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Harris: Trump nennt sie "fies", Obama "ideal"

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Joe Bidens Vize-Kandidatin - Harris: Trump nennt sie "fies", Obama "ideal"

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Die Schwarze Senatorin Kamala Harris zieht an der Seite von Joe Biden in den Wahlkampf - und könnte erste US-Vizepräsidentin werden. Ihre Nominierung wird gemischt aufgenommen.

Sollte Biden die US-Wahlen gewinnen, so wäre Harris die erste Schwarze und erste Frau überhaupt im Amt der Vizepräsidentin. Die Senatorin verfügt über große politische Erfahrung.

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Im Kampf um die Kandidatur der Demokraten für den US-Präsidentschaftswahlkampf waren Joe Biden und Kamala Harris noch teils erbitterte Konkurrenten. Nun ziehen die Senatorin aus Kalifornien und der Ex-Vizepräsident gemeinsam ins Rennen um das Weiße Haus. Die Reaktionen auf Bidens "Running Mate" fallen unterschiedlich aus.

In einer ersten Reaktion meldete sich Kamala Harris auf Twitter zu Wort. Sie fühle sich "geehrt", an der Seite von Joe Biden in die Wahl im November zu ziehen, schrieb die Senatorin. Biden "kann das amerikanische Volk einen, weil er sein ganzes Leben damit verbracht hat, für uns zu kämpfen". Er werde ein Land aufbauen, das "unseren Idealen gerecht" werde, fügte Harris hinzu.

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Biden: Harris ist eine furchtlose Kämpferin

Joe Biden nennt Harris eine furchtlose Kämpferin für den kleinen Mann und eine der besten Staatsdienerinnen. Für Harris habe er sich teils entschieden, weil "sie zu führen bereit" sei.

Sie versteht den Schmerz, den so viele Menschen in unserer Nation gerade erleiden.
Joe Biden, Präsidentschaftskandidat

Sie könne die Partnerin sein, die ihm dabei helfe, seine Versprechen einzulösen, nachhaltige Veränderungen in dem Land zu bewirken, das durch Amtsinhaber Donald Trump Schaden genommen habe, erklärte Biden weiter. Er und Harris würden "eine gespaltene Nation, und eine Welt in Unordnung" erben, sollten sie das Weiße Haus erobern.

Kamala Harris wurde als Vize-Präsidentschaftskandidatin für die Demokraten ins Rennen geschickt. "Sie will große Reformen durchführen", so ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.

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Obama: Eine ideale Partnerin für Biden

Harris hatte ein freundschaftliches Verhältnis zu Bidens verstorbenem Sohn Beau, der als Justizminister von Delaware ihr Amtskollege war. Auch diese Tatsache gilt bei Insidern als eines der Entscheidungskriterien von Biden.

Ex-US-Präsident Barack Obama glaubt, Harris sei die "ideale Partnerin, um Biden dabei zu helfen, die äußerst realen Herausforderungen anzugehen, mit denen Amerika gerade jetzt konfrontiert ist und in den kommenden Jahren."

Das ist ein guter Tag für unser Land. Jetzt lass uns das Ding gewinnen.
Barack Obama, Ex-US-Präsident

"Wenn du im Oval Office bist, die schwersten Probleme abwägst, und eine Entscheidung, die du triffst, die Leben und Existenzen eines ganzen Landes beeinflusst - da brauchst du jemanden bei dir, der das Urteilsvermögen und den Charakter hat, um die richtige Entscheidung zu treffen", betonte Obama.

Die 55-Jährige Senatorin Kamala Harris will als Vize-Präsidentin an der Seite von Joe Biden das Weiße Haus erobern. Kommende Woche sollen die Beiden formell zum Kandidaten-Duo gekürt werden.

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Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton würdigte Harris "als unglaubliche Beamtin und Anführerin". Susan Rice, die auch als aussichtsreiche Kandidatin für den Posten gehandelt wurde, übermittelte ihre "wärmsten Glückwünsche" und nannte Harris "eine hartnäckige und wegweisende Anführerin, die eine großartige Partnerin auf dem Kampagnenweg sein wird".

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Trump: Harris ist "fies" und "respektlos"

US-Präsident Donald Trump hat Bidens Vizepräsidentschaftskandidatin mit abschätzigen Äußerungen attackiert. Er warf Harris vor, im Vorwahlkampf der Demokraten "sehr fies" und "respektlos" mit Biden umgegangen zu sein. Sie stehe für Steuererhöhungen und eine Schwächung des Militärs.

Einige politische Beobachter betrachten Harris' Vergangenheit als kalifornische Justizministerin als Problem. Sie galt damals als hart und wenig reformorientiert, was sie insbesondere bei Minderheiten umstritten macht. Bürgerrechtsaktivisten halten Harris aber zugute, unter anderem mit der Veröffentlichung von Daten zu Polizeigewalt für viel Transparenz gesorgt zu haben. Politikprofessor David Barker sagt über Harris:

Sie wird von einigen Leuten (...), vor allem jungen Schwarzen, als Teil des Problem angesehen, nicht als Teil der Lösung.
David Barker, Politikprofessor

Harris wird dennoch zugetraut, besonders gut afroamerikanische Wähler mobilisieren zu können. Sie ist moderat, gesetzt, ihre Auftritte durchchoreographiert. Im Senat hat sie bewiesen, hartnäckig Fragen stellen zu können und eine Problemlöserin zu sein.

Sie verfügt zudem über große politische Erfahrung, kann gut debattieren und ist mit 55 Jahren deutlich jünger als der 77-jährige Biden, der bei einem Wahlsieg als ältester Präsident ins Weiße Haus einziehen würde. Kritisiert wird häufiger, dass sie sich ideologisch nicht verorten lässt.

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