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Fünf Jahre Pariser Abkommen - Guterres: "Klima-Notstand" ausrufen

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Fünf Jahre nach der Einigung auf das UN-Klimaabkommen hat Generalsekretär Guterres die Welt aufgefordert, den "Klimanotfall" zu erklären. Die bisherigen Maßnahmen reichten nicht.

Die Weltklimakonferenz findet aufgrund der Corona-Pandemie virtuell statt. Fünf Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen sollen neue Klimaziele formuliert werden.

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UN-Generalsekretär António Guterres hat die Staats- und Regierungschefs aufgerufen, in ihren Ländern den "Klima-Notstand" auszurufen. "Wenn wir den Kurs nicht ändern, könnten wir auf einen katastrophalen Temperaturanstieg von mehr als drei Grad in diesem Jahrhundert zusteuern", sagte er zum Auftakt des virtuellen UN-Klimagipfels am Samstag.

Deshalb müsse der Klima-Notstand verhängt werden, "bis Klimaneutralität erreicht ist". Die Regierungen müssten zudem ihre Zusagen zur Verringerung der CO2-Emissionen einlösen, forderte der UN-Generalsekretär. Er sagte:

Jedes Land, jede Stadt, jede Finanzinstitution und jedes Unternehmen muss Pläne verabschieden, damit die Emissionen bis 2050 netto bei null liegen.

Schon heute müsse durch "klare, kurzfristige Ziele" mit der Umsetzung begonnen werden. Der UN-Klimagipfel wurde in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie virtuell abgehalten. Die Konferenz findet fünf Jahre nach der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens statt.

Bei der UN-Klimakonferenz vor fünf Jahren lag sich die Welt in den Armen: 197 Staaten, ein Ziel: Die Erderwärmung senken. Und nun?

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Die seitdem gemachten Zusagen reichen bei weitem nicht aus, um das selbst gesteckte Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu erreichen.

Bis Ende des Jahres müssen die Länder nun neue Pläne vorlegen. Bisher haben das erst etwa 20 Länder getan. Die EU verpflichtete sich am Freitag, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren.

Aufschwung nach Corona könne "auf grünen Pfad" führen

Der Aufschwung nach der Corona-Pandemie biete eine Gelegenheit, Wirtschaft und Gesellschaft auf einen "grünen Pfad" zu führen. "Aber das passiert noch nicht", mahnte Guterres.

Die Konzentration von Treibhausgase in der Atmosphäre soll 2020 nach UN-Angaben trotz der weltweiten Corona-Maßnahmen weiter gestiegen sein. Es gebe nur eine "winzige Delle".

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In ihren Konjunkturpaketen gäben die wirtschaftlich starken G20-Staaten 50 Prozent mehr für Bereiche aus, die mit der Produktion und dem Verbrauch von Kohle, Öl und Erdgas zu tun hätten, als für klimafreundliche Energie. "Das ist nicht akzeptabel", urteilte der UN-Generalsekretär.

Hilfszusagen für besonders vom Klimawandel betroffene Länder erwartet

Beobachter rechnen damit, dass mehr als 75 Staats- und Regierungschefs auf dem Klimagipfel neue Klimaziele ankündigen werden. Zudem werden Hilfszusagen für die am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder erwartet.

Die Eisdecke auf dem Arktischen Ozean am Nordpol.

Bericht des UN-Umweltprogramms -
Erderwärmung steigt bis 2100 über drei Grad
 

Auch wenn die Emissionen 2020 zurückgingen zeichnen die UN im "Emissions Gap Report" ein düsteres Bild. Wenn wir so weiter machen, können wir das Pariser Abkommen nicht einhalten.

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