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Moria: Tränengas gegen Flüchtlings-Protest

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Proteste auf Lesbos - Moria: Tränengas gegen Flüchtlings-Protest

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Flüchtlinge aus dem niedergebrannten Flüchtlingslager Moria haben gegen die Zustände auf Lesbos protestiert. Die griechische Polizei setzte Tränengas ein.

Über 12.000 Menschen hatten im Camp „Moria“ gelebt. Seit es abgebrannt ist, haben sie nicht mal mehr ein notdürftiges Dach über dem Kopf. Zur Verzweiflung kommt bei vielen Wut.

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Nach der Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria ist die griechische Polizei mit Tränengas gegen protestierende Migranten auf der Insel Lesbos vorgegangen. Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, hatten Migranten zuvor Steine auf Polizisten geworfen.

Auch seien von den Migranten immer wieder Feuer entzündet worden, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA.

Menschen sollen in neues Zeltlager

150 Minderjährige nimmt Deutschland nach den Bränden in Moria auf. Mehr nicht, erst soll eine EU-Lösung her. Auf die könnten Menschen in Not aber nicht warten, sagt Göring-Eckardt.

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Die Zusammenstöße spielen sich entlang jenes Straßenabschnitts statt, auf dem viele Migranten nach dem Brand gestrandet sind und der nun in beide Richtungen von der Polizei abgesperrt wurde. Die Polizei versucht, die Menschen daran zu hindern, in die Inselhauptstadt Mytilini zu gelangen.

Vielmehr sollen sie in einem neuen, provisorischen Zeltlager untergebracht werden, das seit Freitag auf einem ehemaligen militärischen Schießübungsplatz errichtet wird. Dort aber wollen viele Migranten nicht hin; sie wollen die Insel verlassen. Bisher schlafen sie zu Tausenden an den Straßenrändern ohne sanitäre Anlagen oder fließend Wasser.

"Wir schlafen im Dreck oder auf der Straße", berichtete eine Gruppe ehemaliger Lagerbewohner auf Facebook.

Wir haben nichts, womit wir uns bedecken können, nicht einmal eine Jacke, die uns vor der nächtlichen Kälte und dem Wind schützt.

Einige Flüchtlinge schliefen sogar unter den Bäumen des örtlichen Friedhofs.

12.000 Menschen über Nacht obdachlos

Das Flüchtlingslager Moria war in der Nacht zum Mittwoch nach Unruhen und Brandstiftungen fast völlig abgebrannt. Über Nacht wurden dadurch rund 12.000 Menschen obdachlos.

Die Menschen wollen nicht in ein neues Lager gebracht werden, sondern weg von der Insel. Auch die Anwohner wehren sich gegen die Errichtung neuer Strukturen.

Thomas von der Osten-Sacken, der für eine Hilfsorganisation arbeitet, zeichnet ein düsteres Bild des Lagers. Corona-Angst sei der "Trigger" gewesen, der in die Katastrophe führte.

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