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Virtuelles Gedenken an KZ-Befreiungen

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75. Jahrestag - Virtuelles Gedenken an KZ-Befreiungen

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Vor 75 Jahren wurden zehntausende Menschen aus NS-Konzentrationslagern befreit. Heute wurde an die Opfer erinnert - wegen der Corona-Krise jedoch anders als ursprünglich geplant.

Vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Bergen-Belsen befreit. Bei dem heutigen Festakt mahnte Ministerpräsident Weil an, die Erinnerung an die Nazi-Verbrechen wach zu halten.

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In mehreren Bundesländern ist der Befreiung von Konzentrationslagern vor 75 Jahren gedacht worden. Wegen der Corona-Pandemie mussten alle Feierlichkeiten und Veranstaltungen abgesagt werden. Stattdessen gab es Gottesdienste und Kranzniederlegungen im kleinen Kreis sowie Videobotschaften und Aktionen in Sozialen Netzwerken.

Maas: "Gegen das Gift des Hasses und des Antisemitismus"

Die KZ Sachsenhausen und Ravensbrück waren im April 1945 von russischen Truppen befreit worden, das KZ Bergen-Belsen von britischen Soldaten. Außenminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich in einer gemeinsamen Video-Botschaft mit seinem polnischen Amtskollegen Jacek Czaputowicz zur Befreiung der Häftlinge aus Sachsenhausen. Er wandte sich "gegen das Gift des Hasses und des Antisemitismus", das auch heutzutage wieder auflebe.

Wenn Gedenken als Schuldkult diffamiert wird, wenn Opfer zu Tätern umgedeutet werden, im In- oder im Ausland, dann können wir Deutschen das nicht schweigend hinnehmen.
Heiko Maas, Bundesaußenminister

Wegen Corona-Pandemie: Neue Wege des Erinnerns

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) betonte, in Zeiten geschlossener Gedenkstätten sei es gerade in diesem Jahr besonders wichtig, neue Wege des Erinnerns zu beschreiten. Die digitalen Angebote könnten jedoch nur Hilfestellungen sein, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und daraus die Verantwortung für die heutige Zeit zu ziehen.

Niedersachsen, Bergen: Teilnehmer legen Blumen an der Inschriftenwand vor Beginn der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen ab.
Vor Beginn der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen werden Blumen niedergelegt.
Quelle: DPA

Sie begrüße es, dass "die Länder gemeinsam mit der Bundesregierung beabsichtigen, bei den Lockerungen der Corona-Maßnahmen auch die für unsere Erinnerungskultur so wichtigen Gedenkstätten zu berücksichtigen und diese Schritt für Schritt, unter den gebotenen Abstandsregelungen, wieder zu öffnen."

Schon zuvor gab es wegen der Corona-Pandemie abgesagte Gedenkveranstaltungen:

Heute vor 75 Jahren ist das KZ Buchenwald von amerikanischen Truppen befreit worden. Wegen Corona fand das Gedenken ohne große Veranstaltung statt.

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) forderte in Bergen-Belsen ein konsequentes Vorgehen gegen Antisemitismus, Rassismus und Unterdrückung. Bei einer Gedenkstunde im kleinen Kreis legte er einen Kranz in der Gedenkstätte nieder.

Virtuelles Gedenken zum 75. Jahrestag

Das rbb-Fernsehen übertrug am Sonntagmorgen den christlich-jüdischen Gottesdienst aus der Berliner Gedenkkirche Maria Regina Martyrum.

Ursprünglich wollten rund 60 Überlebende zu den Veranstaltungen in Sachsenhausen und Ravensbrück anreisen. Stattdessen waren nun ihre Videobotschaften und Statements von Politikern bei einem "Virtuellen 75. Jahrestag" auf den Social-Media-Kanälen und auf der Webseite der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zu sehen.

SS schickte Häftlinge kurz vor Befreiung auf Todesmärsche

Im KZ Sachsenhausen hatten sowjetische und polnische Soldaten am 22. und 23. April 1945 rund 3.000 von der Schutzstaffel (SS) zurückgelassene kranke Häftlinge befreit, während sich mehr als 30.000 Häftlinge auf einem Todesmarsch befanden, bei dem mehr als 1.000 von ihnen umkamen.

Die Todesfabrik Auschwitz: Täglich starben Tausende Juden. Was die Opfer erlebten und die Täter antrieb, zeigen erschütternde Zeugnisse:

Die Todesfabrik Auschwitz sollte ihre "Effizienz" 1944 noch steigern. Täglich starben Tausende Juden. Was die Opfer erlebten und die Täter antrieb, zeigen erschütternde Zeugnisse.

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Im KZ Ravensbrück wurden am 30. April 1945 rund 2.000 Häftlinge von der Roten Armee befreit. Zuvor hatte die SS mehr als 20.000 Häftlinge auf einen Todesmarsch geschickt. Nach Schätzungen sind rund 28.000 Häftlinge in Ravensbrück ums Leben gekommen.

Britische Soldaten befreiten das Konzentrationslager Bergen-Belsen am Rande der Lüneburger Heide am 15. April 1945. Rund 200.000 Menschen wurden dorthin deportiert. Über 70.000 Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge kamen dort ums Leben, darunter Anne Frank.

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