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AKK verzichtet auf Kanzlerkandidatur und Vorsitz

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Führungswechsel in der CDU - AKK verzichtet auf Kanzlerkandidatur und Vorsitz

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Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will nicht als Kanzlerkandidatin der Union antreten. Zudem kündigt sie an, in absehbarer Zeit den Parteivorsitz abzugeben.

Annegret Kramp-Karrenbauer (Archiv Nov.2019)
Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte ihren Verzicht im CDU-Präsidium.
Quelle: epa

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will nicht Kanzlerkandidatin der Union werden und den CDU-Vorsitz in absehbarer Zeit abgeben. Sie wolle "zum Sommer den Prozess der Kanzlerkandidatur organisieren, die Partei weiter auf die Zukunft vorbereiten und dann den Parteivorsitz abgeben", erklärte sie am Montag im CDU-Präsidium.

AKK sieht "ungeklärtes Verhältnis" zu AfD und Linken

Kramp-Karrenbauer führte demnach weiter aus, es gebe "ein ungeklärtes Verhältnis von Teilen der CDU mit AfD und Linken". Sie sei strikt gegen eine Zusammenarbeit mit AfD und Linker. Zudem sei offensichtlich, dass Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur in eine Hand gehörten.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will auf die Kanzlerkandidatur verzichten und ihr Amt niederlegen. ZDF-Korrespondent Mathis Feldhoff mit einer Einschätzung.

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3 min
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Angela Merkel hat sich noch im CDU-Präsidium dafür ausgesprochen, dass Annegret Kramp-Karrenbauer Verteidigungsministerin bleibt. Die Bundeskanzlerin habe ihr zudem ihren großen Dank ausgesprochen.

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Potenzielle Kanzlerkandidaten der Union

Neben Kramp-Karrenbauer, die nun ihren Verzicht erklärte, waren als Kanzlerkandidaten der Union immer wieder folgende Politiker im Gespräch:

  • Armin Laschet (Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen)
  • Friedrich Merz (Ex-Fraktionschef)
  • Markus Söder (CSU-Chef)
  • Jens Spahn (Bundesgesundheitsminister)

Linke und SPD befürchten Rechtsruck der CDU

Linken-Parteichefin Katja Kipping äußerte die Befürchtung, dass die CDU nach dem angekündigten Rückzug ihrer Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer Kurs auf eine Koalition mit der AfD nimmt. "AKKs Verdienst war, dass sie die Abgrenzung der Union nach rechts gehalten und damit die Seele der Union bewahrt hat", sagte Kipping der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

"Der Kampf um AKKs Nachfolge wird eine Richtungsauseinandersetzung", fügte die Linken-Vorsitzende hinzu. Komme nun Friedrich Merz, "dann wird die CDU bald mit der AfD koalieren".

Auch SPD-Vorstandsmitglied und Außen-Staatsminister Michael Roth nannte die Entwicklungen in einem Tweet "beunruhigend". Es werde jetzt "noch ungewisser, ob anständige Demokratinnen und Demokraten parteiübergreifend zusammenstehen im Kampf für Demokratie und gegen Nationalismus", schrieb Roth weiter.

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Kramp-Karrenbauer in der CDU schon länger umstritten

Kramp-Karrenbauer war wegen ihres Krisenmanagements nach der umstrittenen Ministerpräsidentenwahl in Thüringen in die Kritik geraten. Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war vergangenen Mittwoch im Landtag in Erfurt zum Ministerpräsidenten gewählt worden - auch von der CDU und der AfD, deren Landtagsfraktion von Partei-Rechtsaußen Björn Höcke geleitet wird. Kemmerich war anschließend massiv kritisiert worden, weil er die Wahl, die er ohne die Stimmen der AfD nicht gewonnen hätte, annahm. Er trat später zurück, ist aber aktuell noch geschäftsführend im Amt. 

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Kramp-Karrenbauer hatte eine schnelle Neuwahl gefordert und war damit beim Landesverband gescheitert. "Statt die Dinge laufen zu lassen, hätte die Parteispitze gut daran getan, Führung zu zeigen", hatten sie daraufhin der Chef Unions-Mittelstands, Carsten Linnemann, und der Vorsitzende der Nachwuchsorganisation Junge Union, Tilman Kuban in einem "Welt"-Interview kritisiert. Der Ruf Kramp-Karrenbauers nach einer Neuwahl in Thüringen sei falsch und werde die politischen Ränder rechts und links stärken.

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