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Pädophile Täter - Schwesig fordert harte Strafen bei Missbrauch

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Nach den jüngsten Missbrauchsfällen in NRW beklagt Ex-Familienministerin Schwesig zu milde Urteile für pädophile Straftäter. Über den Bundesrat will sie härtere Strafen einfordern.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Schweriner Landtag.
Fordert mehr Sicherheit vor Wiederholungstätern: Manuela Schwesig.
Quelle: dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig will über eine Bundesratsinitiative eine Strafverschärfung bei Kindesmissbrauch herbeiführen. "Mecklenburg-Vorpommern wird einen Antrag beim nächsten Bundesrat einbringen. Jeder Missbrauch muss grundsätzlich als Verbrechen geahndet werden, denn er ist immer ein Verbrechen an der Seele und dem Körper eines Kindes", sagte sie der "Bild am Sonntag".

Damit würde die Mindeststrafe automatisch ein Jahr Haft betragen. Auch bei Kinderpornografie müsse ein höheres Strafmaß als bisher gelten.

Denn hinter den Bildern und Videos steht reale und brutale Gewalt gegen ein Kind.
Manuela Schwesig

Die ehemalige Bundesfamilienministerin beklagte zu milde Urteile bei Kindesmissbrauch.

Mehr Sicherheit vor Wiederholungstätern

"Es kann nicht sein, dass es immer wieder Täter gibt, die bereits wegen Kindesmissbrauch vorbestraft sind und dann erneut ein Kind Opfer wird. Künftig muss es weniger Bewährungsstrafen und mehr Sicherheit vor Wiederholungstätern geben."

Auch müsse die Polizei bundesweit mit modernster IT-Technik ausgestattet sein, um die Täter besser verfolgen zu können. Mecklenburg-Vorpommern rüste bereits auf.

Täter von Münster war zweifach vorbestraft

Am vergangenen Wochenende war ein Fall schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen Kinderpornografiebesitzes zweifach vorbestraft. Bislang gab es in dem Fall in Münster Festnahmen von elf Tatverdächtigen aus mehreren Bundesländern. Sieben von ihnen sitzen in Untersuchungshaft.

Die Union hatte daraufhin Strafverschärfungen verlangt. Auch Bundesjustizministern Christine Lambrecht (SPD) schwenkte nach anfänglicher Skepsis um und will nun rasch härtere Strafen auf den Weg bringen.

Archiv: Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes an einer Wand eines Zimmers am 12.01.2014

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