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Scholz-Besuch in Kiew : Klitschko: Ukraine wird viel zurückgeben

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Der ehemalige Boxer Wladimir Klitschko bewertet den Besuch von Olaf Scholz in Kiew als "wichtige Botschaft" der Unterstützung. Die Ukraine werde viel zurückgeben.

Die ukrainische Wirtschaft sei am Boden, sagt Wladimir Klitschko. Er spricht bei Lanz über das Potenzial der ukrainischen Bürger und die schweren Folgen für andere Länder.

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist gemeinsam mit seinen Kollegen Emmanuel Macron und Mario Draghi nach Kiew gereist. Wladimir Klitschko zeigte sich mit Blick auf die zugesagte Unterstützung der drei Staatschefs am Donnerstagabend bei Markus Lanz demütig und dankbar.

Aus Kiew zugeschaltet versicherte er:

Wir sind bereit - und das werden wir auch tun - viel zurückzugeben.
Wladimir Klitschko

Man dürfe nicht vergessen, dass die Ukraine "eines der größten europäischen Länder (…) mit wahnsinnigen Bodenschätzen, mit wahnsinniger Kultur" sei. Dort würden Leute leben, die "hoch ausgebildet [und] talentiert" seien, weswegen die Ukraine "in dieser Welt die neuesten Technologien" mitentwickle.

Kanzler Olaf Scholz nach seinem Besuch in Kiew im Interview mit dem ZDF heute journal.

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Reise der Staatschefs eine wichtige Botschaft

Die Reise der drei Staatschefs sei eine "wichtige Botschaft - (…) vor allem auch für Russland, dass die Welt mit diesen Aggressionen nicht einverstanden ist", so Klitschko. Damit hätten sich die "führenden Nationen" für materielle, finanzielle, humanitäre und militärische Unterstützung ausgesprochen. "Und natürlich [für] einen möglichen, hoffentlich baldigen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union."

Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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Klitschko bittet um Verzeihung: "Wir fragen viel"

Was sich die Ukraine von dieser Reise erhofft habe und was deren tatsächliches Resultat sei, hakte Markus Lanz nach. Wladimir Klitschko sagte: "Die erste Hoffnung war, dass diese Reise stattfinden wird."

Klitschko betonte, was er "heute Abend, jetzt, vor kurzem Kanzler Scholz" gesagt habe: "Die Ukraine fragt nach Hilfe und Unterstützung. (…) Ich bitte um Verzeihung, aber wir fragen viel."

Menschenleben wichtigstes Potenzial

Wegen des Krieges sei die ukrainische Wirtschaft am Boden und die Budgets nicht gefüllt. Die Ukraine würde menschliches Leben verlieren, "das wichtigste Potenzial und Kapital, was wir Ukrainer haben". Das mache Unterstützung umso wichtiger, appellierte Klitschko - "während dieses Kriegs und solange dieser Krieg läuft".

Lanz fragte Wladimir Klitschko, wie entschlossen die Ukrainer seien, diesen Krieg weiterzuführen und ob es seine Option sei, Gebiete an Russland abzugeben. Klitschko antwortete: "Wir haben unser Ziel, zu überleben. (…) Wir streben nach Demokratie."

Wir streben nach Freiheit und wir wollen mit der europäischen Familie gemeinsam stehen und leben.
Wladimir Klitschko

Ukrainische Familien hätten sich durch den Krieg verloren, Kinder seien ermordet worden. Angesichts dessen, so Klitschko, seien die Ukrainer "so stark zusammen wie noch nie zuvor".

Klitschko: Sind bereit alles zu geben

Und da es um "Überleben oder Tod" gehe, spiele es keine Rolle, "dass wir ein Territorium abgeben". Klitschko betonte: "Es geht um Frieden. Es geht um Souveränität unserer Grenzen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer sind dafür bereit, alles zu geben."

Die Journalistin Kristina Dunz kommentierte nach Abschluss der Schalte zu Wladimir Klitschko, dass er "Steher-Qualitäten eines Boxers" verkörpere und man ihm "diese Ausdauer" ansehe. Dass die Ukrainerinnen und Ukrainer zu allem bereit seien, bezweifelte sie dennoch.

Unter den Geflüchteten aus der Ukraine sind viele sehr gut ausgebildete Menschen. So wie die Radiologin Oksana Mykhalchuk aus Charkiw. In Deutschland hofft Mykhalchuk, bald wieder als Ärztin arbeiten zu können.

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Dunz widerspricht Klitschko

Durch "intensiven Kontakt zu geflüchteten Ukrainerinnen" kenne Dunz deren Ansichten: "Sie sagen: 'Wir wollen nicht auch noch sterben und unsere Kinder nicht auch noch und unsere Eltern, die wir zurückgelassen haben, und unsere Großeltern, um die wir Angst haben'."

Dunz sagte: "Die sind, glaube ich, auf eine Weise bereit, diesen Krieg zu beenden, die sich unterscheidet von dem, was Wladimir Klitschko gesagt hat."

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