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Ukraine-Krieg : Das passierte an Tag sieben der Invasion

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Eine Explosion in Bahnhofsnähe erschüttert Kiew. Die UN-Vollversammlung fordert von Russland einen Truppenabzug. Der siebte Tag der Invasion im Überblick.

Russische Streitkräfte verstärken die Angriffe auf Kiew und andere große Städte in der Ukraine. Die Zahl der zivilen Opfer steigt, genaue Zahlen bleiben unklar. Ukraine-Präsident Selenskyi ruft mit Durchhalteparolen weiter zur Verteidigung auf.

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Ukraine-Krieg - So verlief Tag acht nach dem Einmarsch 

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) nimmt Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Ukraine, Mariupol Berichten zufolge ohne Strom. Die aktuellen Entwicklungen.

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Ein Mitglied der Territorialverteidigung, wischt sich im Hinterhof eines Hauses, das nach Angaben von Anwohnern durch einen russischen Luftangriff beschädigt wurde, außerhalb der ukrainischen Hauptstadt Kiew, das Gesicht ab
Zerstörungen in Gorenka, außerhalb der ukrainischen Hauptstadt Kiew.
Quelle: dpa
  • Die UN-Vollversammlung hat den Angriff Russlands auf die Ukraine mit großer Mehrheit verurteilt und Russland zum Ende seiner Aggression aufgefordert. 141 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen stimmten am Mittwoch in New York für eine entsprechende Resolution. 35 Länder enthielten sich, 5 lehnten den Beschluss ab. Außenministerin Baerbock (Grüne) schrieb auf Twitter von einem "historischen Ergebnis"

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Mit einer deutlichen Mehrheit verurteilen die Vereinten Nationen den russischen Angriffskrieg. ZDF-Korrespondent Johannes Hano erklärt, was dieses Ergebnis bedeutet.

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Was im Krieg in der Ukraine aktuell passiert

  • Vier russische Kampfflugzeuge haben nach schwedischen Angaben den Luftraum über Schweden verletzt. Der kurzzeitige Vorfall habe sich am Mittwoch östlich der Ostsee-Insel Gotland über dem Meer ereignet, teilten die schwedische Streitkräfte am Abend mit.
  • Der staatliche Notfalldienst der Ukraine meldet mehr als 2.000 getötete Zivilisten seit Beginn der Invasion. Die Vereinten Nationen haben hingegen erst 136 getötete Zivilisten registriert.
  • Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau sind bisher 498 russische Soldaten getötet worden. Zudem seien 1.597 Soldaten verletzt. Es sind die ersten offiziellen Zahlen dazu aus Russland. Die Ukraine erklärt hingegen, dass bereits über 7.000 russische Soldaten seit Beginn der Invasion getötet worden. Hunderte seien gefangen genommen worden, darunter auch Offiziere, sagt Olexij Arestowitsch.
  • Präsident Putin hat erneut mit dem israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett telefoniert, wie der Kreml mitteilt. Es sei um die von Russland geführte "Spezial-Militäroperation" gegangen. Russland fordert eine "Demilitarisierung" der Ukraine.
  • Der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat auf Facebook und Twitter zu Protesten in Russland und Belarus gegen den russischen Einmarsch in die Ukraine aufgerufen. Nach Angaben des Bürgerrechtsportals Owd-Info seien seit Beginn der Anti-Kriegs-Demonstrationen 7.586 Menschen in Gewahrsam genommen worden. Am Mittwoch habe es in mehr als 25 russischen Städten Proteste gegeben.

Moskau-Korrespondent Christian Semm berichtet von russischen Soldaten-Müttern, die den Kontakt zu ihren Söhnen verloren hätten. Nawalny rufe aus der Haft zu Protesten auf.

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  • Russland hat der Ukraine weitere Verhandlungen noch am Mittwoch angeboten. Die russische Delegation sei bereit, die Gespräche am Abend wieder aufzunehmen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch sagte der Agentur Ukrinform: "Was die Gespräche betrifft: Es ist nicht bekannt, ob sie stattfinden werden." Abstimmungen zu Zeit und Ort dauerten an.

Offenbar sind neue Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland geplant. ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf mit einer Einschätzung.

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So ist die Lage in den ukrainischen Städten

  • In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist es am Mittwochabend zu neuen Luftangriffen gekommen. Nach Angaben des staatseigenen Bahnunternehmens Ukrsalisnyzja schlug ein Geschoss südlich des Hauptbahnhofs ein. Zuvor hatte Bürgermeister Vitali Klitschko in den sozialen Medien erklärt: "Wir bereiten uns vor und werden Kiew verteidigen!" Militärangaben zufolge wurde die Siedlung Makariw im Westen der Region Kiew zurückgeholt.

