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Bewährungsstrafe in Leipzig : Waffen gehortet: KSK-Soldat verurteilt

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In seinem Garten hatte er ein ansehnliches Waffenlager angelegt: Jetzt wurde ein ehemaliger Elitesoldat der KSK zu zwei Jahren Haft verurteilt - auf Bewährung.

Der Angeklagte (M) spricht in einem Saal des Landgerichts leipzig mit seiner Anwältin Annette Clement-Sternberger.
Wollte nur ausgerüstet sein, um andere Soldaten auszubilden: Der ehemalige KSK-Soldat Philipp S. hatte Waffen in seinem Garten vergraben.
Quelle: dpa

Im Prozess gegen einen KSK-Soldaten hat das Landgericht Leipzig den Angeklagten zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach den suspendierten Soldaten an diesem Freitag wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz schuldig. Der Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft Dresden hatte zuvor zweieinhalb Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte auf höchstens zehn Monate Haft.

Waffen im Garten vergraben

Jahrelang hatte der Elitesoldat Waffen, Sprengstoff und Munition in seinem Garten in Nordsachsen gehortet. In Kisten, Eimern und Säcken hatte der Oberstabsfeldwebel der 2. Kompanie des KSK ein gefährliches Arsenal in seinem Garten in Collm (Landkreis Nordsachsen) vergraben: Zwei Kilogramm professionellen Sprengstoff, mehrere Tausend Stück Gewehr- und Pistolenmunition, ein Sturmgewehr AK47, eine Armbrust, eine Nebelhandgranate sowie Schusswaffen und Waffenteile.

Bei der Durchsuchung des Hauses hatten die Ermittler im Mai 2020 zudem Schriften mit rechtsextremen Inhalten entdeckt. Auch diverse NS-Devotionalien wurden entdeckt. Nach umfangreichen Ermittlungen war dem Angeklagten aber kein rechtsradikaler Hintergrund nachgewiesen worden. Zuvor hatte es einen entsprechenden Hinweis des Militärischen Abschirmdiensts (MAD) gegeben.

Angeklagter: Wollte Soldaten ausbilden

Der Angeklagte war nach der Razzia in Untersuchungshaft genommen worden. Ende November kam er zunächst wieder auf freien Fuß. Der Soldat räumte zum Prozessauftakt im Januar ein, ein Waffenlager angelegt zu haben. Der 46-jährige Philipp S. begründete dies unter anderem damit, dass er die Waffen und die Munition zur Ausbildung der Soldaten benötigt habe, weil es bei der Bundeswehr oft Engpässe bei der Ausrüstung gegeben habe. Das Sturmgewehr wollte er nach eigenen Angaben zur Dekoration verwenden.

Die Elitetruppe KSK war im vergangenen Jahr durch mehrere Enthüllungen über rechtsextreme Vorfälle erschüttert worden. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ordnete daraufhin eine grundlegende Reform der Einheit an. Zuletzt sorgte die Affäre um den KSK-Kommandeur Markus Kreitmayr und die von ihm angeordnete Munitionsamnestie für Schlagzeilen.

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