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Gefecht in Afghanistan : Flughafen Kabul: Sicherheitskraft getötet

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Am Flughafen Kabul hoffen weiter Tausende auf einen Evakuierungsflug. Indes gibt es Gefechte, eine Sicherheitskraft stirbt. Und die Angst vor Anschlägen steigt.

Bei einem Feuergefecht afghanischer Sicherheitskräfte sowie deutscher und US-amerikanischer Soldaten mit unbekannten Angreifern am Flughafen Kabul ist eine afghanische Sicherheitskraft getötet worden, wie die Bundeswehr auf Twitter mitteilte. Alle deutschen Soldaten seien unverletzt geblieben.

Gefecht am frühen Morgen

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Mindestens sechs Verletzte kamen mit Schusswunden ins Krankenhaus. Das teilte die Nichtregierungsorganisation Emergency am Montag bei Twitter mit, die ein Krankenhaus in Kabul betreibt. Es sei aber keiner der Angeschossenen in Lebensgefahr. Seit Samstag früh seien in dem Krankenhaus 14 Schwerverletzte aufgenommen worden, 26 weitere seien notärztlich behandelt worden.

Nach Angaben der Bundeswehr kam es zu dem Schusswechsel gegen 04.15 Uhr (MESZ) am Nordtor des Airports. Von dem Flughafen starten die Evakuierungsflüge, mit denen westliche Staaten nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban eigene Bürger und afghanische Ortskräfte außer Landes bringen.

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Bundeswehr bringt Menschen zum Flughafen

Die deutsche Botschaft hatte erst kurz zuvor gewarnt, dass es an den Zugängen immer noch sehr häufig zu gefährlichen Situationen und bewaffneten Auseinandersetzungen komme. Das Tor im Norden sei weiter geschlossen. Aufgrund der Sicherheitslage riet die Botschaft Bundesbürgern und afghanischen Ortskräften "dringend" von Fahrten zum Flughafen ab. Es sei vorläufig grundsätzlich sicherer, zu Hause oder an einem geschützten Ort zu bleiben.

Wie am Montag bekannt wurde, ist die Bundeswehr wegen der dramatischen Situation am Flughafen und der teils blockierten Zugänge nun auch außerhalb des geschützten Airports im Einsatz, um Menschen sicher zu den Evakuierungsflügen zu bringen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte am bei "Bild TV", es sei im Moment fast nicht mehr möglich, zum Flughafen zu gelangen. "Deswegen müssen wir sehr viel stärker dazu übergehen, die Leute sozusagen abzuholen. Das tun wir."

IS-Anschlag befürchtet

Die US-Regierung hatte erst am Sonntag Sorgen vor einem Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am Flughafen oder in der Umgebung geäußert. "Die Bedrohung ist real, sie ist akut, sie ist anhaltend", sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, im Sender CNN. Man nehme die Warnungen "absolut todernst". Die militant-islamistischen Taliban und der regional aktive Zweig des IS sind verfeindet und haben in der Vergangenheit gegeneinander gekämpft.

Die Bundeswehr hat inzwischen mehr als 2.700 Menschen aus Kabul ausgeflogen, darunter mehr als 1.800 Afghanen. In der Hauptstadt des Nachbarlandes Usbekistan, Taschkent, landete nach Angaben der Bundeswehr aus der Nacht ein Flugzeug mit 213 Passagieren. Vor einer Woche hatten die militant-islamistischen Taliban Kabul erobert und die Macht übernommen. Seitdem fürchten sich Oppositionelle, Journalisten, Menschenrechtler und auch Ortskräfte, die für westliche Staaten tätig waren, vor Racheaktionen.

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