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Streit um Routenänderung - Austrian-Airlines-Flug nach Moskau abgesagt

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Weil Russland eine Routenänderung zur Umgehung des belarussischen Luftraums nicht genehmigen wollte, hat die Fluggesellschaft Austrian Airlines einen Flug nach Moskau gestrichen.

Archiv: Flugzeug von Austrian Airlines am 26.02.2021 in Wien
Russland verweigertAustrian Airlines Genehmigung für Flug nach Moskau
Quelle: dpa

Die zur Lufthansa gehörende Austrian Airlines hat sich am Donnerstag zur Absage eines Linienflugs von Wien nach Moskau gezwungen gesehen. Die Maschine hätte aufgrund einer Empfehlung der EU-Agentur für Luftsicherheit (EASA) Weißrussland umfliegen sollen, teilte die österreichische Fluglinie mit. Austrian Airlines erklärte am Donnerstag, sie habe Flüge über Belarus gemäß einer Empfehlung der europäischen Flugsicherheitsbehörde Easa ausgesetzt. Für die Flugstrecke Wien-Moskau sei daher eine Routenänderung erforderlich gewesen. "Die russischen Behörden haben uns diese Erlaubnis nicht erteilt."

Nach gezwungener Landung

Das österreichische Verkehrsministerium bestätigte die Streichung des Flugs. Russlands Verkehrsministerium wollte den Vorfall auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht kommentieren.

Die EU-Außenminister beraten in Lissabon über das weitere Vorgehen gegen Belarus. Im Raum steht ein neues Sanktionspaket, das sich gegen Staatsbetriebe richtet.

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Belarus hatte am Sonntag eine Ryanair-Maschine auf dem Weg von Athen nach Vilnius unter dem Vorwand einer Bombendrohung und mit einem Kampfjet zur Zwischenlandung in Minsk gezwungen. Dort wurden der in Polen und Litauen im Exil lebende Regierungskritiker Roman Protassewitsch und seine aus Russland stammende Freundin festgenommen.

Sperrung des Luftraums

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten daraufhin am Montagabend die Sperrung des Luftraums für Flugzeuge aus Belarus sowie ein Landeverbot auf EU-Flughäfen vereinbart. Sie riefen Airlines aus der EU auf, das autoritär regierte Land nicht mehr zu überfliegen. Zahlreiche Fluggesellschaften kündigten an, ihre Flugrouten anzupassen.

Keine Flüge nach Deutschland

Daraufhin hat die belarussische Fluggesellschaft Belavia alle Flüge nach Deutschland bis Ende Oktober eingestellt. Betroffen von dem Stopp sind auch sechs weitere EU-Länder: Polen, Italien, Österreich, die Niederlande, Spanien und Belgien. Laut Belavia können die Tickets zurückgegeben oder umgetauscht werden. Hintergrund ist eine Entscheidung der EU, künftig keine Starts und Landungen von belarussischen Fluggesellschaften und keine Überflüge mehr zu erlauben.

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