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Kultusministerkonferenz - Bildungssysteme sollen einheitlicher werden

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Nach jahrelangen Verhandlungen haben die Kultusminister eine Ländervereinbarung für eine bessere Zusammenarbeit und mehr Einheitlichkeit im deutschen Bildungssystem beschlossen.

Schüler bei der Abiturprüfung
Mindestens die Hälfte der Abitur-Aufgaben in zentralen Fächern soll bald aus einem bundesweit einheitlichen Pool entnommen werden.
Quelle: dpa

Es sei ein "historischer Tag für die Bildung in Deutschland", sagt Stefanie Hubig (SPD), Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK). Die getroffenen Entscheidungen stärkten den Bildungsstandort Deutschland nachhaltig, sagte sie nach der Videokonferenz der Minister am Donnerstag in Mainz.

Schulausbildung und Schulabschlüsse in Deutschland sollen in den kommenden Jahren deutlich vergleichbarer werden. Die Minister verständigten sich nach jahrelangen Verhandlungen auf einen Vertrag für eine bessere Zusammenarbeit im deutschen Bildungssystem mit einheitlicheren Linien.

Die Menschen haben den Wunsch nach mehr Einheitlichkeit bei der Bildung und diesem Wunsch kommen wir nach.
Stefanie Hubig (SPD), Präsidentin der Kultusministerkonferenz

Die KMK hat eine entsprechende "Ländervereinbarung" und damit einen gemeinsamen Rahmen für Inhalte und Struktur der schulischen Bildung in ganz Deutschland verabschiedet.

Die Vereinbarung soll eine zuletzt 1971 aktualisierte Ländervereinbarung zur Schulbildung ersetzen und von allen Ministerpräsidenten unterzeichnet werden.

Die folgenden Beschlüsse wurden gefasst:

  • Grundschulkinder sollen die verbundene Handschrift und nicht nur Druckschrift lernen.
  • Festgehalten ist in der Vereinbarung auch, wie viele Stunden Deutsch in der Grundschule mindestens unterrichtet werden sollen.
  • Ab 2023 soll mindestens die Hälfte der Abitur-Aufgaben in zentralen Fächern wie Deutsch, Mathematik und erster Fremdsprache aus einem bundesweit einheitlichen Pool entnommen werden.
  • Ab 2025 soll das dann auch für naturwissenschaftliche Fächer gelten. Dabei gehe es nicht um ein "Zentralabitur", sondern um bessere Vergleichbarkeit, so die KMK.
  • Auch die Standards und Inhalte für andere Schulformen sollen sich annähern.
  • Im Blick auf Religionsunterricht hält die Vereinbarung fest, dass die Länder "die bewährte Zusammenarbeit mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften fortsetzen" und zugleich offen sind "für die gemeinsame Entwicklung neuer Formen der Kooperation".
  • Eine "Ständige Wissenschaftliche Kommission" soll eingerichtet werden, die die Länder künftig in Fragen der Weiterentwicklung des Bildungswesens berät und Expertenberichte veröffentlicht.
  • Empfehlungen der Minister zur Europabildung in Schulen und zur neuen beruflichen Bildung, auf die sich die Minister geeinigt hätten, habe es noch nie gegeben.
  • Außerdem sollen Lehrer künftig leichter zwischen Bundesländern wechseln können und ein in einem anderen Bundesland absolviertes Referendariat leichter anerkannt werden.

Verhandlung sei einstimmig beschlossen worden

Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte, die neue Vereinbarung sei nach intensiven und guten Verhandlungen einstimmig beschlossen worden.

Sie sei der Beleg dafür, dass sich der Bildungsföderalismus weiter entwickle und sich zugleich auf gemeinsame Qualitätsstandards verpflichte.

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