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Biden: Sieg in Ohio - Hilfe von Clinton

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US-Vorwahlen - Biden: Sieg in Ohio - Hilfe von Clinton

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Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Biden hat die Vorwahl in Ohio gewonnen. Erstmals wurde per Brief gewählt. Unterdessen hat Hillary Clinton Biden ihre Hilfe zugesagt.

Joe Biden und Hillary Clinton. Archivbild
Joe Biden und Hillary Clinton. Archivbild
Quelle: Michael Reynolds/EPA/dpa

Der - wahrscheinliche - Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat die Vorwahl in Ohio gewonnen. Eigentlich kein großer Akt - wäre da nicht der Fakt, dass es sich aufgrund der Corona-Krise um eine reine Briefwahl gehandelt hat.

Erste reine Briefwahl während Corona-Pandemie

Die Vorwahl war ursprünglich für den 17. März geplant gewesen. Die direkte Abstimmung in Wahllokalen war dann aber wenige Stunden vor Öffnung der Wahllokale abgesagt worden, begründet mit den Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus. Da in Ohio noch Ausgangsbeschränkungen gelten, stimmte die Bevölkerung nun also per Brief ab.

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Mehr als 50 Prozent weniger Wähler in Ohio

Es war der erste größere Test einer reinen Briefwahl inmitten der Coronavirus-Krise. Die Wahlbeteiligung war niedrig. Etwa 1,5 Millionen Stimmen seien abgegeben worden, teilten die Behörden mit. 2016 waren es noch 3,2 Millionen gewesen.

Dass die Wahlbeteiligung um gut 50 Prozent niedriger lag als sonst, ist insofern relevant, als dass einige Gouverneure bereits erklärt haben, sie wollten in Betracht ziehen, die Präsidentschaftswahl im November ausschließlich als Briefwahl stattfinden zu lassen. Die Frage ist, ob es den Demokraten dann besser gelingen würde, ihre Anhänger zu mobilisieren.

Hillary Clinton stellt sich hinter Biden

Neben dem Vorwahl-Sieg in Ohio bekam Joe Biden eine weitere gute Nachricht. Die frühere First Lady und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton stellt sich offiziell hinter den designierten Kandidaten Joe Biden.

Bei einer gemeinsamen Online-Videokonferenz mit Biden drückte Clinton ihre Unterstützung aus. Biden hat in den vergangenen Wochen bereits die Rückendeckung weiterer wichtiger US-Demokratinnen gewonnen, darunter seine frühere Mitbewerberin Elizabeth Warren und die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

Ich wünschte, du wärst jetzt schon Präsident.
Hillary Clinton

Clinton weiter: "Stellt euch vor, was es bedeuten würde, wenn wir einen richtigen Präsidenten hätten, und nicht nur jemanden, der im Fernsehen einen spielt," sagte die frühere Außenministerin der USA über den designierten Kandidaten Biden.

Biden hat Probleme sich Gehör zu verschaffen

Allerdings gelten sein hohes Alter und seine Anfälligkeit für Versprecher und Aussetzer als Schwachpunkte von Biden. Wegen der Coronavirus-Pandemie hat er sich zudem in sein Privathaus zurückgezogen und hat Schwierigkeiten, Gehör zu finden. Trump dagegen ist in der Krise in den Medien dauerpräsent.

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Vorwürfe zu sexuellen Übergriffen

Überschattet wird Bidens Wahlkampf derzeit auch von Vorwürfen zu einem angeblichen sexuellen Übergriff in den 90er Jahren. Eine frühere Mitarbeiterin aus Bidens Zeiten als US-Senator, Tara Reade, beschuldigt ihn, er habe sie 1993 in einem Senatsgebäude sexuell belästigt.

Bidens Kampagne wies die Anschuldigungen deutlich zurück, der Demokrat selbst äußerte sich noch nicht dazu. Große US-Medien, darunter die "Washington Post" und die "New York Times", starteten Recherchen. Eindeutige Belege für ihre Darstellung fanden sie nicht.

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