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Kommentar zu Landtagswahlen - Eine giftige Mischung für Armin Laschet

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Die heutigen Landtagswahlen sind ein Fehlstart für den neuen CDU-Parteivorsitzenden. Die Grünen stehen vor Entscheidungen. Ein Kommentar von ZDF-Chefredakteur Peter Frey.

„Für die Grünen ist es jetzt Zeit, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und gegen zwei Männer eine Frau ins Rennen zu schicken. Robert Habeck muss Annalena Baerbock den Vortritt lassen“, kommentiert ZDF-Chefredakteur Peter Frey.

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Malu Dreyer und Winfried Kretschmann sind heute die klaren Wahlsieger. Dreyer hat sich mit Erfahrung und Freundlichkeit gegen den Bundestrend ihrer SPD gestemmt. Urgestein Kretschmann feuert mit seinem dritten Sieg den grünen Ehrgeiz für die Bundestagswahl an.

Auch die FDP gehört heute zu den Wahlgewinnern. Dass in Stuttgart ein grünes Ampelbündnis mit gestärkten Liberalen möglich sein könnte, entfacht bundespolitische Fantasien. Knackpunkt wird die Klimapolitik. Hier liegen klare Grenzen für neue Koalitionsoptionen, in Stuttgart und Berlin.

Wähler rechnen mit Pandemie-Politik ab

Die eigentliche Überraschung ist heute, wie tief die CDU fällt. Wenn es in zwei ehemaligen Stammländern so steil bergab geht, ist auch ein Sieg bei der Bundestagswahl im September keineswegs sicher. Wählerinnen und Wähler haben heute erstmals auch mit der Pandemie-Politik im Bund abgerechnet. Dass Deutschland beim Impfen, Testen und Organisieren hinter seinen Möglichkeiten bleibt, kreiden sie vor allem der CDU an.

Maskenskandale und Korruptionsvorwürfe kommen hinzu. Es ist eine giftige Mischung für Armin Laschet. Nach diesem Fehlstart wird das Duell des neuen Parteivorsitzenden mit Markus Söder jetzt noch härter werden.

Christian Baldauf, CDU-Spitzenkandidat in Rheinland-Pfalz ist vom CDU-Wahlergebnis enttäuscht. Man wolle jedoch "den Kopf nicht hängen lassen".

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Grüne müssen auf Baerbock setzen

Die neue Niederlage gegen den Grünen Kretschmann zeigt ein weiteres Unions-Defizit: Im Pragmatismus der Merkel-Jahre hat die CDU es versäumt, ihre konservative Seite zeitgemäß weiter zu entwickeln. Bei so viel Orientierungslosigkeit kann es nicht das richtige Rezept sein, als Kellner von Koch Kretschmann in Stuttgart ungerührt weiter zu regieren. 

Nach den Erfolgen von heute stehen auch die Grünen vor Entscheidungen. Sich in der Kanzlerkandidaten-Frage weiter geschmeidig wegducken geht nicht mehr. CDU/CSU werden auf jeden Fall einen Kandidaten präsentieren. Bei der SPD spürt Olaf Scholz heute Aufwind. Für die Grünen ist es mit dem Sieg des Über-Vaters Kretschmann jetzt Zeit, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und gegen zwei Männer eine Frau ins Rennen zu schicken. Robert Habeck muss Annalena Baerbock den Vortritt lassen.

Kretschmann nehme den Regierungsauftrag mit "großer Dankbarkeit und Demut" an: "Ich versichere Ihnen, ich werde bei allem, was wir jetzt verhandeln, an das Ganze denken."

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