Russische Streitkräfte verstärken die Angriffe auf Kiew und andere große Städte in der Ukraine. Ukraine-Präsident Selenskyi ruft mit Durchhalteparolen weiter zur Verteidigung auf.

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  • Dem Bürgermeister der südukrainischen Stadt Cherson zufolge sind russische Soldaten in das Bürgermeisteramt eingedrungen. In einer Erklärung ruft Igor Kolychajew die russischen Truppen in der Stadt auf, nicht auf Zivilisten zu schießen. Diese sollen nur tagsüber und alleine oder zu zweit auf die Straße gehen. "Wir haben keine Streitkräfte in der Stadt, nur Zivilisten und Menschen, die hier leben wollen", heißt es weiter.
  • Die strategisch wichtige ukrainische Hafenstadt Mariupol steht nach Angaben ihres Bürgermeisters Wadym Boitschenko unter russischem Dauerbeschuss. Die Stadt sei über 14 Stunden ununterbrochen angegriffen worden. Neben dem Hafen wurden nach Angaben von Behördenvertretern auch zivile Ziele angegriffen, darunter eine Entbindungsstation und eine Schule. 42 Menschen seien verletzt.
  • Die Ukraine fordert im ostukrainischen Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, eine Feuerpause, um Zivilisten in Sicherheit zu bringen. Zuvor hatten russische Soldaten nach einem Medienbericht ein medizinisches Zentrum des Militärs angegriffen. Es sei zum Kampf mit ukrainischen Einheiten gekommen, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur Unian.
  • Unian meldet außerdem einen Luftangriff in der ukrainischen Großstadt Schytomyr. Nach Angaben der Behörden wurden vier Menschen getötet. Schytomyr liegt etwa 140 Kilometer westlich von Kiew und ist die Heimat der 95. Elite-Luftlandebrigade.

Wie die Welt reagiert

  • Die Weltbank stoppt nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung sämtliche Progamme in Russland und Belarus. Seit 2014 hat die Weltbank keine Kredite mehr an Russland vergeben, nachdem Moskau die ukrainischen Halbinsel Krim annektiert hatte.
  • Die EU hat neue Sanktionen gegen Belarus als engen Verbündeten Russlands verhängt. Betroffen sind 22 hochrangige Militärs, wie aus einer am Mittwoch im EU-Amtsblatt veröffentlichten Sanktionsliste hervorgeht. Darunter sind mehrere Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums in Minsk.
  • Die USA kündigten weitere Sanktionen gegen Russland und die Einführung strikter Kontrollen für den Export von Hightech-Produkten nach Belarus an. Die neuen Sanktionen richten sich gegen 22 russische Rüstungsunternehmen, wie das Weiße Haus am Mittwoch erklärte.
  • Die Außenminister der USA und der EU beraten am Freitag auf einer Sondersitzung über den Krieg in der Ukraine. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell teilte am Mittwoch mit, er habe die Außenminister der EU-Staaten, der USA, der Ukraine, Großbritanniens und Kanadas zu dem Treffen eingeladen.
  • Die angekündigten deutschen Waffenlieferungen für die Ukraine sind angekommen. Das Material sei an die ukrainische Seite übergeben worden, teilte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Bundesregierung hatte am Wochenende angekündigt, 1.000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen zu liefern.
  • Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat Rumänien den militärischen Beistand Deutschlands beim Schutz der Nato-Ostflanke zugesichert. "Wir sind vorbereitet, wir sind gut aufgestellt und wir sind entschlossen; entschlossen, unser Bündnis zu verteidigen", sagte sie vor Ort. An Wladimir Putin sagte sie:
Hier wird keinen Millimeter gewichen. Das ist ein Zeichen, das gesendet werden muss gegenüber diesem brutalen Diktator, der so viel Leid über die Menschen bringt.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht
  • Der russische Milliardär Roman Abramowitsch kündigte den Verkauf des FC Chelsea angekündigt. Der mögliche Nettogewinn solle über eine Stiftung den Opfern des Kriegs in der Ukraine zugutekommen, schrieb der 55-Jährige in einer Mitteilung des englischen Fußball-Topclubs.
  • Als eine der Sanktionen auf den Krieg in der Ukraine ist die Verbreitung der russischen Staatsmedien RT und Sputnik in der EU ab sofort verboten. Die Maßnahme trat am Mittwoch mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft. Umgesetzt werden muss sie von den Medienregulierern der EU-Staaten. Der Ausschluss russischer Banken vom Swift-System wird nach Ratsangaben in zehn Tagen wirksam.

