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Klimaforscher Anders Levermann - "Wetterextreme nehmen zu"

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Der Weltklimarat legt am Montag seinen neuen Bericht vor. Im ZDF spricht Klimaforscher Levermann vorab über die Botschaft - und warum wir den CO2-Ausstoß eindämmen müssen.

Es sei physikalisch eindeutig, dass CO2 die Temperatur des Planeten erhöhe, sagt Prof. Anders Levermann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung vor der Veröffentlichung des neuen Berichts des Weltklimarats. Die Wetter-Extreme würden weiter zunehmen.

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An diesem Montag legt der Weltklimarat (IPCC) seinen mit Spannung erwarteten neuen Bericht über den Wissensstand zur Klimaerwärmung vor. Er will damit letzte Zweifel an der Verantwortung des Menschen für den Klimawandel ausräumen.

Sehen Sie das ganze Interview mit Klimaforscher Anders Levermann im obigen Video - und lesen Sie im Folgenden die wichtigsten Aussagen.

Waldbrände und Dürre im Süden Europas, Dauerregen und Unwetter im Norden. Die globale Erwärmung führt zu immer heftigeren Wetter-Extremen. Der Weltklimarat lässt in seinem letzten Bericht keinen Zweifel: Ursache sind die menschengemachten Treibhausgase.

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Klimaforscher: Zahl der Wetterextreme wird zunehmen

Der Weltklimabericht werde die Aussagen der letzten 20 Jahre mit noch mehr Sicherheit bestätigen, sagt Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im heute journal. Es sei physikalisch ganz eindeutig, dass CO2 die Temperatur des Planeten erhöhe und das zu einer ganzen Reihe von Nebeneffekten führe: "Die Meere steigen an, weil sich das Wasser erwärmt und damit ausdehnt, das Eis an den Polen schmilzt, die Klimaregionen verschieben sich." Entscheidend sei aber:

Die Wetterextreme nehmen zu, und das ist das, was uns in Atem halten wird.
Anders Levermann, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Es gehe nicht darum, ob das letzte Starkregenereignis vom Klimawandel verursacht worden sei. Sondern darum, was in der Zukunft passiere. "Wärmere Atmosphäre hält mehr Wasserdampf. Und dieser zusätzliche Wasserdampf, der entlädt sich in Starkniederschlagsereignissen. Deswegen müssen wir davon ausgehen, dass Starkniederschlagsereignisse und Überschwemmungen immer häufiger passieren."

Klimafolgenforscher sagen, dass nun die Auswirkungen des Klimawandels eintreten würden, die man lange vorher gesagt habe. Es sei an der Zeit, Maßnahmen, die man beschlossen habe, auch wirklich umzusetzen.

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Mittelmeerregion ein Klima-Hotspot

Es gebe eine ganze Reihe von Hotspots auf der Erde. "Die Mittelmeerregion ist tatsächlich sehr trocken." Das beobachte man seit 50 Jahren - und das werde sich immer mehr verstärken. "Das Problem ist, dass damit Waldbrände natürlich häufiger werden, die Wasserknappheit zunimmt und so weiter."

Trotzdem müsse der Mensch sich an den Klimawandel, den er verursacht habe, anpassen. "Deswegen werden wir auch Aircondition bekommen, erst werden wir es bekommen in den Krankenhäusern und da wo die Schwachen und die Kranken sind." Gleichzeitig müsse man den Klimawandel vermeiden, an den der Mensch sich nicht anpassen könne. "Das geht nur, wenn wir CO2 vermeiden."

Kontaminiertes Erdreich, das Wasser ölverschmiert: Nach der Flut droht dem Ahrtal eine Umweltkatastrophe. Eine einzige Kläranlage ist noch betriebsbereit, die Infrastruktur weitgehend zerstört.

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