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Grüne deutlich vor CDU - Die Wahl in BaWü auf einen Blick

Datum:

Winfried Kretschmann kann Ministerpräsident in Baden-Württemberg bleiben. Seine Grünen fahren ein Rekordergebnis ein. Die CDU auch - allerdings im negativen Sinne. Alles zur Wahl.

Vorl. amtl. Ergebnis - in Prozent. Grüne 32,6 Prozent, CDU 24,1 Prozent, AfD 9,7 Prozent, SPD 11,0 Prozent, FDP 10,5 Prozent, Linke 3,6 Prozent, FW 3,0 Prozent, Andere 5,5 Prozent. Quelle: Landeswahlleiterin. CC-BY-NC-ND
Gewinne und Verluste - in Prozentpunkten. Grüne 2,3, CDU -2,9, AfD -5,4, SPD -1,7, FDP 2,2, Linke 0,7, FW 2,9, Andere 1,9. Quelle: Landeswahlleiterin. CC-BY-NC-ND
Sitzverteilung - .  154, Grüne 58, CDU 42, AfD 17, SPD 19, FDP 18. Quelle: Landeswahlleiterin. CC-BY-NC-ND
Mögliche Koalitionen - Sitze: 154, absolute Mehrheit: 78. Darstellung der möglichen Koalitionen. Quelle: ZDF
Wahlen in Baden-Württemberg seit 1952 - in %. Linienchart. Quelle: ZDF
Wahlbeteiligung - . 2016 70,4 Prozent, 2021 63,8 Prozent. Quelle: Landeswahlleiterin. CC-BY-NC-ND
Wen hätten Sie lieber als Ministerpräsidenten/in ...  - . alle: Kretschmann 70 Prozent, Eisenmann 13 Prozent, Kretschmann, - die Anhänger der ...: Grüne 95 Prozent, CDU 56 Prozent, AfD 50 Prozent, SPD 75 Prozent, FDP 52 Prozent, Linke 84 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Kretschmann und Eisenmann: Wer ...  - . ist sympathischer: Kretschmann 58 Prozent, Eisenmann 5 Prozent, kein Unterschied 27 Prozent, ist glaubwürdiger: Kretschmann 43 Prozent, Eisenmann 6 Prozent, kein Unterschied 41 Prozent, hat mehr Sachverstand: Kretschmann 43 Prozent, Eisenmann 8 Prozent, kein Unterschied 36 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Bewertung der Parteien in  Baden-Württemberg  - Skala von -5 bis +5. Grüne 1,8, CDU 0,7, AfD -3,2, SPD 0,3, FDP 0,2. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Eine Koalition aus ... finden:   - . Grüne und CDU: gut 44 Prozent, schlecht 34 Prozent, Grüne und SPD: gut 40 Prozent, schlecht 41 Prozent, Grüne, SPD und FDP: gut 28 Prozent, schlecht 51 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Die wichtigsten Probleme   - . Corona 66 Prozent, Klima / Umwelt 21 Prozent, Schule / Bildung 15 Prozent, Wirtschaft 10 Prozent, Internet / Infrastruktur 8 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Parteikompetenzen im Bereich ...   - . Corona: Grüne 25 Prozent, CDU 17 Prozent, Klimaschutz: Grüne 60 Prozent, CDU 10 Prozent, Schule / Bildung: Grüne 20 Prozent, CDU 20 Prozent, SPD 10 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Parteikompetenzen im Bereich ...   - . Wirtschaft: Grüne 22 Prozent, CDU 29 Prozent, Verkehr: Grüne 29 Prozent, CDU 27 Prozent, Integration/Migration/ Ausländerpolitik: Grüne 27 Prozent, CDU 18 Prozent, SPD 12 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wichtiger für meine Wahlentscheidung: Politik im ...  - . 2021: Land 63 Prozent, Bund 34 Prozent, 2016: Land 55 Prozent, Bund 42 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Jetzt geltende Lockerungen bei den  Corona-Maßnahmen ...  - . zu viel 23 Prozent, gerade richtig 45 Prozent, zu wenig 29 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Baden-Württemberg: Mit dem Krisenmanagement bei Corona sind ...  - . allgemein: eher zufrieden 47 Prozent, eher unzufrieden 52 Prozent, im Bereich Schule und Bildung: eher zufrieden 21 Prozent, eher unzufrieden 73 Prozent, beim Impfen: eher zufrieden 19 Prozent, eher unzufrieden 77 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wen wählten die ... - Frauen. Grüne 37 Prozent, CDU 24 Prozent, AfD 6 Prozent, SPD 11 Prozent, FDP 9 Prozent, Linke 4 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wen wählten die ... - Männer. Grüne 30 Prozent, CDU 23 Prozent, AfD 12 Prozent, SPD 11 Prozent, FDP 12 Prozent, Linke 4 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die Grünen - nach Alter. unter 30 29 Prozent, 30 - 44 29 Prozent, 45 - 59 35 Prozent, über 60 36 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die CDU - nach Alter. unter 30 19 Prozent, 30 - 44 22 Prozent, 45 - 59 23 Prozent, über 60 29 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die AfD - nach Alter. unter 30 8 Prozent, 30 - 44 11 Prozent, 45 - 59 11 Prozent, über 60 8 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die SPD - nach Alter. unter 30 10 Prozent, 30 - 44 9 Prozent, 45 - 59 10 Prozent, über 60 14 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die FDP - nach Alter. unter 30 13 Prozent, 30 - 44 12 Prozent, 45 - 59 11 Prozent, über 60 8 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die Linke - nach Alter. unter 30 7 Prozent, 30 - 44 5 Prozent, 45 - 59 3 Prozent, über 60 2 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die Grünen - nach Beruf. Arbeiter 27 Prozent, Angestellte 35 Prozent, Beamte 39 Prozent, Selbstständige 35 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die CDU - nach Beruf. Arbeiter 26 Prozent, Angestellte 24 Prozent, Beamte 24 Prozent, Selbstständige 22 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die AfD - nach Beruf. Arbeiter 15 Prozent, Angestellte 7 Prozent, Beamte 7 Prozent, Selbstständige 8 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die SPD - nach Beruf. Arbeiter 11 Prozent, Angestellte 12 Prozent, Beamte 13 Prozent, Selbstständige 8 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die FDP - nach Beruf. Arbeiter 9 Prozent, Angestellte 10 Prozent, Beamte 8 Prozent, Selbstständige 16 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die Linke - nach Beruf. Arbeiter 3 Prozent, Angestellte 4 Prozent, Beamte 3 Prozent, Selbstständige 4 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die Grünen - nach Bildung. Hauptschulabschluss 28 Prozent, mittlere Reife 30 Prozent, Abitur 33 Prozent, Hochschulabschluss 40 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die CDU - nach Bildung. Hauptschulabschluss 30 Prozent, mittlere Reife 24 Prozent, Abitur 21 Prozent, Hochschulabschluss 19 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die AfD - nach Bildung. Hauptschulabschluss 13 Prozent, mittlere Reife 13 Prozent, Abitur 9 Prozent, Hochschulabschluss 6 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die SPD - nach Bildung. Hauptschulabschluss 13 Prozent, mittlere Reife 10 Prozent, Abitur 11 Prozent, Hochschulabschluss 11 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die FDP - nach Bildung. Hauptschulabschluss 9 Prozent, mittlere Reife 11 Prozent, Abitur 12 Prozent, Hochschulabschluss 12 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Wer wählte die Linke - nach Bildung. Hauptschulabschluss 3 Prozent, mittlere Reife 3 Prozent, Abitur 4 Prozent, Hochschulabschluss 4 Prozent. Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
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Das vorläufige amtliche Endergebnis in Baden-Württemberg