Im Krieg ist Desinformation eine wichtige Waffe. In der EU sind die russischen Staatsmedien RT und Sputnik deshalb nun verboten. Doch auch online gibt es viel russische Propaganda.

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  • Die Nato wird Bundeskanzler Olaf Scholz zufolge nicht militärisch in den Krieg in der Ukraine eingreifen. "Das wäre in dieser Situation falsch", sagte Scholz bei seinem Antrittsbesuch in Israel. Man werde die Ukraine aber weiter unterstützen.
  • Nach der EU und Kanada werden auch die USA ihren Luftraum für russische Flugzeuge schließen. Dies werde Russland weiter isolieren und die wirtschaftlichen Kosten für Moskau nochmals erhöhen, sagte US-Präsident Joe Biden in seiner ersten offiziellen Rede zur Lage der Nation. Zu Beginn seiner einstündigen Rede hatte Biden die anwesenden Senatoren und Abgeordneten aufgerufen, sich als Symbol der Unterstützung für die Ukraine zu erheben. Die Parlamentarier spendeten dabei lauten Beifall für die als Gast eingeladene ukrainische Botschafterin in den USA, Oksana Markarova.

In seiner ersten Rede zur Lage der Nation spricht US-Präsident Biden der Ukraine Solidarität zu und verkündet neue Sanktionen gegen Russland. Auch Thema: Corona und die Inflation.

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Wohin die Menschen vor der Invasion fliehen

  • Seit Beginn der russischen Invasion sind nach Angaben der Vereinten Nationen bis Anfang dieser Woche 874.000 Menschen aus dem Land geflüchtet. 454.000 seien nach Polen geflohen, erklärte das Hilfswerk UNHCR, dahinter folge Ungarn mit 116.000 Flüchtlingen.

Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine steigt weiter deutlich. Wer das Land verlassen will, versucht, im bis jetzt relativ sicheren Lemberg einen Zug Richtung Westen zu bekommen.

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  • In Berlin kamen allein am Dienstagabend nach Behördenangaben etwa 1.300 Menschen mit drei Zügen am Berliner Hauptbahnhof an. Am Mittwoch wurden fünf weitere direkte Züge aus Warschau erwartet. Die tatsächliche Zahl der Ankommenden dürfte noch höher liegen, weil ein Teil der Menschen privat unterkommt oder weiterreist.
  • Das UNHCR rechnet mit insgesamt rund vier Millionen Flüchtlingen und warnt vor der möglicherweise größten Vertriebenenkrise in Europa in diesem Jahrhundert.

Was zuvor im Ukraine-Krieg passiert war

Russland hatte am vergangenen Donnerstagmorgen mit einem Großangriff auf die Ukraine begonnen. Innerhalb weniger Stunden waren die russischen Bodentruppen bis in den Großraum Kiew vorgedrungen. Die Hauptstadt steht im Fokus der Angriffe im Ukraine-Krieg.

So verlief Tag sechs der Invasion - zusammengefasst hier im Video:

Kiew wurde Ziel russischer Angriffe. Der Fernsehturm der Stadt wurde am Nachmittag durch Raketen getroffen. Auch in anderen Regionen der Ukraine, insbesondere im Süden und Norden rückte das russische Militär weiter vor.

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Wie konnte es zu diesem Konflikt überhaupt kommen? Ein Blick zurück in die Historie:

Die Montage zeigt in der linken Bildhälfte Russlands Präsidenten Wladimir Putin vor russischer Flagge. In der rechten Bildhälfte sind mehrere Menschen zu sehen, die vor einer zerstörten Häuserfassade stehen. Die rechte Hälfte ist in die Farben der ukrainischen Flagge getaucht.

Nachrichten | Politik - Chronik: Wie konnte die Lage so eskalieren? 

Nato-Osterweiterung, Maidan-Proteste, Krim-Annexion: Entdecken Sie im Zeitstrahl die Hintergründe des Russland-Ukraine-Konflikts.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

ZDF-Korrespondent Johannes Hano berichtet aus Odessa.

Nachrichten | heute - "Liefert uns Waffen!" 

In der Ukraine tobt weiter Krieg. ZDF-Korrespondent Johannes Hano berichtet aus Odessa, im Süden der Ukraine, über die aktuelle Lage.

23.05.2022
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