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Luxemburg nimmt junge Flüchtlinge auf

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Von griechischen Inseln - Luxemburg nimmt junge Flüchtlinge auf

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Die ersten zwölf unbegleiteten Minderjährigen wurden aus griechischen Flüchtlingslagern nach Luxemburg gebracht. Am Wochenende sollen 58 Kinder nach Deutschland kommen.

Die EU-Staaten hatten vor Wochen vereinbart, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus den völlig überfüllten Lagern in Griechenland zu übernehmen. Heute landeten in Luxemburg die ersten zwölf, sie kommen aus den Lagern auf Lesbos und Chios.

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Die ersten minderjährigen Flüchtlinge sind aus überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln nach Luxemburg umgesiedelt worden.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn richtete einen dringenden Appell an alle EU-Mitgliedsstaaten, ebenfalls unbegleitete Minderjährige aus den Flüchtlingslagern in Griechenland aufzunehmen.

Mit Blick auf Tausende Not leidende Kinder in den Lagern erklärte Asselborn im Deutschlandfunk, dies könne nur der Anfang sein.

Der Anfang ist gemacht und das ist ein Quäntchen Solidarität, das wir den Griechen und den Flüchtlingen geben müssen.
Jean Asselborn, Außenminister Luxemburg

Zusagen von weiteren EU-Ländern

Neben Deutschland haben sich neun EU-Staaten sowie die Schweiz Anfang März bereit erklärt, insgesamt 1.600 minderjährige Flüchtlinge von den griechischen Inseln zu übernehmen. Zu den Ländern zählen: Belgien, Bulgarien, Frankreich, Kroatien, Finnland, Irland, Portugal, Luxemburg und Litauen.

Er sei optimistisch, dass weitere Länder folgen werden, erklärte Asselborn im Deutschlandfunk.

Es gibt keinen Grund, Kinder auf den Müllhalden der Inseln in Griechenland verkommen zu lassen.
Jean Asselborn, Außenminister Luxemburg

In erster Linie sollen unbegleitete Minderjährige evakuiert werden, womöglich aber auch kranke Kinder mit ihren Familien.

Kinder sollen nach Quarantäne auf Bundesländer verteilt werden

Deutschland will insgesamt 350 bis 500 unbegleitete Minderjährige aus den überfüllten Lagern aufnehmen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte, die Regierung erwarte, dass auch andere EU-Staaten, die ihre Zusage aufgrund der Corona-Pandemie erst später erfüllen wollen, zu ihren Verpflichtungen stehen.

In Deutschland sollen die Neuankömmlinge wegen der Corona-Pandemie zunächst 14 Tage lang in Niedersachsen in Quarantäne kommen. Danach sollen sie auf die Bundesländer aufgeteilt werden. Dabei würden auch Angebote aufnahmebereiter Kommunen berücksichtigt, so der Sprecher des Innenministeriums.

Das ohnehin schon überfüllte Flüchtlingslager in Moria bietet den perfekten Nährboden für das Coronavirus. Doch statt zu handeln, bleibt die EU uneinig.

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Die Lage in den Flüchtlingslagern auf den ägäischen Inseln gilt als katastrophal: Dort leben mehr als 36.000 Menschen in Camps, die eigentlich nur für etwas mehr als 6.000 Menschen ausgelegt sind. Hinzu kommt nun die Angst vor einer Verbreitung des Coronavirus in den Einrichtungen.

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