Winfried Kretschmann kann dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge Ministerpräsident in Baden-Württemberg bleiben. Die Grünen kommen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg auf 32,6 Prozent - und können damit im Vergleich zu 2016 (30,3 Prozent) leicht zulegen.

Mit einem Wahlergebnis von über 32 Prozent bleiben die Grünen mit Winfried Kretschmann stärkste Partei in Baden-Württemberg. Somit wären eine Ampelkoalition oder eine schwarz-grüne Regierung möglich. CDU und AfD büßen Verluste ein.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Herausforderin Susanne Eisenmann (CDU) enttäuscht dagegen mit ihrer Partei. Die Christdemokraten kommen nur auf 24,1 Prozent nach 27 Prozent im Jahr 2016 - ein historisch schlechtes Ergebnis in dem Bundesland, in dem die CDU von 1953 bis 2011 durchregieren konnte.

Die drei Oppositionsparteien schaffen deutlich den Wiedereinzug in den Stuttgarter Landtag:

  • AfD mit Spitzenkandidat Bernd Gögel: 9,7 Prozent (2016: 15,1 Prozent)
  • SPD mit Spitzenkandidat Andreas Stoch: 11 Prozent (2016: 12,7 Prozent)
  • FDP mit Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rühlke: 10,5 Prozent (2016: 8,3 Prozent)

Die Linke verpasst den Einzug in den Landtag vermutlich deutlich, sie kommt auf 3,6 Prozent. Auch die Freien Wähler verpassen mit 3 Prozent den Einzug. Die anderen Parteien kommen auf 5,5 Prozent.

Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Sie ging im Vergleich zu 2016 leicht zurück: Damals beteiligten sich 70,4 Prozent der Wahlberechtigten an die Wahl, nun haben 63,8 Prozent der Wählerinnen und Wähler von ihrem Recht Gebrauch gemacht. Laut Aussage von Landeswahlleiterin Cornelia Nesch hatten in repräsentativ ausgewählten Wahlbezirken 36 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahl beantragt.

