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Ministerpräsident Kretschmann - Bundesbildungsministerium abschaffen?

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Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann stellt das Bundesbildungsministerium infrage. In einem Interview hat er gefordert, den Ländern ihre Zuständigkeiten zu überlassen.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, spricht auf einer Pressekonferenz.
In einem Interview hat der Baden-Württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann das Bundesbildungsministerium infrage gestellt
Quelle: dpa (Archiv)

Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hat eine Abschaffung des Bundesbildungsministeriums ins Gespräch gebracht. Man könne die Frage aufwerfen, warum ein Ministerium "auf einer Ebene eingeführt wird, für die man nicht zuständig ist", sagte der Grünen-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

In Baden-Württemberg gibt es ja auch kein Außenministerium.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg

Der Bund müsse den Ländern ihre Zuständigkeiten überlassen.

Kretschmann: Familienfreundlichere Regierungsämter

Daneben sprach sich Kretschmann dafür aus, die regelmäßigen Abendtermine von Regierungen in Frage zu stellen, um Regierungsämter familienfreundlicher zu machen. "Die Lage hat sich verbessert, aber es geht noch mehr", sagte er auf die Frage nach der Familienfreundlichkeit der Arbeit in der Politik.

In Schweden macht die Regierung keine Abendtermine. Das sollten wir mal für uns überprüfen, ob das geht.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Zudem sei es wichtig, die Schwerpunkte bei der Bewertung politischer Arbeit zu verschieben, sagte Kretschmann. "Wir müssen uns auch von der Gschaftlhuberei emanzipieren, bei der man immer zeigen muss, dass man unter Stress steht, weil man sonst unter Verdacht der Faulheit gerät. Es kommt vielmehr darauf an, ob man weiß, was man will, und wie man da hinkommt."

Baerbock muss "Profil schärfen"

Über die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sagte Kretschmann, dass diese nach der Verabschiedung des Grünen-Wahlprogramms nun ihr persönliches Profil weiter schärfen müsse.

Ein Auf und Ab in Umfragen sei normal, sagte er. Es sei positiv, dass die Grünen überhaupt in einer Ausgangsposition seien, in der sie um das Kanzleramt kämpften. "Es gibt also keinen Grund zur Beunruhigung." Der Wahlkampf gehe erst jetzt richtig los.

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