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Kevin Kühnert will Juso-Vorsitz aufgeben

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Für Bundestags-Kandidatur - Kevin Kühnert will Juso-Vorsitz aufgeben

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Seit 2017 war er das Gesicht der Jusos. Ende November will Kevin Kühnert vorzeitig als Bundesvorsitzender aufhören. Stattdessen plant er, für den Bundestag zu kandidieren.

Kevin Kühnert (Archiv)
Kevin Kühnert (Archiv)
Quelle: Michael Kappeler/dpa

Der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert will sein Amt vorzeitig abgeben und 2021 für den Bundestag kandidieren. Der 31-Jährige stellt sein Amt beim Bundeskongress Ende November zur Verfügung, wie eine Sprecherin der SPD-Nachwuchsorganisation der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend bestätigte.

Zuvor hatte der Berliner "Tagesspiegel" darüber berichtet. Die Neuwahl des Juso-Vorsitzenden wird damit um ein Jahr vorgezogen. Ein personeller Wechsel rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2021 sei der "bestmögliche Zeitpunkt", sagte Kühnert dem "Tagesspiegel".

Kühnert will im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg kandidieren

Seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger hätten es verdient, "dem SPD-Wahlkampf den eigenen Stempel aufzudrücken". Kühnert, der auch stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender ist, kündigte an, dass er für die Bundestagswahl im Herbst kommenden Jahres im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg antreten wolle.

Nachrichten | ZDF-Morgenmagazin -
unterwegs mit: Kevin Kühnert
 

Kevin Kühnert hat sich als Juso-Vorsitzender und als erklärter Gegner der großen Koalition einen Namen gemacht. Cherno Jobatey hat den SPD-Politiker getroffen.

von Cherno Jobatey
Videolänge:
4 min

Dieser Wunsch sei im SPD-Kreisvorstand "sehr wohlwollend" aufgenommen worden, sagte er der Zeitung. Kühnert ist gebürtiger Berliner und seit 2017 Juso-Vorsitzender. Im November 2019 wurde er wiedergewählt. Bundesweit bekannt wurde Kühnert als ein Kopf der #NoGroko-Kampagne von Anfang 2018.

Im Rennen um die neue Parteispitze hatten die Jusos im vergangenen Jahr das Kandidaten-Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans unterstützt, das sich letztlich auch durchsetzen konnte.

Kühnert wäre wichtiges Zugpferd im Wahlkampf

Mit einer Kandidatur von Kühnert für den Bundestag hätte die Berliner SPD ein wichtiges Zugpferd für den Wahlkampf 2021 gewonnen. Bislang hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey die größten Aussichten für die Spitzenkandidatur im Bundesland. Sie solle zunächst am 31. Oktober auf einem Parteitag gemeinsam mit Fraktionschef Raed Saleh zur SPD-Landesvorsitzenden gewählt werden, hieß es aus Parteikreisen.

Spekuliert wird zudem, ob Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller angesichts gestiegener Zustimmungswerte länger im Roten Rathaus bleiben und wieder als Spitzenkandidat antreten will. Gleichzeitig wird ihm nachgesagt, in den Bundestag wechseln und auf Platz eins dieser Liste kandidieren zu wollen. Gesagt hat Müller zu all dem bislang nichts.

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