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Guterres: Flüchtlinge sollen aufs Festland

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Nch Brand in Moria - Guterres: Flüchtlinge sollen aufs Festland

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UN-Generalsekretär Guterres fordert, die Flüchtlinge von der Insel Lesbos zu bringen. Zuvor warf Grünen-Politikerin Roth Innenminister Seehofer "Totalversagen" vor.

Nach den verheerenden Bränden in Moria sind Tausende Menschen obdachlos und campieren auf der Insel Lesbos. UN-Generalsekretär Guterres fordert schnelle Hilfe für die Betroffenen.

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Nach den Bränden in dem Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos hat UN-Generalsekretär António Guterres eine Verlagerung der dort lebenden Flüchtlinge auf das Festland gefordert.

"Die Lösung liegt darin, sich um alle betroffenen Menschen zu kümmern, insbesondere die Verwundbarsten", so Guterres auf Twitter. Man müsse damit anfangen, "die Menschen auf das Festland zu bringen".

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Lesbos: Claudia Roth wirft Seehofer "Totalversagen" vor

Derweil griff im Streit um die Aufnahme von Migranten aus dem abgebrannten Lager Grünen-Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in der "Augsburger Allgemeinen" scharf an:

Die Ankündigung von Horst Seehofer, nur zwischen 100 und 150 Minderjährige aus Moria in Deutschland aufzunehmen, ist ein Totalversagen des Innenministers.
Claudia Roth

Die Zusage entspreche nur einem Bruchteil der Angebote zur Aufnahme von fast 180 Kommunen und mehrerer Bundesländer. "Mit seiner Ablehnung macht Seehofer sich mitverantwortlich an dem unmenschlichen Leid an Europas Haustür", kritisierte Roth.

Nun sei Regierungschefin Angela Merkel am Zug. "Ich erwarte von der Bundeskanzlerin, dass sie von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch macht und eine großzügige Aufnahme in Deutschland ermöglicht."

Durch den Großbrand im Flüchtlingslager Moria sind mehr als 12.000 Menschen obdachlos geworden. Seit drei Tagen harren sie auf den Straßen von Lesbos aus.

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Aufnahme weiterer Migranten aus Moria in Vorbereitung

Die Bundesregierung arbeitet nach den Worten Seehofers bereits daran, zügig weitere Migranten aus Moria aufzunehmen.

Ich lege persönlich sehr großen Wert darauf, dass wir eine rasche Lösung für Familien mit Kindern finden. Die Aufnahme der 400 unbegleiteten Minderjährigen ist nur der erste Schritt. Der zweite Schritt wird folgen.
Horst Seehofer

Zuvor hatte Seehofer mitgeteilt, dass sich zehn europäische Staaten an der Aufnahme von 400 unbegleiteten Minderjährigen beteiligen. Ein Großteil - je 100 bis 150 - werde von Deutschland und Frankreich aufgenommen.

Provisorisches Lager wird auf Lesbos errichtet

In der Nacht zum Samstag ist die Errichtung eines provisorischen Lagers auf der Insel Lesbos fortgesetzt worden. "Alle Menschen müssen dorthin gehen. Nur so werden wir sie richtig versorgen können", erklärte der stellvertretende griechische Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos im Athener Nachrichtensender Skai.

Dem schloss sich der Chef der Niederlassung der Hilfsorganisation Ärzte der Welt, Dimitris Patestos, an: "Das provisorische Lager muss so schnell wie möglich funktionieren." Zahlreiche Migranten sagten Reportern vor Ort, sie wollten nicht ins provisorische Lager und sähen die Lage als Chance, ihre Abreise durchzusetzen.

Deutsche Hilfe für Moria -
Zu viel, zu wenig? Seehofers Dilemma
 

Was ist genug, was zu viel? Über die Frage, in welchem Maß den Geflüchteten auf Lesbos geholfen werden muss, wird heftig gestritten. Der Graben ist tief, die Koalition entzweit.

von Kristina Hofmann
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Brände in völlig überfülltem Lager

Das Lager Moria war in der Nacht zum Mittwoch bei mehreren zeitgleichen Bränden fast vollständig zerstört worden. Statt der vorgesehenen knapp 3.000 Migranten waren dort mehr als 12.000 Menschen untergebracht.

Einige der Migranten sollen Feuer gelegt haben, nachdem für die Bewohner des Lagers wegen Corona-Infektionen Quarantäne verordnet worden war.

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