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Reaktionen auf Klimabericht - Schulze: "Der Planet schwebt in Lebensgefahr"

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Nach der Veröffentlichung des neuen Sachstandsberichts des Weltklimarats drängt Umweltministerin Schulze auf mehr Klimaschutz. Der Planet schwebe in Lebensgefahr.

Nordrhein-Westfalen, Aachen: Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit spricht im Rahmen Ihrer Sommerreise bei einem Besuch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.
Nordrhein-Westfalen, Aachen: Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit spricht im Rahmen Ihrer Sommerreise bei einem Besuch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.
Quelle: dpa

Nach der Veröffentlichung des neuen Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC reagieren Vertreter und Vertreterinnen von Politik, Wirtschaft und Verbänden.

Umweltministerin drängt auf mehr Klimaschutz

Bundesumweltministerin Svenja Schulze forderte eine rasche Abkehr von Kohle, Öl und Gas und einen Ausbau von der Sonnen- und Windkraft. "Es gab schon genug Weckrufe und Appelle", erklärte die SPD-Politikerin in Berlin.

Der Planet schwebt in Lebensgefahr und mit ihm seine Bewohner
Svenja Schulze, SPD, Umweltministerin

Der Bericht beseitige jeden Zweifel am menschengemachten Klimawandel, zeige aber auch die Hoffnung auf, dass mit einer CO2-Emissionsreduktion die derzeitige Entwicklung verlangsamt werden könne. Schulze forderte intensive Bemühungen der internationalen Gemeinschaft.

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Die Hochwasserkatastrophe in West- und Süddeutschland zeige darüber einmal mehr auf, wie wichtig die Vorbereitung auf Wetterextreme sei, die mit fortschreitendem Klimawandel häufiger zu erwarten seien. Dabei müsse die Forschung helfen, Extremwetter noch genauer regional vorherzusagen und Handlungsempfehlungen zur Verfügung zu stellen.

Es sei physikalisch eindeutig, dass CO2 die Temperatur des Planeten erhöhe, sagt Prof. Anders Levermann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung vor der Veröffentlichung des neuen Berichts des Weltklimarats. Die Wetter-Extreme würden weiter zunehmen.

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3 min
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Bundesforschungsministerin will in Wissenschaft investieren

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht den neuen Bericht des Weltklimarats IPCC als erneutes "nicht mehr zu überhörendes" Warnsignal.

Wir werden deshalb nochmals spürbarer in Wissenschaft und Forschung investieren, um dem Klimawandel mit aller Kraft entgegenzutreten
Anja Karliczek (CDU), Forschungsministerin

Forschungsministerin Karliczek kündigte an, Deutschland solle das "Zentrum für die Entwicklung von klimafreundlichen Technologien" werden. Hierzu zählten neben dem sogenannten grünen Wasserstoff für eine klimaneutrale Industrie auch Methoden zur CO2-Entnahme aus der Atmosphäre, erklärte sie."

Forschung muss dabei helfen, Extremwetter noch genauer regional vorherzusagen", mahnte sie weiter mit Blick auf die jüngste Flutkatastrophe in Deutschland. In Zukunft müssten Forschungsergebnisse "noch gezielter und vor allem schneller" in die Anwendung gebracht werden.

Greenpeace spricht von Klimaschutz im "Schneckentempo"

Die Umweltorganisation Greenpeace hat Regierungen und Unternehmen ein zu zögerliches Handeln beim Klimaschutz vorgeworfen. "Das Schockierende dieses Berichts ist, dass alles Alarmierende darin abzusehen war - und doch bewegen sich Regierungen und Konzerne beim Klimaschutz noch immer im Schneckentempo", erklärte Greenpeace-Klimaexperte Christoph Thies am Montag. Der Bericht zusammen mit den jüngsten Bildern von Bränden und Fluten müsse "die Politik aufrütteln", mahnte er.

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Thies nannte es "eine enorme gesellschaftliche Herausforderung", die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. "Aber die Folgen einer ungebremsten Klimakrise konfrontieren die Welt mit ungleich größeren Herausforderungen, die die Ärmeren zuerst treffen." Als Beispiele nannte Thies immer mehr Brände, häufigere Überflutungen und Dürren - diese würden Menschenleben kosten, Natur- und Lebensräume zerstören und wirtschaftliche Schäden verursachen.

Sechster Weltklimabericht - Vom Klimaziel weit entfernt 

Der neue Bericht des Weltklimarats ist ernüchternd und belegt: Die globale Erwärmung ist eindeutig menschengemacht. Die Folgen sind fatal.

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2 min
von Christine Elsner

Klimaaktivistin Thunberg zeigt sich wenig überrascht

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg bezeichnete die Ergebnisse des IPCC-Berichts als "keine echte Überraschung". "Er bestätigt das, was wir aus tausenden vorausgegangenen Studien und Berichten bereits wissen: dass wir in einer Notsituation sind", twitterte sie.

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Die Sprecherin der Jugendbewegung "Fridays For Future" in Deutschland, Luisa
Neubauer, forderte, dass alle Wahlprogramme in Deutschland "1,5-Grad-konform" sein müssten. "Wir stehen wenige Woche vor der Bundestagswahl in einem der Hauptverursacherländer der Klimakrise, und keine der Parteien hat eine angemessene Antwort auf die Drastik der Lage."

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EU-Kommission sieht nach Weltklimaratsbericht dringenden Handlungsbedarf

Der EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans sieht sofortigen Handlungsbedarf. Der Bericht zeige "die extreme Dringlichkeit, jetzt zu handeln, um die Klimakrise zu bewältigen", schrieb Timmermans am Montag im Onlinedienst Twitter. Es sei "nicht zu spät", einen unkontrollierbaren Klimawandel zu verhindern, "aber nur, wenn wir jetzt entschlossen und alle zusammen handeln".

Die Ergebnisse des neuen Sachstandsberichts des Weltklimarates IPCC müssen laut UN-Generalsekretär António Guterres für die fossilen Energien "die Totenglocke läuten". Kohle, Öl und Gas "zerstören den Planeten", erklärte Guterres am Montag nach der Veröffentlichung des Berichts. Es herrsche "Alarmstufe Rot für die Menschheit". Die Alarmglocken seien "ohrenbetäubend", mahnte Guterres.

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Die von den fossilen Energien verursachten Treibhausgasemissionen "sind dabei, unseren Planeten zu ersticken", kritisierte der UN-Generalsekretär und forderte, die Erkundung neuer Förderstätten und Förderung fossiler Energiequellen einzustellen. Zudem müssten künftig erneuerbare Energien subventioniert werden.

Wenn wir unsere Kräfte vereinen, können wir die Klimakatastrophe abwenden
António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen

„Es gibt keinen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt, denn es lohnt sich immer weitere Erwärmungen zu verhindern“, so Prof. Jochem Marotzke, Max-Planck-Institut.

Beitragslänge:
5 min
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IPCC-Berichte gelten als wegweisend

Die IPCC-Berichte gelten als wegweisend für die globale Klimapolitik. Im nun veröffentlichten ersten Teil, an dem etwa 230 Expertinnen und Experten aus 66 Ländern mitgewirkt haben, geht es um naturwissenschaftliche Grundlagen des Klimawandels.

Im kommenden Jahr sollen zwei weitere Teile zu Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten der Anpassung sowie zu Wegen zu einer Minderung der Treibhausgasemissionen folgen. Den Abschluss bildet ein Synthesebericht, der Kernaussagen der drei Teile sowie aktuelle IPCC-Sonderberichte zusammenfasst. Im Hintergrund steht dabei die Frage, wie das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens noch erreicht werden kann, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

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