Sie sind hier:

Bundespressekonferenz : Wieler: "Es liegen schwere Wochen vor uns"

Datum:

Moderna liefert Impfstoff früher und Omikron bereitet Sorgen - Gesundheitsminister Lauterbach und RKI-Chef Wieler bei der Bundespressekonferenz.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will für das 1. Quartal 2022 mehr Corona-Impfstoff beschaffen. Neue Impfdosen – um "mehr Boostern" zu ermöglichen – auch als Schutz gegen eine schnelle Ausbreitung der neuen Variante Omikron.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und RKI-Chef Wieler haben auf der Bundespressekonferenz einen Überblick über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland gegeben. Lauterbach erklärte, dass er in den vergangenen Tagen mit Wissenschaftlern in Großbritannien und dem dortigen Gesundheitsminister gesprochen habe. In Großbritannien grassiert die Omikron-Variante bereits weitläufiger als hierzulande. "Nach wie vor ist es so, dass eine Verdopplungszeit der Fälle im Abstand von zwei bis drei Fällen stattfindet, bei einer sehr stark durchgeimpften Bevölkerung", sagte Lauterbach.

Die Zahlen aus Großbritannien seien sehr besorgniserregend. Die Schutzwirkung der zweiten Impfung nehme stark ab, der Booster-Impfung komme deswegen eine große Bedeutung zu. Die Strategie der Bundesregierung: Omikron durch die Booster-Kampagne klein zu halten.

Moderna liefert Impfdosen früher

Lauterbach erklärte auch, dass er in den vergangenen Tagen eine "Impfstoff-Inventur" gemacht habe - mit den Ergebnissen sei er "nicht einverstanden“. Deutschland habe im ersten Quartal 50 Millionen Booster-Impfstoffdosen zu erwarten – der Bedarf liege allerdings höher.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zur Impfstoff-Situation.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Außerdem sei die Booster-Kampagne dann erst Ende März beendet – zu langsam, sagt der Minister. "Damit können wir nicht arbeiten." Lauterbach betonte aber auch, dass das keine Kritik an seinem Vorgänger Jens Spahn sei. Moderna liefere 35 Millionen Dosen frühzeitiger, die erst später im kommenden Jahr kommen sollten.

Kliniken vielerorts noch am Limit

RKI-Chef Wieler erklärte, dass die Inzidenzen leicht sinken. Doch: "Es liegen noch schwere Wochen vor uns." Es sei unklar, wie schwer die Verläufe unter der Omikron-Variante seien. Und: Noch immer seien die Kliniken vielerorts am Limit. Man müsse weiterhin auf Impfungen setzen. Eine gute Nachricht sei, dass der Impfschutz wohl mit einer Auffrischungsimpfung wieder stark zunehme.

Wieler bat, mit Blick auf die kommenden Weihnachtsfeiertage, sich am besten in einem festen Kreis zu treffen und auf große Feiern zu verzichten.

Lassen Sie uns die Feiertage so verbringen, dass sie nicht auch für das Virus ein Fest werden.
RKI-Chef Lothar Wieler

Die Pressekonferenz in voller Länge:

Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD) hat gemeinsam mit RKI-Präsident Wieler über die Corona-Impfkampagne informiert. Sehen Sie die Pressekonferenz in voller Länge.

Beitragslänge:
60 min
Datum:

Kinderarzt: Vorerkrankte Kinder unbedingt impfen lassen

Der Kinderarzt Jörg Dötsch von der Universität Köln sieht mit Blick auf die Delta- und auch die Omikron-Variante des Coronavirus bislang keine Zunahme an schweren Krankheitsverläufen einer Infektion. Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln rät dazu, fünf- bis elfjährige Kinder mit einer Vorerkrankung unbedingt impfen zu lassen.

Auch Kinder, die mit Personen zusammenlebten, die sich nicht impfen lassen könnten, sollten sich impfen lassen, sagt Dötsch in Berlin. Zudem rät er auch Eltern, die ihr Kind generell impfen lassen wollten, dies zu tun. Die ersten Daten sprächen für eine nur geringe Nebenwirkungsrate.

„Wir werden den Kampf gegen die Pandemie gewinnen“ – verspricht Karl Lauterbach. Bei Maybrit Illner stellte er sich erstmals als Bundesgesundheitsminister der Diskussion.

Beitragslänge:
64 min
Datum:

ZDFheute live mit Kinderarzt und Elternratsvorsitzender

Sollte ich mein Kind impfen lassen? Prof. Reinhard Berner von der Klinik für Kinder und Jugendmedizin am Uniklinikum Dresden hält die Empfehlung der Stiko für richtig, so der Mediziner bei ZDFheute live. Der Schweregrad bei Kindern sei meist niedrig, wenige Kinder kämen ins Krankenhaus. Es gebe noch zu wenige Daten zu dieser Altersgruppe. Die Gruppe der 10 bis 14-Jährigen ist momentan die Altersgruppe mit den höchsten Inzidenzen - dicht gefolgt von den 5 bis 9-Jährigen.

Christiane Gotte, Vorsitzende des Bundeselternrats, berichtet von Unsicherheiten bei vielen Eltern. Gerade nach der Aussage von Stiko-Chef Mertens, sein Kind noch nicht impfen zu lassen, sei die Diskussion groß gewesen.

Gotte plädierte bei ZDFheute live dafür, Kinder bei der Entscheidungsfindung mitzunehmen und mit den Kinderärzten als wichtigste Ansprechpartner abzuwägen. Dass Eltern sich nun frei entscheiden können, habe den Druck aus der Diskussion rausgenommen.

Impfung schützt Kinder nicht vor Omikron

Für manche Kinder habe die Impfung auch eine psychologische Komponente, so die Elternratsvorsitzende. Einige würden sich eine Impfung wünschen, fühlten sich dann besser geschützt – das hänge allerdings auch von der Einstellung im Elternhaus ab.

Gestern startete die Corona-Impfkampagne für Kinder von 5 bis 11 Jahren. Die Stiko empfiehlt die Impfung für Kinder mit Vorerkrankungen.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Die Impfung der Kinder werde für die anrollende Omikron-Welle allerdings kein Hindernis darstellen, so Prof. Berger. Ein ausreichender Impfschutz gegen Omikron sei bei Kindern in dieser Altersgruppe nicht so schnell herzustellen. Es sie vielmehr an den Erwachsenen, durch ihre Impfung den Schutz in der Familie zu sichern. Zu Long Covid bei Kindern habe man noch nicht genügend Daten.

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.