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Vorläufiges Endergebnis - SPD gewinnt Wahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Die SPD von Manuela Schwesig hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern laut vorläufigem Endergebnis klar gewonnen. Die AfD wird demnach zweitstärkste Kraft.

Die SPD ist bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge mit Abstand stärkste Kraft geworden. Die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt auf 39,6 Prozent der Stimmen und liegt damit deutlich vor allen anderen Parteien.

Die AfD mit Spitzenkandidat Nikolaus Kramer wird demnach zweitstärkste Kraft - sie zieht mit 16,7 Prozent ein. Die CDU mit Spitzenkandidat Michael Sack kommt mit 13,3 Prozent erneut nur hinter der AfD ins Ziel. Die Linke erreicht demnach 9,9 Prozent.

Grüne und FDP schaffen wohl die Rückkehr in den Schweriner Landtag - damit wären dort zum ersten Mal sechs Parteien vertreten. Die Grünen erreichen voraussichtlich 6,3 Prozent, die FDP kommt auf 5,8 Prozent.

Hintergründe, Analysen und alle Zahlen: Der spannende Wahlabend aus dem ZDF-Wahlstudio in Berlin.

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Konnten sich die Parteien im Vergleich zur letzten Landtagswahl verbessern?

Die SPD kann laut vorläufigem Endergebnis die größten Zugewinne verbuchen. Sie legt gegenüber der Wahl von 2016 um rund 9 Prozentpunkte zu (2016: 30,6 Prozent). Auch FDP und Grüne verbessern sich im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren.

Die CDU muss dagegen herbe Verluste einstecken (2016: 19 Prozent). Ihr droht das schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. AfD (2016: 20,8 Prozent) und Linke (2016: 13,2 Prozent) müssen ebenfalls Verluste hinnehmen - die Linke fährt voraussichtlich ihr bislang schlechtestes Wahlergebnis im Nordosten ein.

[Wie Ihr Wahlkreis abgestimmt hat, sehen Sie auf unserer interaktiven Ergebnisseite.]

Michael Sack
Liveblog

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Bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wird die SPD laut vorläufigem amtlichen Endergebnis stärkste Kraft. Aktuelle Daten, Reaktionen und Analysen im Liveblog.

Welche Koalitionen sind in Schwerin möglich?

Die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kann nun für weitere fünf Jahre an der Spitze des Bundeslandes planen.

Rechnerisch wäre eine Fortsetzung der derzeitigen Koalition aus SPD und CDU möglich. Doch auch ein Bündnis aus SPD und Linke hätte im Parlament eine knappe Mehrheit. Denkbar ist zudem eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen.

Am Wahlabend ließ Schwesig ihre Präferenzen offen. "Wir warten jetzt die endgültigen Ergebnisse ab und schauen dann, mit wem man stabile Mehrheiten bilden kann", sagte sie im ZDF. Am Montagabend werden nach ihren Angaben die Parteigremien zusammenkommen "und dann schauen wir, mit wem wir Gespräche führen werden".

[Welche inhaltlichen Überschneidungen und Differenzen es gibt, zeigt unser Koalitionsnavi.]

Wie reagierten die Parteien?

Manuela Schwesig (SPD) zeigte sich in der Spitzenkandidatenrunde im ZDF "froh und glücklich". Man habe das Ziel erreicht, erneut stärkste Kraft zu werden. Dies sei Ergebnis einer "absoluten Teamleistung".

AfD-Spitzenkandidat Nikolaus Kramer betonte, trotz der Verluste habe seine Partei den Auftrag bekommen, "weiterhin solide Oppositionspolitik zu betreiben". Michael Sack, Spitzenkandidat der CDU, kündigte an, der Landesvorstand werde am Montag klären, wie es für die Partei in Mecklenburg-Vorpommern weitergehe.

Die Spitzenkandidatin der Linken, Simone Oldenburg, zeigte sich trotz der Verluste ihrer Partei zufrieden. Bei einer so übermächtigen SPD sei es klar, dass "Federn gelassen" würden.

Grüne und FDP freuten sich über den voraussichtlichen Wiedereinzug in den Landtag. Anne Shepley, Spitzenkandidatin der Grünen, sagte, man sei bereit für Gespräche mit allen demokratischen Parteien. Auch FDP-Spitzenkandidat René Domke zeigte sich offen für Koalitionsgespräche.

Wen wählten Frauen und Männer?

Bei den Wählerinnen steht die SPD laut den Daten der Forschungsgruppe Wahlen noch höher im Kurs als in der Gesamtbevölkerung des Bundeslandes. 42 Prozent aller Frauen wählten die SPD - gegenüber 34 Prozent der Männer.

Grafik: Wen wählten ... Frauen
Quelle: ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Die männlichen Wähler waren dagegen stärker als weibliche Stimmberechtigte der AfD zugeneigt. 21 Prozent der Männer stimmten laut Prognose für die Partei. Bei den Frauen waren es dagegen 13 Prozent - in dieser Gruppe liegt die AfD damit sogar knapp hinter der CDU (14 Prozent) auf Platz drei.

Grafik: Wen wählten ... Männer
Quelle: ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Bei den anderen Parteien über der Fünfprozenthürde (Linke, Grüne, FDP) unterscheiden sich Männer und Frauen kaum.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 Prozent - nach knapp 62 Prozent im Jahr 2016.

Wie sind die anderen Wahlen ausgegangen?

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