Sie sind hier:

Hilfen für arme Länder gefordert : Schulze: "Klimakrise ist zutiefst ungerecht"

Datum:

Arme Länder "tragen die größte Last des Klimawandels", auch wenn sie selbst fast nichts dazu beitrügen, kritisiert Entwicklungsministerin Schulze - und fordert mehr Unterstützung.

Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, stellt den UNFPA Weltbevölkerungsbericht 2022 der Vereinten Nationen vor.
Entwicklungsministerin Svenja Schulze(Archivbild)
Quelle: dpa

Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) fordert Solidarität mit den Ländern, die besonders von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen sind. Der "Rheinischen Post" sagte die SPD-Politikern:

Die Klimakrise ist zutiefst ungerecht. Die Menschen in den ärmsten Ländern haben fast nichts beigetragen zum CO2-Ausstoß, aber sie tragen die größte Last des Klimawandels.
Svenja Schulze, Entwicklungsministerin

Der Ministerin zufolge sei es höchste Zeit, dass Industrieländer anerkennen, "dass es Klimaschäden gibt und gerade die verwundbarsten Länder unsere Solidarität brauchen, um damit umzugehen".

Schulze: "Klimawandel wichtiger Auslöser für Migration"

Diesem Problem will die Regierung nach Angaben der Ministerin mit konkreten Lösungen auf der nächsten Weltklimakonferenz in Ägypten begegnen. "Wir werden nun weiter gemeinsam mit den besonders verwundbaren Entwicklungsländern an der Ausgestaltung des Klimarisiko-Schutzschirms arbeiten", so Schulze. Dazu gehörten soziale Sicherungssysteme. Im Fall einer Dürre stehe das Geld dann schon bereit.

In der Provinz Jiangxi im Südosten Chinas ist wegen der seit Wochen andauernden Dürre- und Hitze-Welle der Poyang-See extrem stark geschrumpft, die Reisfelder ausgetrocknet.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Viele arme Länder hätten nicht die technischen und finanziellen Möglichkeiten, sich an die veränderten Bedingungen kurzfristig anzupassen. Denn obwohl die meisten Menschen nicht den Klimawandel als ersten Beweggrund für ihre Flucht nennen würden, seien die Auswirkungen dennoch verheerend. "Der Klimawandel zerstört Lebensgrundlagen, mal schleichend, mal heftig. Darum ist er natürlich ein wichtiger Auslöser für Migration", erklärte Schulze.

DRK: Globaler Süden besonders gefährdet

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schätzt dem Bericht zufolge, dass sich die Anzahl der Menschen, die aufgrund klimabedingter Katastrophen auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden, bis 2050 auf etwa 200 Millionen pro Jahr verdoppeln könnte. Im Jahr 2021 waren demnach bereits 23,7 Millionen Menschen in ihrem eigenen Land auf der Flucht, mehr als 90 Prozent davon wegen Extremwetterereignissen oder vorsorglicher Evakuierungen.

In Pakistan zeigt sich der Klimawandel besonders stark: Durch die Folgen des Monsunregens kamen mehr als Tausend Menschen ums Leben.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Es seien vor allem Menschen im globalen Süden, die durch Wirbelstürme, Überschwemmungen und andere Naturgefahren ihr Leben verlören, hob DRK-Generalsekretär Christian Reuter in der "Rheinischen Post" hervor. Deutschland und andere Länder müssten daher stärker in die internationale Klimaanpassung und die Katastrophenvorsorge investieren.

Weltkarte mit dem CO2-Ausstoß der Länder vor einer Windkraftanlage und einem Kohlekraftwerk
Grafiken

ZDFheute-KlimaRadar - Daten zum Klimawandel im Überblick 

Wie hat sich das Klima bereits verändert? Wie viel CO2 haben die Länder seit 1990 eingespart? Die wichtigsten Zahlen im KlimaRadar von ZDFheute.

von Michael Hörz, Moritz Zajonz
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der ZDFmediathek.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.