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Eindrücke aus Katar : Breyer: "Willkommen sind Schwule dort nicht"

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ZDF-Reporter Jochen Breyer hat hinter die Kulissen von Katar geblickt. Einige Klischees im Umgang mit Homosexuellen und Frauen sieht er bestätigt.

Für seine ZDF-Dokumentation "Geheimsache Katar" beleuchtet Sportmoderator Jochen Breyer zusammen mit Julia ‎Friedrichs die Hintergründe der umstrittenen WM-Vergabe.

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ZDF-Moderator Jochen Breyer hat nach den homophoben Aussagen des WM-Botschafters von Katar eine Gefahr für Homosexuelle bei dem Fußball-Großereignis als gering eingeschätzt. Die Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) habe nach ihrem Besuch vor Ort eine Sicherheitsgarantie abgegeben, sagte Breyer im ZDF-Mittagsmagazin. Breyer könne sich "ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass Katar dort Schwule festnehmen" werde. "Das wäre ein weltweiter, internationaler Skandal", so der ZDF-Moderator.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hatte gegenüber ZDFheute gefordert, dass das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für queere Menschen ausprechen solle. Die Aussagen Salmans seien verstörend und eine Bedrohung gegenüber queeren Menschen. Homosexuelle Handlungen sind in Katar verboten und können mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft werden.

WM-Botschafter in ZDF-Doku - Salman: Homosexualität "geistiger Schaden" 

Zwar seien sie offiziell bei der WM willkommen - wie die Machthaber Katars aber tatsächlich über Menschen aus der LGBTQ-Szene denken, wird in einer neuen ZDF-Doku deutlich.

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Für ihn gehe es um mehr als um Sicherheit, sagte Breyer. Die WM sei ein weltweites Fußballfest, zu dem sich alle eingeladen fühlen sollten. "Und willkommen sind Schwule dort nicht", machte er deutlich. Das habe er bei seiner Recherche zur Doku "Geheimsache Katar" vor Ort schon gespürt und das sehe man auch an den Aussagen des Botschafters Khalid Salman, den er interviewt habe.

Breyer: Klischees zum Umgang mit Frauen bestätigt

Auch zur Wahrnehmung von Frauen hätten sich leider in den Gesprächen vor Ort viele Klischees bestätigt, so Breyer. Angesprochen auf die Notwendigkeit von Vollverschleierung von Frauen, seien Vergleiche mit Süßigkeiten gezogen worden. "Es gibt eine verpackte Süßigkeit, die liegt links, da hat noch niemand reingebissen [...] und es gibt eine unverpackte. Welche würdest du nehmen?", zitierte Breyer einen Gesprächspartner.

Sehen Sie hier die Doku "Geheimsache Katar" in voller Länge.

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43 min
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Er sei überrascht gewesen, mit welcher Offenheit diese Thesen verbreitet wurden. "Man schämt sich dort nicht dafür, das ist nun mal die Weltsicht, die man hat und man findet die auch richtig."

Katar: Sportereignisse als Strategie

Katar investiert viel in die WM und in andere Sportereignisse wie beispielsweise die Formel 1. "Das hat einen geostrategischen Grund", erklärt Breyer. Katar sei ein sehr kleines, aber auch sehr reiches Land mit vielen mächtigen Nachbarn wie Saudi-Arabien und dem Iran.

Katar hätte schon immer Angst gehabt überfallen zu werden, weil es auch kein großes Militär habe. "Also hat sich Katar überlegt: Was kann uns schützen?", erklärt Breyer die Hintergründe. Die Absicht sei gewesen, über Sportereignisse international sichtbar zu werden.

Nach homophober Aussage - Queerbeauftragter fordert Teil-Boykott der WM 

Schwulsein ist "ein geistiger Schaden", sagt der WM-Botschafter Katars. Ministerin Faeser kritisiert die Aussage, der Queerbeauftragte der Bundesregierung fordert den Teil-Boykott.

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von Dominik Rzepka
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