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Deutlich weniger Zucker in Fertigprodukten

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Klöckner stellt Ergebnisse vor - Deutlich weniger Zucker in Fertigprodukten

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Zu viel Zucker ist ungesund - vor allem für Kinder. Eine Strategie der Ernährungsministerin zur Zuckerreduktion versprach Besserung. Heute wurden die ersten Ergebnisse vorgestellt.

Verschiedende Joghurts für Kinder
In Kinderjoghurt-Sorten ist nach wie vor mehr Zucker als in anderen Joghurtprodukten.
Quelle: picture alliance/imageBROKER

Hersteller-Zusagen für weniger Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten zeigen nach Angaben von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner Wirkung. Sie sieht aber weiteren Handlungsbedarf.

Zu viel Zucker in Kinder-Produkten

"Es geht in die richtige Richtung", sagte die CDU-Politikerin bei der Vorstellung erster Daten via Onlinestream. So ging laut einer Erhebung des bundeseigenen Max-Rubner-Instituts (MRI) der Zuckergehalt bei speziell für Kinder beworbenen Produkten seit den letzten Erhebungen 2016 und 2018 wiefolgt zurück:

  • Joghurt: Zuckerreduktion um 7,4 Prozent
  • Quarkspeisen: Zuckerreduktion um 18 Prozent
  • Knuspercerealien mit Schokolade: Zuckerreduktion um 17 Prozent
  • Erfrischungsgetränke: Zuckerreduktion um 35 Prozent

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Bei Joghurterzeugnissen fällt trotz der aktuellen Zahlen auf, dass der Zuckergehalt nach wie vor höher ist als in Joghurtprodukten für Erwachsene. "Da muss die Wirtschaft nachsteuern", so Klöckner.

Geschmack ist Gewöhnungssache

Gleichzeitig erwähnte die Ministerin, dass man die Konsumenten an den verringerten Zuckergehalt geschmacklich gewöhnen muss: "Wir dürfen die Rechnung nicht ohne den Geschmack der Verbraucher und Verbraucherinnen machen."

Es braucht auch seine Zeit, bis sich Verbraucher an einen neuen Geschmack gewöhnen und dann zu diesem Produkt auch greifen.
Julia Klöckner, Bundesernährungsministerin

Hintergrund ist eine vom Bundeskabinett Ende 2018 beschlossene "Reduktionsstrategie". Sie sieht vor, dass sich Hersteller zu schrittweisen Zutaten-Änderungen bis 2025 verpflichten. Um die Wirksamkeit der freiwilligen Branchenzusagen nachzuvollziehen, hat das MRI eine erste Vergleichsuntersuchung gemacht.

Klöckner sagte, über Selbstverpflichtungen zeigten sich in vielen Bereichen sogar schnellere Veränderungen, als gesetzliche Regelungen sie gebracht hätten. Zugleich schloss sie solche Eingriffe nicht aus, wenn Ziele nicht eingehalten werden. Verbraucherschützer und Mediziner kritisieren das Vorgehen auf freiwilliger Basis und fordern stärkeres Gegensteuern auch mit Werbebeschränkungen oder Extra-Steuern.

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