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Kritik des US-Klimabeauftragten - Kerry: "Jedes Land muss mehr machen"

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Der US-Klimabeauftragte Kerry kritisiert, zu viele Staaten hätten zu wenig Ambitionen, die Klimaziele umzusetzen. Den Vorwurf, die USA seien gegen CO2-Zölle, relativiert er im ZDF.

"Obwohl wir das Pariser Abkommen haben, steigen die Emissionen", so der US-Sonderbeauftrage für Klimafragen, John Kerry. Man müsse schneller arbeiten.

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Der US-Klimaschutzbeauftragte John Kerry hat die Staatengemeinschaft dazu aufgerufen, bis 2030 deutlich engagiertere Klimaziele zu formulieren. "Es ist wichtig, dass sämtliche Staaten realistische und dringende Pläne im Zeitraum von 2020 bis 2030 aufstellen", erklärt er im ZDF-Morgenmagazin. Man müsse anfangen, CO2-Emissionen jetzt zu reduzieren und könne nicht bis 2050 warten.

Aktuell besucht der frühere US-Außenminister Kerry Deutschland, um sich mit mehreren deutschen Politikern und Politikerinnen über die internationale Klimaschutzpolitik auszutauschen.

Kerry zu den von der EU geplanten CO2-Zöllen für klimaschädliche Importe

Kerry weist den Vorwurf zurück, dass die USA prinzipiell gegen solche Zölle seien. "Wir möchten genau sehen, was die Auswirkung davon sein werden", sagt er im ZDF.

CO2-Zölle seien aber eines der Werkzeuge, die man im Kampf für mehr Klimaschutz verwenden könne. Es gebe aber auch andere Alternativen.

Wir werden uns das ganz genau anschauen.
John Kerry, US-Klimaschutzbeauftragter

Kerry über das Pariser Klimaabkommen

Mit Blick auf das Pariser Klimaabkommen kritisiert Kerry, dass es vielfach nicht genug Ambitionen gebe, um die Klimaziele umzusetzen, die man sich gesetzt habe.

"Wenn wir die Emissionen nicht reduzieren, können wir das 1,5-Grad-Ziel und eine Netto-Emission von null bis 2050 nicht erreichen", sagt er und wendet sich dabei an die Staaten, die den Vertrag von Paris unterzeichnet haben.

Jedes Land muss mehr machen.
John Kerry, US-Klimaschutzbeauftragter

In Deutschland sieht Kerry einen wichtigen Partner im Kampf für den Klimaschutz, die Bundesregierung habe einen "ambitionierten Plan".

Die deutsche Regierung ist ein wichtiger Partner, um andere Länder dazu zu bewegen, ihre Klimaziele zu erreichen.
John Kerry, US-Klimaschutzbeauftragter

Kerry über Chinas Klimapläne

Man arbeite sehr eng mit China zusammen, so Kerry. "Wir hoffen sehr, dass sie sich uns anschließen werden und eine Führungsrolle anbieten, um sich dieser Herausforderung zu stellen", erklärt er im Interview.

Das Land strenge sich sichtbar an, um mehr für Klimaschutz zu tun. Kerry kritisiert aber gleichzeitig, dass China noch immer einen zu großen Anteil an Kohle-Energie verbrauche.

EU-Kommissar Timmermans über den Ernst des Klimawandels.

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Kerry über Atomkraft

Als wichtigsten Vorteil der Atomkraft, auf die die USA im Kampf gegen CO2 setzen, nennt Kerry die nicht anfallenden CO2-Emissionen. Auf die Frage, was die USA denn mit dem schädlichen Atommüll machen wollten, ging er nicht ein.

"Wir wollen die Atomkraftwerke allmählich abschalten, anstatt sie sofort abzuschalten, weil ansonsten Gas und Steinkohle die Alternativen zur Überbrückung wären und das wollen wir nicht", sagt Kerry mit Blick auf den Übergang zu einer Energiegewinnung durch erneuerbare Energien.

Kerry über den Nahost-Konflikt

Mit Blick auf den aktuellen Konflikt zwischen Israel und Palästina hofft der ehemalige US-Außenminister, dass es keinen weiteren Krieg zwischen beiden Ländern geben wird.

Joe Bidens Vorgänger im Amt des US-Präsidenten, Donald Trump, habe sich dem Thema in seiner Amtszeit "einseitig" gewidmet, und die Palästinenser nicht gut in Gespräche involviert, so Kerry.

Man habe den Nahost-Konflikt in den vergangenen Jahre aber nicht vernachlässigt, sagt Kerry.

ZDF-Reporter Axel Storm über die Situation in Israel und am Gaza-Streifen.

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