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Regionalwahlen in Frankreich - Ohrfeige für Le Pen und Macron

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Die Parteien von Präsident Macron und Rechtspopulistin Le Pen erleiden eine schwere Schlappe bei den Regionalwahlen. Nun bringen sich andere Präsidentschaftskandidaten in Stellung.

In der zweiten Runde der Regionalwahlen in Frankreich ist die Partei der Rechtspopulistin Le Pen leer ausgegangen. Auch Präsident Macrons Partei hat keinen Sieg verbucht.

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Nach einer schweren Schlappe bei den Regionalwahlen sind sowohl der französische Staatschef Emmanuel Macron als auch die Rechtspopulistin Marine Le Pen in Erklärungsnot geraten. Macrons Partei LREM ging in der zweiten Runde am Sonntag in keiner einzigen Region als Sieger hervor. Le Pens Partei scheiterte nach Hochrechnungen mit dem erklärten Vorhaben, erstmals eine Region zu erobern und damit eine Machtbastion zu schaffen.

Niedrige Wahlbeteiligung

Die Regionen, die weniger Kompetenzen als die deutschen Bundesländer haben, blieben ganz überwiegend in den Händen der bürgerlichen Rechten und der Linken. Die Wahlbeteiligung blieb sehr niedrig - etwa zwei von drei Wahlberechtigten blieben der Abstimmung fern.

Bei niedriger Wahlbeteiligung sind die Republikaner und die Sozialisten Gewinner bei den Regionalwahlen in Frankreich, die rechtsgerichtete Le-Pen-Partei konnte keine Region gewinnen. Macrons Bewegung scheidet sehr schlecht ab, berichtet Miriam Steimer.

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Macron und Le Pen gelten bislang als aussichtsreichste Kandidaten für die Präsidentenwahl in zehn Monaten. Le Pen müsse nun beim Parteitag vom Rassemblement National (RN) in einer Woche für ihren gemäßigten Kurs geradestehen, meinten Kommentatoren am Wahlabend. So verzichtet die Tochter von Front-National-Mitgründer Jean-Marie Le Pen schon seit Längerem auf die radikale Forderung eines Austritts aus der Eurozone, um der Partei eine breitere Anhängerbasis zu verschaffen.

Wahlen fanden wegen Corona drei Monate später statt

Der RN-Politiker Jordan Bardella sprach mit Blick auf die Regionalwahlen von einem "verfehlten Rendezvous mit den Franzosen". Die Wahlen, die wegen der Corona-Pandemie drei Monate später stattfanden als zunächst geplant, enthüllten erhebliche Schwächen des Macron-Lagers in den Regionen. Die verbliebenen Kandidaten der LREM und ihrer Verbündeten landeten auf hinteren Plätzen.

Regierungssprecher Gabriel Attal sprach von einer "Enttäuschung". Macron müsse nun bis zum Nationalfeiertag am 14. Juli ein Signal geben, wie es weitergehe, schrieb die Wochenzeitung "Le Journal du Dimanche", noch bevor die Wahlergebnisse bekannt wurden.

Eine große Regierungsumbildung, über die seit Längerem spekuliert wurde, sei aber zunächst nicht geplant, berichteten mehrere Medien. Le Pens Partei hatte sich Hoffnungen gemacht, die Region Provence-Alpes-Côte-d'Azur mit den Großstädten Marseille und Nizza zu erobern. Kandidat Thierry Mariani kam aber nur auf gut 42 Prozent, wie der TV-Sender France 2 berichtete. Der bürgerlich-konservative Bewerber Renaud Muselier erzielte demnach mehr als 57 Prozent - er erklärte sich am Abend zum Sieger.

Regionalwahlen in Frankreich - Macron und Le Pen: Niederlagen mit Symbolwert 

Die Rechtspopulisten erhalten bei der ersten Regionalwahlrunde einen Dämpfer ebenso wie Macrons Regierungspartei. Die Mobilisierung für die zweite Runde ist in vollem Gange.

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von Anne Arend

Bürgerliche Rechte bringt sich in Stellung

Bei der bürgerlichen Rechten brachten sich mit deutlichen Mehrheiten im Amt bestätigte Regionalpolitiker für die Präsidentenwahl in Stellung. "Dieses Ergebnis gibt mir die Stärke, auf alle Franzosen zuzugehen", sagte Xavier Bertrand aus der nördlichen Region Hauts-de-France.

Zufall oder nicht: Macron will sich an diesem Montag in Bertrands Region begeben, um eine milliardenschwere Investition der chinesischen Envision-Gruppe in eine Batteriefabrik anzukündigen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Batterien sollen in E-Autos von Renault eingebaut werden. Macron will nach Angaben des Élyséepalastes zudem rund 150 in- und ausländische Unternehmenschefs für die Standortförderung in Versailles bei Paris empfangen.

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Präsident Macron und Marine Le Pen liefern sich einen Online-Wahlkampf, die Presse ist auf Wahlkampftouren kaum noch vertreten. Man will die Jugend besser erreichen.

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