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Nach Anschlag in Istanbul : Erdogan plant Bodenoffensiven gegen Kurden

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Nach Luftangriffen auf kurdische Stellungen in Syrien und Irak plant Erdogan auch Bodenoffensiven. Die Türkei macht PKK und YPG für den Anschlag in Istanbul verantwortlich.

Türkischer Panzer an der syrischen Grenze (Archiv 2019)
Türkische Soldaten stehen auf einem Panzer, während Armeefahrzeuge auf einer Straße Nahe der syrischen Grenze patroullieren.
Quelle: Reuters

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zieht nach Luftangriffen auf kurdische Stellungen in Syrien und Irak auch Bodenoffensiven in Betracht. Es stehe außer Frage, dass man sich nicht auf Lufteinsätze beschränke.

"Es muss entschieden werden, wie viele Kräfte sich von den Bodentruppen beteiligen müssen, und dann werden Schritte unternommen", sagte Erdogan laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Konkreter wurde er nicht.

Luftangriffe auf Irak und Syrien

Die Türkei war in der Nacht auf Sonntag gegen die YPG und die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK mit zahlreichen Luftangriffen im Nordirak und Nordsyrien vorgegangen. Dabei seien mindestens 35 Menschen getötet worden, meldete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Kurdische Milizen hatten Vergeltung angekündigt. Sonntag und Montag meldete die Türkei Beschuss mit Toten und Verletzten an der Grenze zu Syrien.

Als Reaktion auf den Bombenanschlag in Istanbul vor einer Woche hat das türkische Militär kurdische Stellungen im Norden Iraks und Syriens angegriffen.

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1 min
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Türkei wirft Kurden Anschlag in Istanbul vor

Die türkische Regierung hatte ihre Luftangriffe in Zusammenhang mit einem Anschlag auf der Istanbuler Einkaufsstraße Istiklal am Sonntag vor einer Woche gebracht. Sie sieht die syrisch-kurdische Organisation YPG und die verbotene Arbeiterpartei PKK als Drahtzieher des Anschlags, beide hatten das zurückgewiesen. Die Ermittlungen in der Türkei dazu laufen noch.

Die Angriffe richten sich nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums nun gegen Stützpunkte der PKK und der YPG. Die türkische Regierung stuft beide als Terrororganisationen ein.

Laut türkischer Polizei soll eine verhaftete Syrerin die gestrige Explosion herbeigeführt haben - im Auftrag einer kurdischen Gruppierung. Es gab zahlreiche Festnahmen.

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Militäroffensive gegen kurdische Milizen hat begonnen

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu trafen die Angriffe am Montag eine Schule und zwei Häuser sowie einen Lastwagen nahe dem Grenzübergang zur syrischen Stadt Dscharablus. Bilder zeigten zerborstene Fenster einer Schule sowie einen brennenden Lastwagen. Am Sonntag waren bereits sechs Polizisten und zwei Soldaten bei einem Raketenangriff aus Syrien verletzt worden.

Die Türkei versucht seit Jahren, an ihrer Grenze zu Syrien eine "Pufferzone" einzurichten und die kurdischen Einheiten von dort zurückzudrängen, die sie für terroristische Angriffe verantwortlich macht.

Wer sich in Deutschland gegen den türkischen Staatspräsidenten stellt, muss mit gefährlichen Konsequenzen rechnen. Wie weit gehen Erdoğan und seine Gefolgsleute?

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29 min
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Menschenrechtler kritisieren Angriffe

Menschenrechtler kritisieren die militärischen Angriffe auf kurdische Gebiete in Syrien und im Irak. Bei den Angriffen gehe es um "die Vernichtung kurdischer Selbstbestimmung und Identität", kritisierte Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Die Menschenrechtsorganisation forderte, die Angriffe sofort einzustellen.

Minderheiten in der Region wie Kurden, Jesiden und assyrische Christen litten seit Jahren unter Menschenrechtsverletzungen. Die aktuellen Angriffe im Irak richteten sich gezielt gegen Kurden und sollten die Protestbewegung zerschlagen, so die IGFM.

Weiter sprach die Menschenrechtsorganisation von einer aggressiven Expansionspolitik der Türkei unter Erdogan, die sich gezielt gegen kurdische Gebiete richte.

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