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Debatte um Klimaschutz - Laschet nennt Tempolimit 130 "unlogisch"

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CDU-Chef Armin Laschet hat sich gegen ein Tempolimit von 130 zum Klimaschutz ausgesprochen. Man müsse Technologien verbessern, anstatt "unsinnige Debatten" zu führen.

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet bei einer Veranstaltung von Shell.
Laschet fordert, Technologien zu verbessern, anstatt Debatten über ein pauschales Tempolimit zu führen.
Quelle: Reuters (Archiv)

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, lehnt in der Klima-Debatte ein Tempolimit von 130 ab. "Warum soll ein Elektro-Fahrzeug, das keine CO2-Emissionen verursacht, nicht schneller als 130 fahren dürfen? Das ist unlogisch", sagte Laschet.

"Technologien verbessern"

"Zentral ist es, die Technologien zu verbessern, anstatt unsinnige Debatten wie die über ein pauschales Tempolimit zu führen", sagte der CDU-Chef dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Im Übrigen liege auch heute schon die durchschnittliche Geschwindigkeit auf Autobahnen bei Tempo 117. Auch im Wahlprogramm lehnt die Union ein generelles Tempolimit von 130 auf Autobahnen ab.

Die Geschwindigkeit auf Autobahnen wollen Grüne und SPD auf 130 Stundenkilometer beschränken. Die Linke tritt für ein Tempolimit 120 Km/h ein. Union und FDP lehnen solche Höchstgrenzen für die Geschwindigkeit strikt ab.

Laschet schließt Koalition mit AfD aus

Gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" äußerte sich Laschet ebenfalls zur Debatte um die Bundestagskandidatur des früheren Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen, der sich immer wieder AfD-nah positioniert. Laschet verwies dabei auf die unabhängige Entscheidung des Wahlkreises:

In Thüringen hat die Basis entschieden. Die Wahlkreise treffen ihre eigenen Entscheidungen. Dies ist gesetzlich so geregelt.
CDU-Chef Armin Laschet

Auf die Frage, ob es nicht besser wäre, wenn sich die CDU glaubhaft von Maaßen abgrenzen würde, sagte Laschet: "Ich werde nicht jeweils kommentieren, wer in 299 Wahlkreisen kandidiert." Die Abgrenzung der CDU nach rechts sei glasklar, sagte er. "Mit der AfD wird nicht koaliert, nicht kooperiert, nicht verhandelt. Sie muss aus den Parlamenten verschwinden."

In Thüringen hat die CDU Ex-Verfassungsschutz-Chef Maaßen als Direktkandidaten für die Bundestagswahl nominiert. Kritik an der Entscheidung kommt auch aus den eigenen Reihen.

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Maaßen kandidiert bei der Wahl am 26. September in einem Wahlkreis in Südthüringen für den Bundestag. Er ist wegen seiner Haltung unter anderem zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung umstritten. Politiker von SPD, Grünen und Linken warfen der CDU wiederholt vor, mit Maaßen am rechten Rand zu fischen.

Am Wochenende hatte Maaßen mit Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk für Wirbel gesorgt. Das RND-Interview mit Laschet fand bereits am Freitag statt - also bevor die Debatte um die neuen Maaßen-Äußerungen Fahrt aufnahm.

Hans-Georg Maaßen, CDU. Archivbild

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