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Corona-Hilfen für Kulturbranche - 112 Millionen Euro Mehrbedarf angemeldet

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Aus der Kulturszene sind im noch laufenden Hilfspaket bereits 112 Millionen Euro an Mehrbedarf an Corona-Hilfen angemeldet worden. Das ergab eine Anfrage der Linksfraktion.

Ein geschlossenes Kino in Essen
Kultureinrichtungen bleiben während des Teil-Shutdowns weiter geschlossen.
Quelle: picture alliance/Rupert Oberhäuser

Bis Ende Oktober wurde das eine Milliarde Euro umfassende Programm der Bundesregierung allein im Bereich der darstellenden Künste mit Schauspielern, Theatern oder freier Szene um 40 Millionen Euro überschrieben.

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion zum Thema "Zwischenbilanz bei der Kultur-Milliarde des Bundes" hervor.

500 Millionen seien bereits zur Verfügung gestellt worden

"Mehr als 500 Millionen Euro des Programms, das sich über die Jahre 2020/21 erstreckt, wurden mittlerweile den mit der Abwicklung betrauten Verbänden und Fonds zur Verfügung gestellt", heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin vorliegenden Papier.

"Wir brauchen Modelle, die mehr auf unsere Lebensrealität eingehen", sagt die Tourmanagerin und Lichttechnikerin Cora Schönherr zur finanziellen Unterstützung der Kulturbranche.

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In einem zweiten Schritt sollen die etwa 20 Verbände "nach Eingang und Prüfung der Anträge" die Mittel an Einrichtungen, Kreative, Künstlerinnen und Künstler vergeben. Simone Barrientos, kulturpolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, zeigte sich unzufrieden, dass es keine Auskunft zur Anzahl bewilligter Anträge gibt. Zudem sei unklar, "wieviel der Kultur-Milliarde inzwischen tatsächlich bei den Antragstellern angekommen ist".

Forderung nach Kulturministerium auf Bundesebene

Es fehlten allein bei den bis Ende Oktober gemeldeten Antragszahlen mindestens 112 Millionen Euro. "Diese Zahl dürfte insbesondere im Zuge des Lockdowns seit November 2020 erheblich steigen", schätzte Barrientos. Die Corona-Krise zeige, dass es Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) an Handlungsspielraum fehle, "wenn es hart auf hart kommt". Barrientos forderte deswegen ein eigenständiges Kulturministerium auf Bundesebene.

Monika Grütters. Archivbild

Corona-Hilfen - Grütters fordert neue Milliarde für Kultur 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters fordert neue Corona-Hilfen für die Kulturbranche. Die bisherigen Hilfen reichten nicht, sagte sie. Eine weitere Milliarde soll fließen.

Grütters hatte in dieser Woche bereits neue Milliarden-Hilfen für die Kultur gefordert. "Wir brauchen vermutlich mindestens doppelt so viel Geld, zumal die eine Milliarde Euro eine Antwort auf die ersten Schließungen im Frühjahr war", hatte die CDU-Politikerin in Berlin gesagt. Aktuell würden rund 40.000 Anträge bearbeitet. Aus ihrer Sicht wäre es "angemessen, eine weitere Milliarde zur Verstetigung unseres Neustart-Programms auch für die zweite Welle aufzulegen".

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