Herrschaft des sudanesischen Machthabers Omar al-Baschir waren die Beziehungen zu den USA höchst angespannt. Der Sudan hatte unter anderem Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden aufgenommen. Al-Baschir wurde im April 2019 nach monatelangen Massenprotesten von der Armee gestürzt. Zivile Vertreter in Sudans Übergangsregierung lehnen eine Einigung mit Israel auch weiterhin ab.

Diplomatische Beziehungen ermöglichen Rüstungsgeschäfte

Viele der jüngsten diplomatischen Entwicklungen zwischen Israel und verschiedenen arabischen Staaten waren getrieben von sicherheitspolitischen Interessen wie Waffengeschäften und der Stärkung einer Allianz gegen den Iran.

Kurz nach Bekanntwerden der Einigung vom Freitag gaben Israels Regierungschef Netanjahu und sein Verteidigungsminister Benny Gantz ihre Zustimmung für ein Waffengeschäft zwischen den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten bekannt. Israel hatte sich zuvor gegen den Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen an arabische US-Verbündete gestemmt.

Darüber hinaus gibt es aber auch vermehrt zivile Kooperationen wie die Aufnahme direkter Flugverbindungen zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten.

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