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Union sucht Kanzlerkandidaten - Brinkhaus: K-Frage jetzt schnell klären

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Unionsfraktionschef Brinkhaus gibt CDU und CSU 14 Tage Zeit, die K-Frage zu klären. CDU-Politiker Merz spricht sich derweil gegen eine Kanzlerkandidatur von Söder aus.

Ralph Brinkhaus (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, spricht im Bundestag.
Unionsfraktionschef Brinkhaus warnt, es dürfe in der K-Frage "keine Hängepartie bis Pfingsten" geben.
Quelle: dpa (Archiv)

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus plädiert für eine schnelle Klärung der K-Frage. Währenddessen spricht sich CDU-Politiker Friedrich Merz gegen CSU-Chef Markus Söder als Kanzlerkandidat der Union aus.

"Die Entscheidung, wer für die Union als Kanzlerkandidat antritt, sollte meines Erachtens in den nächsten zwei Wochen durch sein", sagte Brinkhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Brinkhaus warnt vor "Hängepartie"

Die Vorsitzenden von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, wollen bis Pfingsten entscheiden, wer als Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl im September antritt. Einen genauen Termin für die Entscheidung gibt es nicht.

Brinkhaus warnt, es dürfe "keine Hängepartie bis Pfingsten" geben. Beide haben ihre Kandidatur noch nicht offiziell angemeldet. Söder liegt in Umfragen zur Beliebtheit seit langem vor Laschet. Brinkhaus warnt allerdings davor, Umfragen zu überbewerten.

"Wer die Stimmen von Angela Merkel will, der muss auch eine Politik machen, wie sie sie gemacht hat", so Markus Söder (CSU) bei "Markus Lanz" zur Frage, wer Kanzlerkandidat der Union werden könnte.

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Baldauf: Schnelle Entscheidung bei K-Frage

Auch der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf drängt auf eine baldige Entscheidung. Baldauf sagte der "Bild": "Schluss mit dem Taktieren. Das geht zu Lasten der Union. Wir müssen raus aus dem Wartesaal, deshalb sollte die Entscheidung zeitnah fallen."

Beide potenziellen Kandidaten müssten nun eine einvernehmliche Lösung finden. "Dafür muss Markus Söder jetzt erstmal klipp und klar sagen - will er oder will er nicht?" Die Ungeduld vieler Parteimitglieder sei mit den Händen zu greifen.

K-Frage: Abgeordnete fordern Mitsprache

Eine große Gruppe von CDU-Abgeordneten in der Unionsfraktion im Bundestag hatte am Freitag ein Mitspracherecht bei der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur eingefordert. Rund 50 Abgeordnete hatten sich (Stand Freitagabend) nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einer Erklärung angeschlossen.

Der Aufruf konterkariert die bisherigen Planungen der Parteispitzen: "Als Mitglieder einer selbstbewussten CDU/CSU-Bundestagsfraktion erwarten wir, dass, bevor eine Festlegung dieser Tragweite verkündet wird, in einer parteiübergreifenden Fraktionssitzung von CDU und CSU darüber diskutiert und im Zweifel auch dort entschieden wird."

In diesen Tagen hat alles was Corona betrifft politisch einen doppelten Boden: Brücken-Lockdown und der Kampf ums Kanzleramt. Die Ministerpräsidenten Laschet und Söder wollten die K-Frage in der Union zwischen Ostern und Pfingsten klären.

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Kanzler-Kandidat: Merz gegen Söder

Zu den Unterzeichnern zählen mehrere erklärte Befürworter einer Kandidatur von CSU-Chef Markus Söder - so etwa die Abgeordneten Michael Donth, Markus Grübel, Ronja Kemmer, Matern von Marschall und Alexander Throm.

CDU-Politiker Merz spricht sich klar gegen Söder als Kanzler-Kandidat aus: "Die CDU kann sich den Kanzlerkandidaten eigentlich nicht nehmen lassen", sagte Merz dem "Westfälischen Anzeiger". Merz hatte im Januar den Kampf um den CDU-Bundesvorsitz gegen Armin Laschet verloren.

Söder vs. Laschet

Eine Kandidatur des bayerischen Ministerpräsidenten Söder könne in der gegenwärtigen Lage nicht im Interesse der CSU liegen, sagte Merz weiter. Trotz der schwachen Umfragewerte habe der CDU-Vorsitzende Armin Laschet unverändert gute Chancen:

Umfragen sind eine Augenblicksaufnahme. Sie taugen nicht für eine dauerhafte, langfristige und personalpolitisch strategische Entscheidung.
Friedrich Merz, CDU-Politiker

"In Bayern sind im Jahr 2023 Landtagswahlen. Die kann nach gegenwärtigem Stand der Dinge nur Markus Söder mit absoluter Mehrheit gewinnen." Ein Kanzler Söder würde zudem das Binnenverhältnis in der Union zu Lasten der CSU deutlich verändern.

Wer führt die Union aus der Krise?

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