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USA gedenken Ende der Sklaverei - "Für Schwarze war Amerika nie großartig"

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Die USA haben an das Ende der Sklaverei erinnert. Im ganzen Land sind Menschen auf die Straße gegangen, um gegen fortbestehende Diskriminierung gegenüber Schwarzen zu protestieren.

Am 19. Juni 1865 wurde in Texas das Ende der Sklaverei verkündet. Immer noch kämpfen Schwarze gegen den andauernden Rassismus in den USA an.

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Am 19. Juni 1865 wurde in Texas das Ende der Sklaverei verkündet. Mehr als 150 Jahre später versammeln sich in Washington, D.C. und anderswo etliche Menschen, um gegen den andauernden Rassismus in den USA zu protestieren. Viele schwarze Menschen hätten damals sehr für ihre Freiheit gekämpft.

"Freiheit ist etwas, das alle Menschen weitergeben können unabhängig von ihrer Hautfarbe," sagt Raquel, eine Teilnehmerin der Demonstration. Juneteenth, wie der Gedenktag der Sklaverei hier heißt, war für sie noch nie so wichtig wie in diesen Wochen.

In den USA feiern viele Menschen das Ende der Sklaverei vor 155 Jahren. Vor dem Hintergrund der Rassismus-Debatte hat der Tag nochmal neue Bedeutung erlangt.

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Seit dem Tod von George Floyd durch Polizeigewalt in Minneapolis halten die Proteste im ganzen Land an. Viele Demonstranten wie Kimya machen die Trump Regierung mitverantwortlich für die Diskriminierung von People of Color. Trumps Wahlslogans wie "keep america great" sind für sie nur hohle Worte. "Der Präsident sagt, er macht Amerika großartig und sein neuer Wahlkampfspruch ist, Amerika soll großartig bleiben, aber für Schwarze war Amerika nie großartig."

Trump hält Wahlkampfveranstaltung ab

Viele kritisieren zudem Trumps Entscheidung, eine Wahlkampfveranstaltung an diesem Wochenende in Tulsa, Oklahoma abzuhalten. Tulsa wurde am 1. Juni 1921 Schauplatz eines Massakers, wobei Weiße hunderte Schwarze ermordeten. Eigentlich wollte Trump bereits am Freitag, dem Juneteenth in Tulsa auftreten, verschob die Kundgebung dann aber auf Samstag.

Für viele ist dies trotz allem ein Affront. "Trump hat die Nerven, am Ort des Massakers von Tulsa seine Wahlkampfveranstaltung abzuhalten, das ist so respektlos gegenüber den Menschen, die dieses Land aufgebaut haben. Dieses Land wurde von uns gebaut, war aber nie für uns", findet Demonstrantin Kesha.

Nach dem Fall George Floyd stehen die USA an einem Scheideweg: Wird sich diesmal wirklich etwas ändern an Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA?

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"Keine Gerechtigkeit, kein Frieden"

Kirstin, eine jung schwarze Jurastudentin ist mit ihrem Vater und Freunden gekommen, um die Protestteilnehmer zu überzeugen, bei der Präsidentschaftswahl im November wählen zu gehen. "Man muss den Protest von der Straße an die Wahlurnen bringen", fordert sie. Während der Protestzug sich auf den Weg zum Denkmal des berühmten Bürgerrechtlers Martin Luther King macht, rufen sie immer wieder: zeig mir, wie Demokratie aussieht – so sieht Demokratie aus. Gefolgt von, "schwarze Leben zählen" und "keine Gerechtigkeit, kein Frieden."

Schließlich gehen sie alle für 08:46 Minuten auf die Knie und gedenken George Floyd. Solange hatte der weiße Polizist auf Floyds Hals gekniet bevor dieser starb. Juneteenth bedeutet vielen dieses Jahr mehr als sonst. Der Kampf sagen sie, ist noch lange nicht zu Ende, dies sei erst der Anfang.

Der Autorin auf Twitter folgen @Alica_Jung

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