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Klimaschutzbericht - Treibhausgase: Berlin vermeldet Erfolg

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Das Bundesumweltministerium hat den Klimaschutzbericht für 2019 vorgestellt. Demnach ging der Ausstoß von Treibhausgasen weiter zurück.

"ZDFzeit: Deutschland und der Klimawandel - Die Fakten von Harald Lesch": Getreidepflanzen stehen vereinzelt auf ausgetrocknetem, rissigem Ackerboden.
Trockene Ackerböden werden für die Landwirtschaft zunehmend zum Problem. Politiker und Verbände fordern einen besseren Klimaschutz.
Quelle: ZDF/julian stratenschulte

Deutschland kommt laut Bundesregierung voran im Kampf gegen den Klimawandel. Im vergangenen Jahr habe der Ausstoß von Treibhausgasen um 35,7 Prozent unter dem Niveau von 1990 gelegen, heißt es im Klimaschutzbericht 2019, der an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet wurde.

2018 hatte die Minderung demnach 32 Prozent betragen, 2017 seien es 27,5 Prozent gewesen. "Wir haben im vergangenen Jahr die richtigen Lehren aus den Versäumnissen der Vergangenheit gezogen", erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD).

Wir werden jedes Jahr überprüfen, ob wir auf dem beschlossenen Pfad sind, und bei Bedarf nachsteuern.
Svenja Schulze

Auswirkungen von Corona auf Emissionen nicht berücksichtigt

Nicht berücksichtigt sind in dem Bericht die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Sie hat wegen der Beschränkung des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens im laufenden Jahr zur Minderung der Treibhausgasemissionen beigetragen.

Das Ausmaß des Emissionsrückgangs lasse sich noch nicht genau beziffern, erklärte das Umweltministerium. Möglicherweise könne die Entwicklung aber dazu beitragen, dass Deutschland das für 2020 ausgegebene Ziel einer 40-prozentigen Emissionsreduzierung verglichen mit 1990 doch noch erreicht.

Naturschutzring und Klima-Allianz warnen

Vor der Veröffentlichung des Klimaschutzberichts warnten Naturschutzring und Klima-Allianz davor, "die Hände in den Schoß zu legen", weil Deutschland sein Klimaziel für 2020 - entgegen der Erwartungen - doch noch erreichen könnte.

Die Minderung der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 sei kein Ergebnis zusätzlicher klimapolitischer Anstrengungen, sondern die Folge des geringeren Energieverbrauchs im Zuge des milden Winters und des Einbruchs der Wirtschaft infolge der Corona-Pandemie, betonten die Verbände in einer gemeinsamen Erklärung.

Eine Wirtschaftskrise macht keinen Strukturwandel.
Kai Niebert, Naturschutzring

Die Verbände fordern, dass die Bundesregierung gegen die Klimakrise "ebenso beherzt nach den Empfehlungen der Wissenschaft" handelt, wie sie es im Kampf gegen das Coronavirus getan habe. Beschlossenen Konjunkturprogramme müssten "entlang sozialer und ökologischer Kriterien" nachgeschärft werden.

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