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Pläne von Agrarministerin - Kabinett will Kükentöten verbieten

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Tierschützer laufen schon lange gegen das Kükentöten Sturm. Nun hat das Kabinett reagiert und plant ein Verbot der Praxis ab 2022.

Ein männliches Hühner-Küken sitzt auf einer Hand. Archivbild
Ein männliches Hühner-Küken sitzt auf einer Hand. Archivbild
Quelle: Peter Endig/zb/dpa

Das millionenfache Töten männlicher Küken in der Legehennenhaltung in Deutschland soll ab Anfang 2022 verboten sein. Das sehen Gesetzespläne von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) vor, die das Bundeskabinett auf den Weg brachte. Es sei ein "bedeutender Fortschritt für mehr Tierschutz", wenn diese unethische Praxis dann der Vergangenheit angehöre, sagte Klöckner.

Geschlechtsbestimmung vor dem Schlüpfen

Stattdessen sollen Verfahren einsetzbar sein, um das Geschlecht im Ei zu erkennen und männliche Küken gar nicht erst schlüpfen zu lassen. In einem zweiten Schritt ab Anfang 2024 sollen dafür nur noch Methoden erlaubt sein, die zu einem früheren Zeitpunkt beim Brüten funktionieren. Das soll Schmerz für das Embryo vermeiden.

In Deutschland werden jährlich rund 45 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen routinemäßig getötet, weil sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen. Tierschützer kritisieren das seit Jahren. Das Bundesverwaltungsgericht hatte 2019 entschieden, dass Tierschutzbelange schwerer wiegen als wirtschaftliche Interessen, und es erklärte die Praxis nur noch für eine Übergangszeit für zulässig.

Millionen männliche Küken werden jährlich kurz nach dem Schlüpfen getötet, da sie sich nicht vermarkten lassen. Klöckner plant, das massenhafte Töten ab Ende 2021 zu verbieten.

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