Sie sind hier:

US-Klimaschutzbeauftragter Kerry - Klimawandel ist "gigantische Herausforderung"

Datum:

Der US-Klimaschutzbeauftragte John Kerry hat sich mit deutschen Spitzenpolitikern ausgetauscht und klar gemacht: Die USA sind bereit, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

EU-Kommissar Timmermanns sagt zum Klimawandel, die "Bedrohung Rußlands ist riesengroß", "die Herausforderung für Rußland ist gigantisch". Klimapolitik sei Sicherheitspolitik, die europäische Kommission habe dazu eine Strategie.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Der US-Klimaschutzbeauftragte John Kerry hat bei seinem Besuch in Deutschland zu größeren globalen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. Die Erderwärmung, die im schlimmsten Fall auf vier Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts hinauslaufe, sei eine "gigantische Herausforderung", erklärte Kerry bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag in Berlin.

Der US-Klimabeauftragte war am Montag nach Deutschland gereist, um sich mit mehreren deutschen Politikern und Politikerinnen über die internationale Klimaschutzpolitik auszutauschen. Neben Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) traf Kerry am Dienstag auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und mehrere Politiker der Opposition.

Kerry: Weltklimakonferenz "letzte Hoffnung"

Kerry betonte, dass die Aufgabe des globalen Klimaschutzes nur gelöst werden könne, wenn alle Staaten, auch die großen Emittenten von Treibhausgasemissionen, an einem Strang zögen. 45 Prozent der Staaten würden dies bislang noch nicht tun, erklärte Kerry.

Wenn die Ziele, die sich die Staaten im Jahr 2015 mit dem Pariser Klimaschutzabkommen gesetzt hätten, nicht konsequent verfolgt würden, steuere die Welt auf eine Katastrophe zu, so der Appell des 77-Jährigen.

Die Weltklimakonferenz COP26 im November in Glasgow sei die "letzte, beste Hoffnung", um wieder auf den richtigen Pfad zurückzukehren.

Joe Biden kämpft gegen den Klimawandel

Auch die USA hätten in der Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der "den Rat der Wissenschaft ignoriert" habe, viel Zeit verloren, sagte Kerry. Trump hatte den im Jahr 2020 in Kraft getretenen Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaschutzabkommen eingeleitet.

Als eine der ersten Amtshandlungen war der amtierende US-Präsident Joe Biden Anfang des Jahres dem Abkommen wieder beigetreten. Es verpflichtet die Staatengemeinschaft dazu, die globale Erderwärmung "deutlich unter" zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu halten.

US-Präsident Joe Biden hat ambitionierte Klimaziele für sein Land.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Kerry betonte, dass selbst "1,9 Grad oder 1,8 Grad" der Rettung des Planeten nicht gerecht würden. Es gehe darum, noch ambitionierter vorzugehen. Auch der Weltklimarat IPCC habe im Jahr 2018 deutlich gemacht, dass bis 2030 deutliche Fortschritte zur Senkung der globalen Treibhausgasemissionen gemacht werden müssten.

Scholz will internationalen Klimaclub gründen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz präsentierte indes ein Eckpunktepapier, in dem der SPD-Kanzlerkandidat die Idee eines "internationalen Klimaclubs" anregt.

Darin sollten sich diejenigen Staaten zusammenschließen, die beim globalen Klimaschutz vorangehen wollten.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.