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Gesellschaft und Wirtschaft - Laschet für neue Corona-Konzepte

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NRW-Ministerpräsident Laschet warnt vor einer Überlastung von Gesellschaft und Wirtschaft. Er fordert langfristige Lösungsansätze in der Corona-Pandemie.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Archivbild
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Archivbild
Quelle: Marcel Kusch/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert neue Corona-Konzepte schon ab Januar. "Noch ein weiteres Jahr wie dieses halten Gesellschaft und Wirtschaft nicht durch", sagte er der "Rheinischen Post". "Kluge Konzepte" müssten "langfristige Perspektiven für ein Leben mit der Pandemie ermöglichen". Mit einem Impfstoff sei das "auch realistisch", so Laschet.

Man könne nicht "auf Dauer alles schließen, und der Staat bezahlt Monat für Monat Milliarden-Ausfälle". Das mache den "Staat auf Dauer kaputt".

"Ab dem neuen Jahr wird ein neues Modell nötig sein", so Laschet weiter. Kanzleramtsminister Helge Braun blickt unterdessen in der Corona-Krise optimistisch auf das kommende Jahr. "Die Pandemie verliert im nächsten Jahr ihren Schrecken", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". "Wir müssen als Gesellschaft den Dezember und die Monate bis zum März durchhalten mit Einhaltung der AHA-Regeln und der Reduzierung unserer Kontakte. Wo das nicht reicht, sind Einschnitte unvermeidbar. Dann kommen der Frühling und hoffentlich auch der Impfstoff."

Steinmeier macht Mut

Es sei gelungen, das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen auf einem Niveau zu stoppen, das das Gesundheitssystem fordere, aber gerade noch nicht überfordere. 400 Tote pro Tag seien aber zu viel. "Deshalb hätte ich im Oktober gerne weitergehende Beschlüsse gefasst."

Ein Zettel, der an einem Geschäft klebt, weist auf den Mindestabstand von 1,5 Meter hin, der einzuhalten ist.
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Am Wochenende hatte zum Beginn der Adventszeit auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Bevölkerung Mut zugesprochen. Die Fortschritte der medizinischen Forschung gäben Hoffnung, dass das Virus nicht dauerhaft den Alltag beherrsche, schrieb das Staatsoberhaupt in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag".

Ärztekammer für mehr Schnelltests

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sprach sich dafür aus, mehr Corona-Schnelltests einzusetzen als bislang. Priorität müssten Einrichtungen des Gesundheitswesens haben, etwa Seniorenheime oder Krankenhäuser. "Später ist vorstellbar, vor größeren Veranstaltungen, wenn diese wieder zugelassen werden, Schnelltests durchzuführen", sagte er dem "Mannheimer Morgen".

Die Gefahr eines explosionsartigen Anstiegs der Corona-Infektionszahlen über die Weihnachtsfeiertage sieht Reinhardt nicht. "Dass Weihnachten zu einem bundesweiten Superspreading-Event wird, halte ich für unwahrscheinlich." Wenn die Menschen sich an die Infektionsschutzbestimmungen hielten, seien die zeitlich begrenzten Lockerungen vertretbar und aus psychosozialen Gründen sogar geboten.

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