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Lauterbach: "Maßnahmen sind gute Maßnahmen"

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SPD-Politiker zu Corona-Gipfel - Lauterbach: "Maßnahmen sind gute Maßnahmen"

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Bund und Länder haben sich in Berlin auf neue Corona-Beschränkungen geeinigt, nicht aber auf einheitliche Regeln zu Reisenden. Dazu SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im ZDF.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen für einen richtigen Schritt. Beherbergungsverbote findet er dagegen weniger wichtig.

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Bis spät in den Abend haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs über neue Corona-Schutzmaßnahmen verhandelt – teilweise mit Konsens, was generelle Corona-Einschränkungen betrifft, aber ohne ein endgültiges Ergebnis beim viel diskutierten Beherbergungsverbot.

Während Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten in bestimmte Bundesländer weiterhin ohne Weiteres einreisen dürfen, müssen sie in anderen Regionen nach wie vor zuvor einen negativen Corona-Test nachweisen.

Besonders Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig soll auf einen harten Umgang mit Urlaubern pochen: Laut ZDF-Information soll selbst nach Vorlage eines negativen Corona-Tests zukünftig keine Einreise ohne Quarantäne in Mecklenburg-Vorpommern möglich sein.

Ein großes Streitthema bleibt das Beherbergungsverbot für Reisende aus inländischen Risikogebieten. Wie sinnvoll ist das umstrittene Verbot?

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Lauterbach begrüßt Beschlüsse des Corona-Gipfels

Dennoch habe das als "historisch" angekündigte Treffen in Berlin "einen Wert" – lobte SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach die beschlossenen Maßnahmen, insbesondere mit Blick auf das Zweistufensystem und die Beschränkungen bei privaten Feiern.

Es sind die wichtigsten Maßnahmen beschlossen worden. [...] Maßnahmen sind gute Maßnahmen.
Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte

Gleichzeitig steht er den derzeitigen Reisebestimmungen innerhalb der Bundesrepublik kritisch gegenüber und empfindet keine Notwendigkeit für ein Beherbergungsverbot - zeigt aber auch Verständnis für die Bedenken von Manuela Schwesig.

Das Beherbergungsverbot ist - gemessen an den anderen Maßnahmen - nicht die wichtigste Entscheidung.
Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte

So könnten Menschen, die in Berlin oder anderen Gebieten leben, wo Clubs- und Diskotheken geschlossen sind, nach der Vorlage eines negativen Corona-Tests, in ein anderes Bundesland reisen, um dort zu feiern.

Besser erst in Urlaubsgebieten testen

Ließen sich diese Menschen jetzt in ihrer Heimatstadt vor Reiseantritt testen, drohe laut Lauterbach zum einen das Risiko, dass das negative Testergebnis bei Ankunft keine Aussagekraft mehr hätten, da es veraltet "und somit hinfällig" sei.

Zusätzlich würde damit ein großer Verlust an Testkapazitäten einhergehen, bemängelt der SPD-Politiker. Gerade in Corona-Hotspots wie Berlin herrsche derzeit bereits ein Mangel an genügend Testkapazitäten, so Lauterbach.

Das Beherbergungsverbot für Reisende aus deutschen Risikogebieten wird von den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt.

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Viel mehr hält es der SPD-Politiker aus epidemiologischer Sicht für sinnvoll, die Menschen dort zu testen, wo sie hinfahren. Dann sei der Test aktuell, und keine "wertvollen Tests" würden verschwendet werden.

Weiterhin warnte Lauterbach vor den steigenden Infektionsgeschehen und appellierte, die beschlossenen Corona-Regeln ernst zu nehmen. Denn: Trotz einer hohen Anzahl an Intensivbetten, würden die Todeszahlen in den nächsten Wochen weiter exponentiell steigen, auch da das Coronavirus im Vergleich zum Grippevirus eine 20 Mal höhere Letalitätsrate aufweise, betonte der SPD-Gesundheitspolitiker.

Ein Modell eines Körpers mit Organen.

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