Welche Koalitionen jetzt im Stuttgarter Landtag regieren können

Der neue Stuttgarter Landtag hat voraussichtlich 154 Sitze. Für die absolute Mehrheit braucht es also 78 Sitze. Die hätten die Grünen in zwei Koalitionen:

  • Grüne und CDU: gemeinsam 100 Sitze
  • Grüne, SPD und FDP: gemeinsam 95 Sitze

Ministerpräsident Winfried Kretschmann will mit allen demokratischen Parteien verhandeln - und dort nach der Größe der Parteien vorgehen, also zunächst mit der CDU über eine Fortsetzung der Grün-Schwarzen Koalition sprechen. Die Parteibasis dürfte dennoch eine Ampel aus Grünen, SPD und FDP favorisieren.

Eine Regierung gegen die Grünen aus CDU, SPD und FDP wäre zumindest rechnerisch möglich - gilt aber als ausgeschlossen, ebenso wie eine Koalition einer Partei mit der AfD.

[Welche inhaltlichen Überschneidungen und Differenzen es gibt, zeigt unser Koalitionsnavi.]

Wie wählten Frauen und Männer in Baden-Württemberg?

Nach Angaben der Forschungsgruppe Wahlen haben Frauen vor allem die Grünen gewählt:

  • Grüne: 36 Prozent
  • CDU: 23 Prozent
  • AfD: 8 Prozent
  • SPD: 11 Prozent
  • FDP: 10 Prozent
  • Linke: 3 Prozent

Auffällig bei den Männern dagegen die überdurchschnittlich starken Ergebnisse von AfD und FDP:

  • Grüne: 29 Prozent
  • CDU: 22 Prozent
  • AfD: 16 Prozent
  • SPD: 10 Prozent
  • FDP: 13 Prozent
  • Linke: 4 Prozent

Welche Partei in welcher Altersgruppe gepunktet hat

Welche Themen haben die Wahl entschieden?

Die Daten der Forschungsgruppe Wahlen liefern unter anderem diese fünf Erkenntnisse:

  1. Die Grünen sind im Ländle längst in der politischen Mitte angekommen.
  2. Kretschmann genießt als Ministerpräsident eine hohe Reputation - und zwar lagerübergreifend.
  3. Die Wählerinnen und Wähler sind mit der Leistung der grün-schwarzen Regierung überwiegend zufrieden.
  4. Für 63 Prozent war die Landespolitik entscheidend - und dort erzielen die Grünen bessere Noten als die CDU.
  5. Selbst in Bereichen wie Wirtschaft oder Bildung - eigentlich CDU-Kernthemen - wird den Grünen im Ländle ähnlich viel zugetraut wie den Konservativen. Beim wichtigsten Thema Corona liegen die Grünen vorn.

[Lesen Sie hier die komplette Wahlanalyse zu Kretschmanns Sieg - mit Grafiken - nach.]

Was sagt Wahlsieger Winfried Kretschmann?

Ich verstehe das als Auftrag, unserem Land weiter als Ministerpräsident zu dienen.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident

"Diesen Auftrag nehme ich mit großer Dankbarkeit und Demut an", sagt Kretschmann. "Und damit meine ich auch im Respekt vor denen, die mich gerade nicht gewählt haben. Ich versichere Ihnen, ich werde bei allem, was wir jetzt verhandeln, an das Ganze denken."

Landtagswahl 2021: Winfried Kretschmann
Wahlsieger: Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Quelle: reuters

Und wie reagiert die CDU in BaWü?

"Große Enttäuschung" bei den Wahlverlierern der CDU um den Landesvorsitzenden Thomas Strobl.

Wir hatten andere Erwartungen.
Thomas Strobl, CDU

Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann geht noch weiter und spricht von einem "desaströsen Ergebnis". Sie verspricht: Die CDU werde intern "offen aufarbeiten, warum sie seit 10 Jahren in Baden-Württemberg" verliere.

Welche Reaktionen kommen noch aus Baden-Württemberg?

Parität in den deutschen Landesparlamenten

Nach der Landtagswahl - So reagieren die Parteien in BaWü 

Sehen Sie hier Stimmen und Reaktionen zur Wahl im Süd-Westen im Video.

Wie reagiert die Bundespolitik?

Auch wenn die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in erster Linie das sind - Landtagswahlen -, ist ihre bundespolitische Bedeutung nicht zu unterschätzen. Beispiel CDU: Wie würde sich die Partei nach der Maskenaffäre und unter dem neuen Parteichef Armin Laschet schlagen?

Dass sie in beiden Ländern Prozentpunkte verloren hat, ist für Laschet mindestens ärgerlich - wenn nicht sogar hinderlich bei möglichen Ambitionen zur Kanzlerkandidatur der Union.

[Lesen Sie hier die Analyse "In der CDU wächst die Nervosität"]

Reaktionen aus allen Parteien in der Berliner Runde und der ZDF-Wahlsendung:

Wahlsieger und -verlierer bei Theo Koll über die Bedeutung der Landtagswahlen.

Beitragslänge:
53 min
Datum:

Wie die Wahl in Rheinland-Pfalz ausgegangen ist

Die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist erneut stärkste Kraft geworden. Alles Wichtige zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat mein Kollege Jan Schneider für Sie zusammengefasst.

Der Autor auf Twitter: @waskevinsagt

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