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Kultusministerkonferenz - Festhalten an Abschlussprüfungen in Schulen

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Auch 2021 sollen wie geplant Abschlussprüfungen an den Schulen stattfinden, so die Kultusminister. Die Pandemie dürfe sich nicht nachteilig auf Bildungsbiografien auswirken.

Abiturprüfungen unter Corona-Auflagen 2020
Abi- und Abschlussprüfungen sollen auch im Corona-Jahr stattfinden.
Quelle: epa

Noch ist unklar, wann wieder echter Unterricht an den Schulen möglich gemacht wird. Die Kultusminister der Länder sind sich aber einig: Abschlussprüfungen sollen auch in diesem Corona-Schuljahr stattfinden und Abschlüsse sollen nicht weniger wert sein als sonst. Darauf haben sich die Ministerinnen und Minister in einer Schaltkonferenz verständigt.

Auch beim Thema "Sitzenbleiben" gibt es eine gemeinsame Empfehlung.

In dem gemeinsamen Beschluss heißt es:

Die Kultusministerkonferenz bekräftigt, dass die Abiturprüfungen auch im Jahr 2021 stattfinden.

Abschlüsse an Haupt-, Real- und Berufsschulen

Die Länder sagen außerdem zu, sicherzustellen, dass die Abschlüsse im Sekundarbereich eins, also beispielsweise Haupt- und Realschulabschlüsse, erlangt werden können. Einschränkend heißt es hier: "in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen" und "unter Wahrung der regulären Standards und Beachtung der landeseigenen Regelungen".

Zu Berufsabschlüssen heißt es: "An Berufsschulen sind Prüfungen durchzuführen, soweit es das Infektionsgeschehen zulässt."

Ernst: Keine Nachteile für weitere Bildungsbiografie

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) sagte zu den getroffenen Verabredungen: "Unser heutiger Beschluss ist von dem Leitgedanken getragen, dass Schülerinnen und Schülern in diesem von der Pandemie geprägten Schuljahr keine Nachteile für ihre weitere Bildungsbiografie entstehen dürfen."

Schulen bleiben bundesweit weiterhin geschlossen. Sachsens Abschlussklassen kommen seit heute allerdings wieder in den Präsenzunterricht. Zur Sicherheit können sich Lehrer und Jugendliche freiwillig testen lassen.

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Insgesamt sind sich die Minister einig, dass Prüfungen auch in geschlossenen Schulen stattfinden können, "sofern es keine entgegenstehenden Landesregelungen gibt". Auch im vergangenen Frühjahr fanden bei geschlossenen Schulen Prüfungen statt. Mündliche Prüfungen sollen im Ausnahmefall diesmal auch über Video möglich sein.

Corona-Schuljahr: Wiederholung des Schuljahres oder "Sitzenbleiben"

Aufgegriffen wird in dem KMK-Beschluss auch die Debatte über das "Sitzenbleiben". Der Deutsche Lehrerverband hatte mehrfach gefordert, lernschwachen Schülern eine freiwillige Wiederholung des Schuljahres anzubieten, ohne das als "Sitzenbleiben" zu werten.

In der KMK-Vereinbarung heißt es nun, dass die Länder Schülern die Möglichkeit eröffnen könnten, das Schuljahr zu wiederholen, ohne dass dies auf die Verweildauer angerechnet werde - "insbesondere in der gymnasialen Oberstufe".

Schulpolitik ist Sache der Bundesländer

Grundsätzlich handelt es sich bei der Verabredung der Kultusminister um einen rechtlich nicht bindenden gemeinsamen Rahmen. Die Bundesländer sind für Schulpolitik selbst verantwortlich und entscheiden am Ende selbstständig, wie genau sie in der Pandemie weiter vorgehen.

[Worauf sich Bund und Länder noch geeinigt haben, lesen Sie hier.]

Um die Bildungsrückstände halbwegs aufzufangen, die durch die aktuelle Situation entstehen, erwähnen die Kultusminister zudem verschiedene Maßnahmen, die zum Teil in ihren Ländern auch schon umgesetzt werden. 

Dazu gehören die Verschiebung von Prüfungsterminen oder weniger Klassenarbeiten und Klausuren, um Lernzeit zu gewinnen und mehr Eigenständigkeit der Schulen bei der Auswahl von Prüfungsaufgaben.

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