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K-Frage in der Union - Expertin: Söder hat "Spaltpilz" in CDU gelegt

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"Markus Söder weiß, wie man sich strategisch geschickt verhält", sagt die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch im ZDF. Die K-Frage gefährde den Zusammenhalt innerhalb der CDU.

Politikwissenschaftlerin Ursula Münch im Interview: "CSU-Chef Söder übt sehr viel Druck aus."

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In Kampf um die Kanzlerkandidatur der Union hat CSU-Chef Markus Söder laut Politikwissenschaftlerin Ursula Münch einen "Spaltpilz" in die CDU gelegt.

Die K-Frage betreffe nicht nur das Verhältnis von CDU und CSU - das sei schon häufiger gestört gewesen - auch der Rückhalt für CDU-Chef Armin Laschet werde geschädigt. "Da hat ein Dominoeffekt eingesetzt", sagte Münch im ZDF.

Es habe eigentlich mit einer verhältnismäßig großen Geschlossenheit angefangen. Am vergangenen Dienstag habe man dann an den Äußerungen in der Bundestagsfraktion gesehen, "dass sich da doch der eine oder andere so viele Sorgen macht, dass er tatsächlich von Laschet zu Söder übergelaufen ist", so Münch.

Bei CDU und CSU läuft der Countdown in Sachen Kanzlerkandidatur. Bei der Tagung des CDU-Bundesvorstands soll möglicherweise eine Entscheidung zwischen Laschet und Söder fallen.

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Expertin: Söder "strategisch geschickt"

"Markus Söder weiß, wie man sich strategisch geschickt verhält", so die Politikwissenschaftlerin. Es ziehe sich durch seine berufliche Biografie, dass er sich den Rückhalt dort suche und vorgeben, ihn gefunden zu haben, "wo es eben am lautesten die entsprechenden Rufe gibt".

Dies habe sich etwa in der vergangenen Woche gezeigt, als Söder sagte, es genüge ihm nicht, wenn Parteigremien über die K-Frage entscheiden. Dieses Verhalten sei "nicht unbedingt populistisch".

Söder spreche besonders die Politiker an, die unsicher seien und sich Sorgen um ihr Mandat machten, so Münch.

Münch: Grüne werden mitregieren

Zur Möglichkeit einer grünen Kanzlerschaft sagte die Expertin: "Die Grünen werden auf jeden Fall mitregieren, würde ich sagen." Ob man auch die Kanzlerin stellen könne, hänge stark von den Koalitionsoptionen ab. Das sei ein "Unsicherheitsfaktor".

Denn die Perspektive einer grün-rot-roten Koalition könne vielleicht die grüne Basis erfreuen, die Wechselwählerschaft würde sie allerdings verschrecken. "Die Frage, wie verhält man sich eigentlich in der Sicherheitspolitik, in der Verteidigungspolitik - womöglich mit einem Partner Linkspartei - das ist etwas, was auch Umfragewerte unter Bedrängnis bringen kann."

Daher sei die Koalitionsfrage "im Grunde der offene Angriffspunkt auch für den politischen Gegner".

Entscheidung in der K-Frage - Union: Showdown am Abend? Noch zuckt keiner 

Sie kämpfen beide: Noch ziehen weder Laschet noch Söder in der K-Frage der Union zurück. Ein Machtkampf, der heute vielleicht enden könnte. Wie es anders geht, zeigen die Grünen.

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von Kristina Hofmann
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