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Truppenstärke in Afghanistan wird reduziert

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Nato-Generalsekretär Stoltenberg - Truppenstärke in Afghanistan wird reduziert

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Die Nato will ihre Truppenstärke in Afghanistan deutlich reduzieren - und zwar von 16.000 auf 12.000 Mann. Das sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg dem ZDF.

Jens Stoltenberg am 03.03.2020 in Brüssel
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg will die Anzahl der Soldaten in Afghanistan deutlich verkleinern.
Quelle: ZDF

Die Nato will nach der Unterzeichnung eines USA-Taliban-Abkommens über Wege zum Frieden in Afghanistan ein Viertel ihrer Truppen aus dem Land abziehen. "Wir planen eine Reduzierung von derzeit 16.000 Soldaten auf 12.000 Soldaten", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg dem ZDF. Davon würden rund die Hälfte Nicht-US-Truppen sein.

Zugleich unterstrich der Norweger, Bedingung für den Abzug der Nato-Kräfte sei stets, dass die militant-islamistischen Taliban sich an die Vereinbarungen des Abkommens halten.

Wir haben klar gemacht, dass wir einen echten Fortschritt sehen müssen, dass die Taliban liefern müssen.
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär

Man begrüße die ersten Schritte in Richtung einer dauerhaften ausgehandelten, politischen Lösung für die Krise in Afghanistan - gleichzeitig sei klar, dass der Weg zum Frieden lang und hart sein werde. Deutschland würde nach wie vor eine Schlüsselrolle in Afghanistan spielen. Weitere Details nannte er nicht.

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Am Samstag hatten Vertreter der USA und der Taliban das Abkommen unterzeichnet. Dieses sieht einen Abzug aller US- und internationalen Truppen bis Ende April kommenden Jahres vor, unter anderem im Gegenzug dafür, dass die Taliban Friedensgespräche mit der afghanischen Regierung aufnehmen - wenn die Vereinbarung nicht scheitert.

Auch für die Bundeswehr würde damit nach dann mehr als 19 Jahren der Einsatz am Hindukusch enden. Damit wäre eine Kernforderung der Taliban erfüllt, die den Abzug der ausländischen "Invasoren" verlangen.

Verpflichtung: Keine weitere Terrorbedrohung von Taliban aus

Die Taliban verpflichten sich in dem Abkommen unter anderem dazu, dass von Afghanistan keine Terrorbedrohung gegen die USA und ihre Verbündeten ausgeht. Der wichtigste Teil des Abkommens ist aber, dass die Taliban Verhandlungen mit der afghanischen Regierung zusagen - das wären die eigentlichen Friedensgespräche.

Die Gespräche sollen der Vereinbarung zufolge zu einem dauerhaften Waffenstillstand und einem politischen Fahrplan für die Zukunft Afghanistans führen. Die USA sicherten bereits zu, die Zahl ihrer Soldaten binnen 135 Tagen von rund 13.000 auf 8.600 zu verringern.

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