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Klimadialog startet - Klimaverträglicher aus der Corona-Krise?

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Der Klimaschutz gerät wegen des Coronavirus in den Hintergrund. Der heute startende Petersberger Klimadialog will die beiden Themen nun miteinander verbinden.

Aufblasbarer Globus vor Bundeskanzleramt
Der Klimadialog findet in diesem Jahr als virtuelles Ministertreffen statt.
Quelle: epa

Vor dem Klimadialog, zu dem die Bundesregierung eingeladen hat, verlangen mehr als 60 Unternehmen gemeinsam, Konjunktur- und Investitionsprogramme "systematisch klimafreundlich auszurichten".

Darunter sind Konzerne wie Thyssenkrupp und Bayer, der Stahlhersteller Salzgitter und Wacker Chemie. Zuerst hatte das "Handelsblatt" über den Aufruf berichtet. Der Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Gerhard Adrian, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es wäre schlimm, wenn der Klimaschutz über den Kampf gegen das Coronavirus zurückgestellt würde."

Svenja Schulze soll das neue Klimakabinett leiten. Archivbild.

Nachhaltiger Start nach Corona - Umweltministerin: "Klimawandel wartet nicht" 

Umweltministerin Svenja Schulze wirbt für einen grünen Neustart nach der Krise - und wendet sich energisch gegen Forderungen, die Wirtschaft von weiteren Belastungen zu verschonen.

Klimadialog diesmal als Videokonferenz

Wie sich der Kampf gegen die Pandemie und gegen den Klimawandel verbinden lassen, ist am Montag und Dienstag das Thema beim Petersberger Klimadialog. Das jährliche Spitzentreffen findet erstmals als Videokonferenz statt. Gastgeber ist neben Deutschland auch Großbritannien, denn der nächste Weltklimagipfel soll im schottischen Glasgow stattfinden.

Minister aus etwa 30 Ländern beraten, "wie die Weltgemeinschaft krisenfester und klimaverträglicher aus der akuten Corona-Pandemie herausgehen kann", wie das Bundesumweltministerium angekündigt hatte. Am Dienstag werden unter anderem Reden von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und UN-Generalsekretär Antonio Guterres erwartet.

Corona-Krise könnte Gelegenheit für Klimaschutz sein

"Der Klimawandel schreitet voran, egal, was sonst passiert - unabhängig von der Corona-Krise", mahnte Wetterdienst-Chef Adrian, der auch Vorsitzender der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ist. CO2-, Methan- und Lachgasemissionen müssten reduziert werden: "Wenn sich das Wirtschaftssystem dafür umstellen muss, wären Konjunkturprogramme in der Corona-Krise natürlich eine Gelegenheit, beides zusammenzuführen."

Klimapolitik in Corona-Zeiten: Minister aus 30 Staaten beraten ab heute beim Petersberger Klimadialog. Aktivisten, Verbände und Forscher haben zahlreiche Forderungen.

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Grünen-Chefin Annalena Baerbock warb dafür, den Klimadialog als Auftakt für größere Veränderungen nach der Corona-Krise zu nutzen. "Die Frage, wie die Weltgemeinschaft den Neustart der Weltwirtschaft organisiert, ist für die Klimakrise entscheidend", sagte sie der "Rheinischen Post".

Bei den aktuellen Finanzhilfen dürfen die Fehler vergangener Wirtschaftskrisen nicht wiederholt werden, "Geld in ein kaputtes System zu pumpen", betonte sie.

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