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"Grüne Welle" setzt Macron unter Druck

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Kommunalwahlen in Frankreich - "Grüne Welle" setzt Macron unter Druck

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Fiasko für das Mitte-Lager von Präsident Macron: Grüne und Verbündete erobern mehrere große Städte im Land. Das könnte Konsequenzen für die Regierung haben.

Bei den Kommunalwahlen in Frankreich sind die Grünen als Sieger hervorgegangen. Ihnen gelangen Erfolge in mehreren Großstädten. Die Partei von Macron fuhr herbe Verluste ein.

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Bei den Kommunalwahlen haben die Franzosen den Grünen zu einem Erdrutschsieg verholfen. Überraschungserfolge gelangen etwa in Marseille, Bordeaux und Straßburg. In Paris sicherte sich die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo im Bündnis mit den Grünen klar die Wiederwahl für sechs Jahre.

"Wir erleben an diesem Abend eine Enttäuschung"

Präsident Emmanuel Macron wurde dagegen für seine Reformpolitik und sein Corona-Krisenmanagement abgestraft. Er räumte eine "grüne Welle" ein, wie sein Büro erklärte. Als Konsequenz wird eine Regierungsumbildung erwartet.

Zwar konnte sich Regierungschef Édouard Philippe mit deutlichem Vorsprung in der Hafenstadt Le Havre durchsetzen. Die noch junge Präsidentenpartei La République en Marche (LREM) scheiterte aber mit ihrem ursprünglichen Vorhaben, Paris zu erobern und in anderen Städten für Überraschung zu sorgen. "Wir erleben natürlich an diesem Abend eine Enttäuschung", räumte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye am Sonntagabend im TV-Sender France 2 ein.

Wahlbeteiligung historisch niedrig

In wichtigen Städten wie Lyon, Straßburg, Bordeaux oder Besançon setzten sich grüne Kandidatinnen und Kandidaten durch, wie französische Medien unter Berufung auf Hochrechnungen und Ergebnisse berichteten. Auch die Sprecherin von Europe Écologie - Les Verts (EELV), Eva Sas, sprach von einer "grünen Welle". Bisher ist Grenoble die einzige große Stadt mit einem grünen Bürgermeister.

Die Wahlen waren eigentlich für Ende März geplant, mussten aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Überschattet waren sie von einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung von rund 40 Prozent. Noch vor sechs Jahren hatte die Beteiligung noch bei gut 62 Prozent gelegen. In den Wahllokalen galt Maskenpflicht.

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